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COMPACT-Magazin 01-2017

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Merkels letzter Kampf

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COMPACT Kolumnen Von Flockens Helden _ Albertus Magnus «Viel Zeit ist erforderlich, um festzustellen, dass bei einer Beobachtung alle Täuschung ausgeschlossen ist. Es genügt nicht, die Beobachtung nur auf bestimmte Weise anzustellen. Man muss sie vielmehr unter den verschiedensten Umständen wiederholen, damit die wahre Ursache der Erscheinung mit Sicherheit ermittelt werden kann.» Allein 477 Tierarten beschrieb und klassifizierte Albertus um 1250 im Liber de animalibus (Buch über die Lebewesen). Das gesamte Werk des Gelehrten füllt 44 Bände. Ab 1262 leitete er, inzwischen vom Papst zum Bischof von Regensburg ernannt, eine Ordensschule in Köln, wo er bis zu seinem Tod 1280 mit kurzen Unterbrechungen tätig war. Unter seiner Leitung erlangte diese Schule einen hervorragenden Ruf und zog Studenten aus ganz Europa an. Als Nachfolger dieser Institution wurde 1388 die Universität Köln gegründet. Eine Berufung an die Pariser Sorbonne, wo er 25 Jahre zuvor zum Magister der Theologie promovierte worden war, lehnte Albertus 1269 ab. Sein bedeutendster Schüler, der große Thomas von Aquino, erlangte europaweit einen legendären Ruf. 62 Albertus Magnus etwa 1245 in Paris auf einem Gemälde von Ernest Board. Foto: Wellcome Library, London, CC BY 4.0 Foto: Kai-Homilius-Verlag _ Der Historiker Jan von Flocken ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien im Kai-Homilius-Verlag Der Fluch des Tempelritters (264 Seiten, 19,95 Euro, 2012). Man nannte ihn schon zu Lebzeiten «Doctor universalis» (allumfassender Lehrer). Tatsächlich zählte der um 1200 im schwäbischen Städtchen Lauingen geborene Kleinadelige und spätere Bischof zu den bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters. Albertus Teutonicus (Albert der Deutsche), wie er auch hieß, studierte an den damals renommiertesten Bildungsstätten in Venedig und Padua zunächst Theologie, Rechtswissenschaften sowie Medizin, ehe er 1223 dem Mönchsorden der Dominikaner beitrat. 1236 verfasste er seine ersten Schriften, wobei sich Albertus erstaunlicherweise immer weniger mit Problemen der Theologie befasste und stattdessen Bezug auf exakte Naturwissenschaften nahm. Er entdeckte das Werk des wichtigsten antiken Philosophen Aristoteles neu. Bis dato galten die Abhandlungen dieses universalen Denkers in der christlichen Welt wegen ihres heidnischen Ursprungs als verdächtig und anrüchig. Wie sein Vorbild Aristoteles widmete sich Albertus den Phänomenen von Medizin, Botanik, Chemie, Physik, Astronomie und Geografie. In seinem Buch De mineralibus (Über Gesteine) schrieb er: «Aufgabe der Naturwissenschaft ist es nicht, alles, was berichtet wird, einfach hinzunehmen. Sie hat vielmehr die Ursachen im Naturgeschehen selbst zu ergründen.» Stets betonte er die Notwendigkeit genauer Beobachtung und des Experimentes, um zu einer sicheren Erkenntnis zu gelangen: Das Volk verlieh dem Kleriker den Beinamen «Bischof Bundschuh.» Albertus, nun «magnus» (der Große) genannt, beschäftigte sich eingehend mit den Schriften von Aristoteles und Platon, unterzog sie einer gründlichen Untersuchung, kommentierte sie und widersprach ihnen gelegentlich aufgrund eigener sorgfältiger Beobachtungen. Die Summe seiner Erkenntnisse legte er in der Schrift De unitate intellectus (Über die Einheit des Verstandes) nieder. Die Gelehrsamkeit des deutschen Mönches schien manchen Zeitgenossen so unerklärlich, dass deswegen sogar ein Verdacht der Zauberei und schwarzen Magie gegen ihn erhoben wurde. Allerlei Unsinn kursierte, wie etwa die Legende, er habe eine heilige Hostie gezwungen, ihm sämtliche Geheimnisse der Natur zu enthüllen. Der Vatikan hielt aber stets seine schützende Hand über den großen Albertus. Dabei blieb der 1931 heilig gesprochene Kleriker ein demütiger und bescheidener Mensch, der seine Reisen fast nur zu Fuß unternahm. Selbst als Bischof trug er die typische Fußbekleidung der einfachen Bauern, weshalb das Volk ihm einen weiteren Beinamen verlieh: «Bischof Bundschuh.» Seine sterblichen Überreste sind heute in der Kölner Basilika Sankt Andreas beigesetzt.

