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COMPACT-Magazin 01-2017

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Merkels letzter Kampf

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COMPACT Dossier Die Verharmloser «Der Fall der getöteten Studentin in Freiburg hat aus folgenden Gründen keinen Eingang in die heutige 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau gefunden: Bei aller Tragik für die Familie des Opfers hat dieser Kriminalfall eine regionale Bedeutung.» (ARD- Tagesschau auf ihrem Facebook- Account, 3.12.2016) «Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Flüchtling aus Afghanistan oder Syrien zu uns gekommen ist.» (Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender) «Solche Grausamkeiten werden leider von In- wie Ausländern begangen, das ist leider kein neues Phänomen.» (Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Vorsitzende) «(...) politisch widerlich und dümmer, als die Polizei erlaubt». (Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Vorsitzender, über Rainer Wendt, den Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft. Dieser hatte den Freiburger Mord auf die Probleme massenhafter Zuwanderung zurückgeführt.) gung, die durch eine monatelange Bauplatzbesetzung im nahegelegen Wyhl 1975/76 zum ersten Mal ein AKW verhinderte. Hier war ein Biotop für linke Kollektive und Lebensformen, die in zahlreichen besetzten Häusern ihre Zentren hatten. Hier war die Hochburg der freien Liebe, die die Freudianer von der Marxistisch-Reichistischen Initiative propagierten – und die des Kampfes gegen die bösen soldatischen Männer, den der Hobbyphilosoph Klaus Theweleit vor vollen Hörsälen predigte. Die exotische Mischung aus sexueller Libertinage einerseits, die andererseits durch feministischen Einspruch gezügelt wurde, gab gerade Frauen große Freiheiten: Sie konnten in Sommernächten die verführerischen Angebote des Nachtlebens nutzen und mussten vor Zudringlichkeiten weniger Angst haben als anderswo. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Revolte hat sich in ihrem eigenen Schwung überschlagen und ins Gegenteil verkehrt, wie so oft in der Geschichte. Dass Freiburg seit 2002 von einem grünen Oberbürgermeister regiert wird und seine Partei bei der letzten Landtagswahl mit satten 43,2 Prozent auftrumpfte, hat zwar allerhand ökologische Experimente beflügelt – etwa den Bau des neuen Stadtteils Vauban, wo sich die Bionade-Bourgeoisie in energieneutralen Häuschen eingerichtet hat. Aber die Dominanz der Multikulti-Ideologie hat die Idylle gleichzeitig wehrlos gegen die Gefahr von außen gemacht – gegen archaische Fremde, die Linke ebenso wie Christen als Ungläubige hassen und für die alle unverschleierten Frauen Schlampen sind, die man benutzen und wie Müll entsorgen kann. kaner aus Italien und der Schweiz mitbringen. Eine Gruppe von 40 – im Behördendeutsch – «unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen» (UMF) aus dem dunklen Kontinent hatte im Frühjahr 2014 monatelang «Anwohner und Passanten auf dem Stühlinger Kirchplatz regelrecht terrorisiert», meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nach 232 Straftaten von Januar bis Mitte Mai schien die Polizei die Lage im Griff zu haben, es gab eine Reihe von Verhaftungen. Doch da der Zustrom nie aufgehört hat – allein 2016 wurden über 600 der besonders gefährlichen UMFs in Freiburg untergebracht –, ist die Situation mittlerweile so schlimm wie zuvor. Umliegende Schulen müssen von einem Sicherheitsdienst geschützt werden, die Kinder gehen nur noch in Gruppen von zu Hause weg. Auf dem zentrumsnahen Platz mit seiner imposanten Kirche, der früher ein beliebtes Ziel von Spaziergängern und Nachtschwärmern war, traut sich heute nach Einbruch der Dunkelheit kein Weißer mehr. Obwohl allgemein bekannt ist, dass dort ausschließlich schwarze Drogengangs ihr Unwesen treiben, übt sich Polizeipräsident Bernhard Rotzinger im Vertuschen: «Wenn es Gambier sind, sind es Gambier, und wenn es Kaiserstühler sind, sind es Kaiserstühler», sagte er der örtlichen Badischen Zeitung (BZ) Anfang Dezember 2016. «Ich finde es überhaupt kritisch, abends in Freiburg rumzulaufen.» Chiara (18) 46 Noch ein Schock für Freiburg: Im nahen Endingen wurde Anfang November die Joggerin Carolin Gruber ermordet. Foto: picture alliance / ROPI Schon lange vor der Kölner Silvesternacht hat Freiburg die ersten Ausläufer der Asylanteninvasion zu spüren bekommen: Der Hauptbahnhof der Dreisamstadt ist der erste Halt für Züge, die Schwarzafri- Wie sehr die Angst grassiert, zeigt das abgestimmte Vorgehen aller Discotheken und Clubs: Schon seit Anfang 2016 haben sie ein generelles Zutrittsverbot für Flüchtlinge verhängt, nachdem ihre Sicherheitsleute den Übergriffen auf den Tanzflächen, aber auch in Toiletten nicht mehr Herr geworden sind. Männerrudel sollen einzelne Frauen eingekreist und KO-Tropfen in Getränke geschüttet haben. Wer weiß, wie gerne gerade das polyglotte Partyvölkchen in der «Black-is-beautiful»-Laune badet, kann sich vorstellen, was vorgefallen sein muss, bis es zu diesem Schritt kam. Doch damit ist die Gefahr nicht gebannt. «Wenn viele an der Tür abgewiesen werden, werden sie aggressiv, und das Problem verlagert sich auf die Straße», sagte ein Security- Mann der BZ. Die Folge der verstärkten Wegelagerei: Statt wie früher ganz entspannt von einer Bar zu nächsten zu flanieren, bewegen sich Frauen nur noch mit dem Taxi durch die Stadt und lassen sich direkt am Eingang absetzen. «Ich finde es überhaupt kritisch, abends in Freiburg rumzulaufen», klagte die 18-jährige Chiara L. in der Lokalpresse. Der öffentliche Raum gehört den Sex-Gangstern und ist für die Einheimischen zur No-go-Zone geworden.

