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COMPACT-Edition 2

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Alles Nazis außer Mutti

Alles Nazis außer Mutti 38 durch Bearbeitungen von jüdischen Gebeten und Versen von Celan, Lasker-Schüler oder Nietzsche. Begründung: Bachs Werk sei judenfeindlich, man könne es Menschen von heute nicht mehr unverändert zumuten.» (welt.de, 7.4.2012) Nie wieder Lügenpresse «Nie wieder Deutschland! (…) Angela Merkels Sparprogramm? Brutal, egoistisch, erpresserisch. Der Atomausstieg? Einseitig verkündet und womöglich fast so kurzsichtig wie der Irakkrieg von George W. Bush. Das Abseitsstehen beim Libyen-Feldzug? Pure Bequemlichkeit. Endlich, möchte man sagen, endlich erfahren die Deutschen einmal am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, verhasst zu sein, obwohl man doch ehrbare Absichten verfolgt.» (tagesspiegel.de, 19.6.2012) Das Vierte Reich «Viertes Reich // Jetzt kehren sie zurück, nicht mehr mit Kanonen, sondern mit Euro. Die Deutschen sehen ihn als ihre Sache an, wir müssen alles hinnehmen, uns dem neuen Kaiser namens Angela Merkel unterwerfen, die nun auch bei uns zu Hause kommandieren will.» (Die italienische Tageszeitung Giornale, 3.8.2012) Ressentiments «Die Nazi-Deutschen wollen uns Lektionen in Demokratie geben.» (Die italienische Tageszeitung Libero, 6.8.2012) Alltagsverblödung «Wir haben hier ein gesamtgesellschaftliches Problem, und das heißt All- tagsrassismus, Antisemitismus und eben auch rechtsextremer Terrorismus im Alltag.» (Marion Kraske, Journalistin im Auftrag der Amadeu-Antonio-Stiftung, über die NSU-Morde, deutschlandradiokultur.de, 14.8.2012) Vorhaut und Holocaust «Mag sein, dass ein Teil der Deutschen das vergessen hat, die nun so heftig nach dem Verbot der Beschneidung verlangen. Darum ist es nicht nur hilfreich, sondern dringend geboten, dass die Rabbiner den Zusammenhang von Beschneidungsverbot und Holocaust in Erinnerung rufen.» (Berliner Zeitung, 15.8.2012) Rechtsverständnis «Peinliche Panne für CSU-Innenminister Friedrich: In einem Interview hatte er vor 110 untergetauchten Rechtsradikalen gewarnt, die per Haftbefehl gesucht würden. Nun stellt sein Staatssekretär klar: In 92 Fällen geht es um völlig unpolitische Delikte wie Fahrerflucht oder nicht bezahlten Kindesunterhalt.» (spiegel.de, 27.10.2012) Deutschland, du Nazi! «Deutscher Hass – wie tief ist der Neonazi-Sumpf?» (ARD-Talkshow Günther Jauch zum Nationalsozialistischen Untergrund, NSU, 28.10.2012) Inflationstheorie «Der Nazi-Holocaust könnte bis zu 20 Millionen Menschenleben gefordert haben, (….) hat eine neue Forschungsstudie enthüllt.» (The Telegraph, 4.3.2013)

Alles Nazis außer Mutti Nicht nur die deutsche Terminatorin trug diesen Titel. Der damalige Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine wurde 1998 durch die britische Presse mit (fast) der selben Schlagzeile geehrt. Foto: New Statesman Scheißrichtig «Aus den Schuhen fällt jedenfalls keiner mehr, wenn in Zypern Demonstranten Merkelmasken mit Hitlerbart tragen. Das heißt aber nicht, dass Deutschland sein Nazitrauma gänzlich überwunden hat. Zum Glück! Denn es ist etwas ganz anderes, wenn innerdeutsche Nazivergleiche angestellt werden. (…) Es ist erst wenige Integrationsdebatten her, dass Thilo Sarrazin Millionen damit verdiente, Rassentheorien aufzuschreiben, die auch die Nazis klasse gefunden hätten. (…) Es ist also scheißrichtig, dass innerdeutsche Debatten über den Nazis quo, dann doch mit Empörung geführt werden. Und dass dann auch die Vergangenheit bemüht wird.» (taz.de, 27.3.2013) Nazi-Babys raus! «Rechtsextreme Ideologie dringt inzwischen auch in Einrichtungen für die frühkindliche Erziehung vor, berichten Fachkräfte aus Kitas und der Familienhilfe.» (zeit.de, 24.11.2013) Kriegs-Porno «Femen feiern Bomber Harris! (…) Eine der jungen Damen hat sich auf ihre Brüste "Thanks Bomber Harris" gepinselt – "Danke, Bomber Harris". Für viele Dresdner eine unerträgliche Parole. Denn der englische Luftwaffen-General hatte 1945 die Bombardierung der Stadt befohlen.» (bild.de, 15.2.2014) Kicken gegen Deutschland «Jüngste Studien zeigten, dass Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus in den WM-Tagen in Deutschland zunehmen. Deshalb bin ich sicher, dass es ein schönes Fußballfest in Deutschland nicht ohne Fremdenfeindlichkeit geben kann. Viele Juden feiern mit ihrer jeweiligen Nation, andere fürchten sich vor der Fremdenfeindlichkeit, die das Fußballfieber mit sich bringt.» (Times of Israel, 13.7.2014) Gaucho-Nazis «Mit dieser Denkweise haben sie sechs Millionen getötet. (…) Mit diesem Gefühl von Überlegenheit und mit dieser Schwachsinnigkeit.» (Kommentar eines Sportjournalisten über den Gaucho-Tanz der deutschen Nationalelf nach dem WM-Sieg, zitiert nach rp-online.de, 16.7.2014) 39

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