COMPACT Kolumnen Sellners Revolution _ Kopf hoch! Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, das Land ist nicht verloren. Aber ich gebe zu: Es war enttäuschend, dass Norbert Hofer das Rennen um die Hofburg doch unerwartet deutlich verlor. Nach Donald Trumps Erfolg gingen wir recht hoffnungsvoll in den Wahlabend. Gerade als wir von der Identitären Bewegung (IB) der BBC ein Interview gaben, kamen die ersten Hochrechnungen herein – und die Niederlage stand fest. Gar nicht so leicht, in diesem Moment die Fassung zu bewahren! Nüchtern betrachtet gibt es aber keinen Grund zum Verzweifeln. Die FPÖ, welche bisher immer an einer magischen Grenze von 30 Prozent festhing, hat mit Hofer gegen den Block von Altparteien, Mainstreammedien und Wirtschaft mehr als 46 Prozent geholt. Aber warum nicht über 50 Prozent? Alle Umfragen zu Sachthemen – also Grenzsicherung, Islamisierung und Multikulti – zeigen glasklar: Die Mehrheit vertritt die Positionen der IB und der FPÖ. Wir wollen ein Ende der Masseneinwanderung, eine Festung Europa, eine christlich-abendländische Leitkultur und die Remigration der Illegalen. Warum gelang es nicht, diese Meinungsmehrheit in eine Stimmenmehrheit umzuwandeln? Die emotionale Barriere im Hirn der Leute hindert sie daran zu wählen, wie sie denken. Die Multikultimedien spielen virtuos auf der Klaviatur der Komplexe. Die Nazikeule wurde monatelang geschwungen, und pünktlich zum Wahlfinale wurde eine «emotionale Atombombe» gezündet: Eine 89-jährige Holocaust-Überlebende wurde für politische Zwecke instrumentalisiert, sie warnte vor einem «neuen Faschismus» durch Hofer. Die unverhohlene Botschaft: «Wer nicht Van der Bellen wählt, wählt Hitler.» Mit diesen moralischen Triggerpunkten werden Vernunft und Eigeninteresse gezielt ausgeschaltet. Das gelingt nur, weil keine starke Gegenöffentlichkeit dagegenhält. Der Skandal, dass man das halbe Volk als «Nazis» abstempelt, wird nicht angeprangert. Die perfide Taktik wird nicht bloßgestellt. Es fehlen Stimmen, Gesichter und Plattformen des Protests, die das patriotische Lager aus der Defensive führen. Unzählige Künstler, Intellektuelle, aber auch private Initativen zeigten im Lauf des Wahlkampfs Gesicht für Van der Bellen. Die meisten FPÖ- Wähler hofften dagegen im Stillen auf eine Wende. Aber diese stille Wende wird uns keiner schenken. Wir werden Europa nicht vor der Islamisierung und dem großen Austausch bewahren, indem wir alle paar Jahre ein Kreuz in einer Wahlzelle machen. Eine Wende braucht den Druck von der Straße. Die Umsetzung der Meinungsmehrheit in die Stimmenmehrheit braucht mehr als einen Wahlkampf. Sie braucht eine Bewegung. Die Zeit dafür drängt. Gegen uns steht der Faktor der «ethnischen Wahl». Der linksgrüne Kandidat der offenen Grenze schnitt dort am besten ab, wo die meisten Fremden an die Urnen gingen. Allein seit dem ersten Wahlgang im Mai kamen mit 49.000 Neuwählern viele Migrantenstimmen dazu, während tausende eher konservative Altwähler wegstarben. Das Prinzip ist einfach: Einwanderer wählen Einwanderungsparteien, die wieder mehr Einwanderer hereinholen – ein Teufelskreis, in dem die Demographie die Demokratie zerstört. Das Endergebnis lautet Islamisierung. Gegen diese Gefahr setzte die IB wenige Tage vor der Wahl in Wien ein Zeichen. Um zwei Uhr nachts wurde mithilfe eines Hebekrans der 20 Meter hohen Maria-Theresia-Statue im Herzen Wiens eine Burka angezogen. Die Aktion wurde ganz öffentlich mit Warnwesten und eingeschalteten Signalleuchten durchgezogen. CNN filmte live mit, und die Bilder gingen um die Welt. Diese Chuzpe, das freche und freie Auftreten, ist unsere Geheimwaffe gegen die emotionale Barriere und die Nazikeule. Mit jeder Aktion ermutigen wir alle, Gesicht zu zeigen. Redet, handelt und wählt, wie Ihr denkt! _ Martin Sellner ist einer der Köpfe der Identitären Bewegung Österreich. Regelmäßig veröffentlicht er aktuelle Videos auf seinem YouTube-Kanal. Das Denkmal steht seit 1888 an der Wiener Ringstraße. Das Reich der als Erste Dame Europas geltenden Maria Theresia (1717–1780) grenzte unmittelbar ans osmanische Besatzungsgebiet auf dem Balkan. Foto: iboesterreich.at Diese Chuzpe ist unsere Geheimwaffe gegen die Nazikeule. 63

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