«Das Verschweigen hat System» _ Jürgen Elsässer im Gespräch mit Ellen Kositza Ein Jahr nach der Kölner Silvesternacht: Die Publizistin Ellen Kositza beklagt in ihrem Buch «Die Einzelfalle» das Weglügen des muslimischen Frauenhasses durch die Medien – und das Versagen des Feminismus. Nach der kurzzeitigen Empörung über den Kölner Sex-Dschihad wurde die Angst der Frauen auf deutschen Straßen nicht mehr breit thematisiert. Hat das Ausmaß der Belästigungen durch Migranten abgenommen – oder wird von den Medien das meiste vertuscht? Die entsprechenden und quantitativ unverminderten Meldungen in Lokalzeitungen und auf diversen sozialen Netzwerken rauschen ja nur so durch! Dem Medienkonsumenten geht es wohl ein bisschen wie dem Anwohner einer vielbefahrenen Hauptstraße: Man nimmt den Verkehrslärm irgendwann gar nicht mehr richtig wahr. Der gehört halt dazu! Es gibt keine Schlagzeile mit Ausrufezeichen wegen «ein bisschen Grabscherei» oder einer Vergewaltigung. Was ich krass finde: nicht einmal bei noch Ärgerem! Dass ein Kurde in Hameln seine Frau gerade ans Auto gehängt und halb totgeschleift hat, konnte man als Meldung zwar kaum unterdrücken. Schauen Sie aber mal nach auf den Seiten des NDR und anderer Medien: Da ist von einem 38-jährigen Täter und einem 28-jährigen Opfer die Rede. Sonst noch irgendwelche Merkmale? Nö, was auch? Opfer wie Täter waren «deutsche Staatsbürger». So geht das! Für ähnlich schlimme, meist tödliche Fälle gibt es die Seite ehrenmord.de, die ich auch deshalb empfehle, weil sie erstens durch und durch seriös ist und weil zweitens die Macherin Uta Glaubitz keinesfalls unter «rechts»-Verdacht zu stellen ist. Nehmen wir aus den dort akribisch dokumentierten Fällen nur mal den November 2016: Da wäre Aysha, 50 Jahre alt, in Hamburg durch ihren türkischen Ehemann tödlich verbrüht; Tina, 36, in hochschwangerem Zustand von ihrem iranischen Ehemann erschossen; Roya, 41, in Bergen auf Rügen von ihrem syrischen Mann getötet; Asma, 27, Mutter von fünf Kindern, in Senftenberg von ihrem Mann ums Leben gebracht. Nur eine Auswahl! Aus einem Monat! Haben Sie auch nur von einem dieser schrecklichen Fälle in der Tagesschau gehört? Oder sonstwo in den Hauptnachrichten? Nein, oder? Dieses Verschweigen und Kleinhalten hat natürlich System. Die Spaltung des Feminismus Alice Schwarzer hat nach den Kölner Vorkommnissen vehement vor dem Frauenhass der Muslime gewarnt. War das ein Einzelfall – oder deutet sich angesichts der islamischen Bedrohung eine Spaltung des Feminismus oder der ganzen Political Correctness an? Die feministischen Kreise sind in dieser Hinsicht längst gespalten. Die Schwarzer hat ja das Etikett «Rassistin» schon lange vorher angeklebt bekom- Rapefugee-Rotten am Kölner Hauptbahnhof zu Silvester 2015. Foto: picture alliance / dpa Haben Sie auch nur von einem dieser schrecklichen Fälle in der Tagesschau gehört? 47

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