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COMPACT Edition 4 "Krieg und Frieden"

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Trumps Reden auf Deutsch

27. April 2016,

27. April 2016, Washington, D. C. Bestandsaufnahme Unsere Außenpolitik ist ein totales Desaster. Keine Vision, keine Zielsetzung, keine Führung, keine Strategie. Heute möchte ich fünf Hauptschwächen unserer Außenpolitik aufzeigen. Erstens: Unsere Ressourcen sind überfordert. Präsident Obama hat unser Militär geschwächt, indem er unsere Wirtschaft geschwächt hat. Er hat uns mit verschwenderischen Ausgaben, massiven Schulden, niedrigem Wachstum, einem riesigen Handelsdefizit und offenen Grenzen gelähmt. Unser Außenhandelsdefizit im produzierenden Gewerbe nähert sich jetzt einer Billion Dollar pro Jahr. Wir bauen andere Länder auf, während wir unseres schwächen. Wenn wir dem Diebstahl amerikanischer Arbeitsplätze einen Riegel vorschieben, werden wir die benötigten Ressourcen erhalten, um unser Militär wiederaufzubauen und unsere finanzielle Unabhängigkeit und Stärke wiederzuerlangen. Ich bin der einzige Präsidentschaftsbewerber, der dieses Problem versteht und weiß, wie man es löst. Zweitens: Unsere Verbündeten zahlen nicht ihren gerechten Anteil. Unsere Verbündeten müssen zu den finanziellen, politischen und menschlichen Kosten unserer gewaltigen Sicherheitslast beitragen. Doch manche tun das einfach nicht. Sie nehmen die USA als schwach und nachsichtig wahr und spüren keine Verpflichtung, ihre Abkommen mit uns einzuhalten. In der NATO geben neben Amerika zum Beispiel nur vier von 28 Mitgliedstaaten die vorgeschriebene Mindestsumme von zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus. Wir haben im Laufe der Zeit Billionen Dollar für den Aufbau unseres Militärs ausgegeben – für Flugzeuge, Raketen, Schiffe, Ausrüstung –, um Europa und Asien eine starke Verteidigung bieten zu können. Die Länder, die wir verteidigen, müssen für die Kosten dieser Verteidigung aufkommen – und falls nicht, müssen die USA darauf eingestellt sein, diese Länder sich selbst verteidigen zu lassen. Die ganze Welt wäre sicherer, wenn unsere Verbündeten ihren Anteil an unserer gemeinsamen Verteidigung und Sicherheit leisteten. Eine Trump-Administration würde eine freie Welt anführen, die anständig bewaffnet und finanziert ist. Drittens: Unsere Freunde beginnen zu denken, dass sie sich auf uns nicht verlassen können. Wir haben einen Präsidenten gehabt, der unsere Freunde nicht mag und sich vor unseren Feinden verbeugt. Er hat ein katastrophales Abkommen mit dem Iran ausgehandelt und mitangesehen, wie er die Bedingungen ignoriert, noch bevor die Tinte trocken war. Der Iran darf keine Nuklearwaffen haben, und unter einer Trump-Administration wird ihm auch niemals erlaubt werden, welche zu bekommen. (…) Wer verhandelt, muss auch willens sein, die Verhandlungen zu verlassen. Das Iran-Abkommen ist, wie so viele unserer schlechtesten Deals, das Resultat fehlender Bereitschaft, die Gespräche abzubrechen. Wenn die andere Seite weiß, dass man dies nicht tun wird, ist es absolut unmöglich zu gewinnen. Gleichzeitig müssen die eigenen Freunde wissen, dass man zu den Abkommen steht, die man mit ihnen hat. Erst hat Präsident Obama das Programm unserer nationalen Raketenabwehr ausbluten lassen. Dann hat er unsere Raketenabwehrpläne mit Polen und der Tschechischen Republik aufgegeben. Er hat die Vertreibung eines freundlich gesinnten Regimes in Ägypten unterstützt, das einen langjährigen Friedensvertrag mit Israel hatte – und dann dabei geholfen, stattdessen die Muslimbruderschaft an die Macht zu bringen. 20 Israel, unser bester Freund und die einzige wahre Demokratie im Nahen Osten, wurde von einer Administration, der es an moralischer Klarheit fehlt, brüskiert und kritisiert. Erst vor wenigen Tagen hat Vizepräsident Biden Israel – eine Kraft der Gerechtigkeit und des Friedens – schon wieder

Die Denkfabrik Center for the National Interest, in der Trump sein außenpolitisches Programm vorstellt, lehnt unter anderem moralisch verbrämten Imperialismus ab. Foto: JStone / Shutterstock.com kritisiert, weil es den Frieden in der Region behindere. Präsident Obama ist kein Freund Israels. Er hat den Iran mit zärtlicher Liebe und Sorge behandelt und zu einer Großmacht im Mittleren Osten werden lassen – alles auf Kosten Israels, unserer anderen Verbündeten in der Region und, was entscheidend ist, der Vereinigten Staaten. Wir haben mit unseren ältesten Freunden Streit angezettelt, und nun fangen sie an, sich woanders nach Hilfe umzusehen. Viertens: Unsere Gegner respektieren uns nicht mehr. Tatsache ist, dass sie genauso verwirrt sind wie unsere Verbündeten. Ein noch größeres Problem ist aber, dass sie uns nicht mehr ernst nehmen. Als Präsident Obamas Air Force One in Kuba landete, war keine Führungspersönlichkeit da, der ihn abgeholt oder begrüßt hätte – ein vielleicht beispielloser Vorgang in der langen und prestigeträchtigen Geschichte der Air Force One. Erstaunlicherweise geschah dann das Gleiche in Saudi- Arabien wieder – das nennt man Respektlosigkeit. Erinnern Sie sich an die lange und teure Kopenhagen-Reise des Präsidenten, um die Olympischen Spiele für unser Land zu bekommen? Und nach dieser beispiellosen Anstrengung wurde verkündet, dass die Vereinigten Staaten auf dem vierten Platz landeten. Das hätte er wissen müssen, bevor er so einen peinlichen Auftritt hinlegt. Die Liste der Demütigungen ließe sich fortsetzen. Präsident Obama schaut hilflos mit an, wie Nordkorea seine Aggression verstärkt und seine nukleare Reichweite sogar noch erweitert. Unser Präsident hat es China erlaubt, seinen wirtschaftlichen Angriff auf amerikanische Jobs und amerikanischen Wohlstand fortzusetzen, indem er sich weigerte, Handelsregeln durchzusetzen – oder den notwendigen Druck auf China auszuüben, um Nordkorea in die Schranken zu weisen. Er hat China sogar erlaubt, unsere Regierungsgeheimnisse mit Cyberattacken zu stehlen und Industriespionage gegen die Vereinigten Staaten und ihre Unternehmen zu betreiben. Wir haben unsere Gegner und Herausforderer in dem Glauben gelassen, dass sie sich alles erlauben können. Falls es Präsident Obamas Ziel gewesen sein sollte, Amerika zu schwächen, hätte er das nicht besser hinkriegen können. 21

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