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COMPACT Edition 4 "Krieg und Frieden"

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Trumps Reden auf Deutsch

27. April 2016,

27. April 2016, Washington, D. C. Bild links: Dieses Graffiti im litauischen Wilna spielt offensichtlich auf das berühmte Bild von Breschnew und Honecker an. Foto: picture alliance / AP // Bild rechts: «Herr der Schweine»: Titelzeile am 20. Februar 2016. Foto: Daily News Und schließlich hat Amerika kein klares Verständnis mehr von den Zielen seiner Außenpolitik. Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion fehlt es uns an einer schlüssigen Außenpolitik. Heute bombardieren wir Libyen und werden einen Diktator los, um für die Bürger Demokratie aufzubauen. Morgen schauen wir zu, wie dieselben Bürger leiden, während ihr Land auseinanderfällt. Wir sind eine humanitäre Nation. Aber das Vermächtnis der Obama- Clinton-Interventionen werden Schwäche, Verwirrung und Unordnung sein. Wider den radikalen Islam Durch uns ist der Nahe Osten instabiler und chaotischer geworden als je zuvor. Wir haben Christen erbitterter Verfolgung und sogar Völkermord ausgesetzt. Unsere Handlungen im Irak, in Libyen und in Syrien haben geholfen, den IS zu entfesseln. Und wir befinden uns in einem Krieg mit dem radikalen Islam. Aber Präsident Obama spricht den Namen des Feindes noch nicht einmal aus! Hillary Clinton weigert sich ebenso die Worte «radikaler Islam» zu sagen. Selbst, wenn sie auf einen massiven Anstieg von Flüchtlingen drängt. Nach Außenministerin Clintons gescheiterter Intervention in Libyen zerstörten islamische Terroristen in Bengasi unser Konsulat und töteten unseren Botschafter und drei tapfere Amerikaner. Und anstatt in jener Nacht die Führung zu übernehmen, entschied sich Hillary Clinton dafür, nach Hause zu gehen und zu schlafen! Unfassbar! Clinton schiebt die ganze Schuld auf ein Video – eine Ausrede, die eine komplette Lüge war. Unser Botschafter wurde ermordet, und unsere Außenministerin hat die Nation getäuscht. (…) Und jetzt macht der IS allwöchentlich Millionen Dollar durch den Verkauf libyschen Öls. Wenn ich Präsident bin, wird sich das ändern. 22 All unseren Freunden und Verbündeten sage ich, dass Amerika wieder stark sein wird. Amerika wird wieder ein zuverlässiger Freund und Verbündeter sein. Wir werden endlich eine schlüssige Außenpolitik haben, die auf amerikanischen Interessen und den gemeinsamen Interessen unserer Verbündeten fußt. Wir ziehen uns aus dem Geschäft des Demokratieaufbaus zurück und konzentrieren uns stattdessen darauf, Stabilität in der Welt zu schaffen. Wir waren immer am stärksten,

27. April 2016, Washington, D. C. wenn wir trotz aller Differenzen zusammengearbeitet haben. Wir brauchen eine neue, rationale US- Außenpolitik, die von den besten Köpfen geprägt ist und durch beide Parteien sowie unsere engen Verbündeten unterstützt wird. So gewannen wir den Kalten Krieg, und so gewinnen wir auch unsere neuen und zukünftigen Kämpfe. Erstens brauchen wir einen Langzeitplan, um die Verbreitung und Reichweite des radikalen Islams einzudämmen. Das muss ein Hauptziel der Außenpolitik der Vereinigten Staaten sein. Die Geschehnisse mögen den Gebrauch militärischer Mittel notwendig machen. Doch wie unser langer Kampf im Kalten Krieg ist auch das ein Kampf der Weltanschauungen. In ihm werden wir eng mit unseren Verbündeten in der muslimischen Welt zusammenarbeiten. Sie alle sind von radikaler islamischer Gewalt gefährdet. Wir sollten mit jeder Nation aus dieser Region zusammenarbeiten, die durch den Aufstieg des radikalen Islams bedroht ist. Aber das muss ein Geben und Nehmen sein – sie müssen auch gut sein zu uns und sich auf uns und alles, was wir für sie tun, besinnen. Der Kampf gegen den radikalen Islam findet auch in unserer Heimat statt. Es gibt eine große Zahl kürzlich eingereister Migranten innerhalb unserer Grenzen, die des Terrorismus beschuldigt werden. Auf jeden bekannten Fall kommen Dutzende weitere. Wir müssen aufhören, Extremismus durch sinnlose Einwanderungspolitik zu importieren. Eine Atempause zur Neubewertung der Lage wird uns helfen, das nächste San Bernardino [Anschlag am 2.12.2015] oder Schlimmeres zu vermeiden – Sie müssen sich nur das World Trade Center und den 11. September ansehen. Dann gibt es noch den IS. Ich habe eine einfache Botschaft an seine Kämpfer. Ihre Tage sind gezählt. Ich werde ihnen nicht sagen wo, und ich werde ihnen nicht sagen wie. Wir müssen als Nation unberechenbarer werden. Jedenfalls werden wir ihnen ein Ende bereiten. Und zwar bald. US-Bodentruppen im Jahr 2014 auf dem Weg nach Litauen. Das Militärbündnis nutzt dort vor allem den Fliegerhorst Siauliai. Foto: U.S. Air Force photo / Staff Sgt. Sara Keller 23

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