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COMPACT Edition 4 "Krieg und Frieden"

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Trumps Reden auf Deutsch

16. Juni 2015, New York

16. Juni 2015, New York City für ein öffentliches Amt kandidieren kann. Das ginge einfach nicht. Und doch ist es genau das, was man braucht, um dieses Land wieder groß zu machen. Also, meine Damen und Herren – ich kandidiere offiziell für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten, und wir werden unser Land wieder groß machen. Unternehmensflucht bestrafen Es ist machbar. Unser Land hat enormes Potenzial. Wir haben erstaunliche Menschen. Wir haben aber auch Leute, die nicht arbeiten. Wir haben Menschen, die keinen Antrieb zum Arbeiten haben. Aber den werden sie bekommen, denn das größte soziale Programm ist ein Job. Sie werden stolz sein, es wird ihnen gefallen, und sie werden viel mehr Geld verdienen, und wir werden aufblühen als Land, aufblühen. Es ist machbar. Ich werde der größte Job-Präsident sein, den Gott je erschuf, glaubt’s mir. Ich werde unsere Jobs aus China, Mexiko, Japan und vielen anderen Ländern zurückholen. Ich werde unsere Jobs zurückholen und unser Geld. Überlegt mal: Wir schulden China jetzt 1,3 Billionen Dollar, Japan noch mehr. Die kommen hierher, nehmen unsere Jobs weg, unser Geld, und dann leihen sie uns das Geld zurück, und wir bezahlen ihnen dafür Zinsen. Dann geht der Dollar nach oben, so dass ihr Profit noch höher wird. Wie dumm sind unsere Anführer eigentlich? (…) Ich bin für Freihandel. Aber das Problem damit ist, dass Ihr wirklich talentierte Leute braucht, die für Euch verhandeln. Wenn Ihr die nicht habt, sondern nur irgendeinen politischen Mitläufer, der den Job nur deshalb hat, weil er eine Wahlkampfspende getätigt hat – und so werden die meisten Jobs ergattert –, dann wird freier Handel zur Katastrophe. Freihandel kann wunderbar sein, wenn man intelligente Menschen hat, aber wir haben dumme Menschen. Und wir haben Menschen, die von Interessensgruppen kontrolliert werden. So klappt das einfach nicht. (…) Die größte Bank der Welt kommt aus China. Wisst Ihr, wo deren US-Zentrale liegt? In diesem Gebäude, im Trump Tower. Ich liebe China. Die Leute sagen: «Oh, Sie mögen China nicht?» Doch, ich mag es. Aber seine politischen Führer sind wesentlich schlauer als unsere, und wir können uns 12 Der 1983 eröffnete Trump Tower ist 202 Meter hoch. Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons Für das New Yorker Boulevardblatt Daily News war Trump im Februar 2016 ein Horrorclown. Foto: Daily News

16. Juni 2015, New York City Insgesamt 17 Republikaner bewarben sich für die Nominierung durch ihre Partei. Den Medien galt zunächst der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, als Favorit. Foto: Screenshot Fox News mit ihnen nicht messen. (…) Sie zocken uns ab. Wir bauen China auf. Wir bauen viele Länder auf. Geht jetzt mal nach China: Straßen, Brücken, Schulen, so etwas habt Ihr noch nicht gesehen. Die haben dort Brücken, dagegen wirkt die George-Washington-Bridge geradezu lächerlich. Wir haben alle Karten in der Hand, aber wir wissen nicht, wie man sie einsetzt. Wir wissen nicht einmal, dass wir die Karten haben, weil unsere Anführer das Spiel nicht verstehen. (…) Ford kündigte vor ein paar Wochen an, für 2,5 Milliarden Dollar eine Autofabrik in Mexiko zu bauen. In Mexiko. Das wird eine der größten der Welt sein. Ford, gutes Unternehmen. Also habe ich angekündigt, dass ich Präsident werden will. (…) Ich würde den Chef von Ford anrufen, den ich persönlich kenne, und würde sagen: «Herzlichen Glückwunsch. Ich hörte, dass Sie eine schöne Autofabrik für 2,5 Milliarden in Mexiko bauen und dass Sie Ihre Autos an die Vereinigten Staaten verkaufen wollen, für null Gebühren!» Und Ihr fragt Euch: «Wie hilft das uns», stimmt’s? Ich würde ihm sagen: «Glückwunsch, das war die gute Nachricht, jetzt kommt die schlechte: Für jedes Auto und jeden LKW und jedes Teil, das in dieser Anlage gefertigt wird und über die Grenze kommt, werden 35 Prozent Steuern fällig, und das war’s.» Falls nicht ich im Amt sein werde, sondern einer von diesen Politikern, gegen die ich antrete, würde es so ablaufen: Die werden einen Anruf von ihren Geldgebern oder wahrscheinlich einem von Fords Lobbyisten erhalten. Die sagen: «Das kannst Du Ford nicht antun. Ford kümmert sich um mich, und ich kümmere mich um Dich, und Du kannst Ford das nicht antun.» Und ratet mal was… Kein Problem. Sie werden in Mexiko bauen. Sie werden Tausende von Jobs abziehen. Unter Präsident Trump würde es so laufen: Ich schätze, eine halbe Stunde, nachdem ich ihm die schlechte Nachricht mitgeteilt hätte, würde der Chef von Ford bei mir zurückrufen. Vielleicht würde er auch cool sein wollen und bis zum nächsten Tag warten. Ihr wisst schon. Die wollen ein bisschen cool sein. Dann würde er sagen: «Bitte, bitte, bitte!» Er wird für kurze Zeit rumbetteln, und ich werde sagen: «Kein Interesse.» Dann wird er alle möglichen politischen Leute anrufen, und ich werde sagen: «Tut mir leid, Leute, kein Interesse», denn Geld brauche ich von niemandem. Das ist schön. Ich brauche von niemandem Geld. Ich verwende mein eigenes Geld. Ich nutze die Lobbyisten nicht. Ich nutze 13

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