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COMPACT Edition 4 "Krieg und Frieden"

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Trumps Reden auf Deutsch

Beim Anschlag auf den

Beim Anschlag auf den Schwulenclub Pulse in Orlando am 12.6.2016 starben 49 Menschen. Das Motiv des afghanischen Täters Omar Mir Seddique Mateen ist nicht vollständig geklärt, sein Vater sympatisierte allerdings öffentlich mit den Taliban – und mit Hillary Clinton. Foto: DHS/Jetta Disco In Europa mussten wir erleben, wie die gleichen Massaker, das gleiche Blutvergießen unseren engsten Verbündeten angetan wurden. Die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo wurde im Januar 2015 attackiert, weil sie Karikaturen des Propheten Mohammed abgedruckt hatte. Zwölf Menschen wurden getötet, darunter zwei Polizisten. Es gab elf Verletzte. Zwei Tage später wurden vier weitere Menschen in einem jüdischen Supermarkt ermordet. Im November 2015 schlachteten Terroristen bei einem Amoklauf in Paris 130 Menschen ab und verletzten 368. Frankreich leidet massiv, der gesamte Tourismus ist davon schwer betroffen. Im März dieses Jahres zündeten Terroristen eine Bombe am Flughafen von Brüssel; sie töteten 32 und verletzten 340 Menschen. Im Juli verwandelte ein islamischer Terrorist einen LKW in ein Instrument des Massenmords, mit dem er im Süden Frankreichs 85 Männer, Frauen und Kinder überrollte und 308 Menschen verletzte. Unter den Toten waren zwei Amerikaner, ein Vater aus Texas und sein elfjähriger Sohn. Vor ein paar Wochen schlug ein Flüchtling in Deutschland bei einer grausamen Attacke in einem Zugabteil um sich – mit einer Axt – und verletzte fünf Menschen. Erst vor wenigen Tagen stürmte ein IS-Killer eine christliche Kirche in der Normandie in Frankreich, zwang einen 85-jährigen Priester auf die Knie und schlitzte ihm vor den Augen seiner Gemeinde die Kehle auf. 42 In Übersee hat der IS eine unfassbare Gräueltat nach der anderen begangen. Kinder wurden abgeschlachtet, Mädchen in die Sklaverei verkauft, Männer und Frauen bei lebendigem Leibe verbrannt. Kreuzigungen, Enthauptungen, Ertränkungen. Ethnische Minderheiten, die ins Fadenkreuz des Massenmordes gerieten. Heilige Stätten entweiht. Christen, die aus ihren Häusern vertrieben und der Vernichtung ausgesetzt werden. In einer Genozidkampagne stellt der IS alles, was er die «Nation des Kreuzes» nennt, an die Wand. Wir können dieses Böse nicht weiter gewähren lassen. Und wir dürfen der hasserfüllten Ideologie des radikalen Islams – seiner Unterdrückung von Frauen, Schwulen, Kindern und Ungläubigen –, nicht erlauben, sich in unserem Land einzunisten oder auszubreiten.

15. August 2016, Youngstown, Ohio Wir werden den radikalislamischen Terrorismus besiegen, genau so wie wir jede andere Bedrohung ausgeschaltet haben, mit der wir je zuvor konfrontiert waren. Doch wir werden ihn nicht mit verschlossenen Augen oder verstummten Stimmen besiegen. Jemand, der unseren Feind nicht benennen kann, ist nicht fähig, dieses Land zu führen. Jemand, der nicht in der Lage ist, den Hass, die Unterdrückung und die Gewalt des radikalen Islams zu verurteilen, hat nicht den moralischen Durchblick, der nötig ist, um Präsident zu sein. Die Fehler der Vergangenheit Der Aufstieg des IS ist das direkte Resultat politischer Entscheidungen, die von der Obama- Administration und Ministerin Clinton getroffen wurden. Schauen wir zurück auf den Nahen Osten Anfang 2009, bevor Obama und Clinton die Macht übernahmen. Libyen war stabil. Syrien war unter Kontrolle. Ägypten wurde durch einen säkularen Präsidenten regiert, der ein Verbündeter der Vereinigten Staaten war. Die Gewalt im Irak begann, sich zu verringern. Die Gruppe, die wir heute als IS bezeichnen, war nahe daran, ausgerottet zu werden. Der Iran wurde mit Sanktionen im Zaum gehalten. Spulen wir vor in die Gegenwart. Was haben die Entscheidungen von Obama und Clinton gebracht? Libyen liegt in Trümmern, unser Botschafter und drei weitere tapfere Amerikaner sind tot, und der IS hat ein neues Operationsgebiet erhalten. Syrien steckt mitten in einem desaströsen Bürgerkrieg. Der IS kontrolliert weite Teile des Territoriums. Und heute bedroht eine Flüchtlingskrise Europa und die Vereinigten Staaten. In Ägypten haben Terroristen in der Sinai-Region Fuß gefasst, nahe dem Suez-Kanal, einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Der Irak versinkt im Chaos, und der IS kann schalten und walten, wie er will. Der IS hat sich über den Nahen Osten verteilt und überzieht den Westen. 2014 operierte der IS in etwa sieben Nationen. Heute ist er in 18 Ländern voll einsatzfähig und breitet sich auf sechs weitere aus – was insgesamt 24 Länder macht –, manche meinen sogar, dass es noch mehr sind. Die Lage ist wahrscheinlich schlimmer, als die Öffentlichkeit ahnt. Ein aktueller Kongressbericht deckt auf, dass die Regierung das Wachstum des IS heruntergespielt hat. 40 Prozent der Analytiker sagen, dass sie erlebt haben, wie ihre Ergebnisse verfälscht werden sollten. Gleichzeitig versucht der IS, Flüchtlingsströme nach Europa und in die USA zu schleusen. Iran, der weltweit größte staatliche Finanzier von Terrorismus, wird gerade mit 150 Milliarden Dollar Cash versorgt, die die Vereinigten Staaten freigegeben haben – plus weiteren 400 Millionen an Erpressungsgeldern. Am schlimmsten aber ist, dass das Nuklearabkommen den Iran – die Nummer eins unter den staatlichen Unterstützern des radikalislamischen Terrorismus – auf den Weg zur nuklearen Bewaffnung bringt. Kurz: Die Außenpolitik der Obama-Clinton-Regierung hat den IS entfesselt, den Nahen Osten destabilisiert und die iranische Nation – welche «Tod den USA!» ruft – in eine dominante Position als Regionalmacht gehievt, mit der Aussicht, zu einer starken Weltmacht zu werden. All das begann 2009 mit dem, was heute als Präsident Obamas globale «Entschuldigungs-Tournee» bekannt geworden ist. In einer Reihe von Ansprachen hat er Amerika als «arrogant», «herablassend», «verächtlich» sowie als «Kolonialmacht» bezeichnet. Er informierte andere Länder darüber, dass er über Amerikas «Fehler der Vergangenheit» sprechen werde. Er versprach, dass wir nicht länger ein «senior partner» sein würden, der «Bedingungen zu diktieren sucht». CIA-Offiziere belehrte er, zu ihren Fehlern 43

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