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COMPACT-Magazin 03-2017

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Schulz wird Merkel

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COMPACT Titelthema Der Kopf der roten Bonzokratie _ von Martin Müller-Mertens 322.000 Euro geschätztes Jahreseinkommen: Der selbsternannte Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit ließ es sich in Straßburg gutgehen. Als EU-Parlamentspräsident soll Martin Schulz Günstlinge versorgt, Korruption gedeckt und öffentliche Gelder für seinen Wahlkampf missbraucht haben. Wie ein Cäsar schritt Martin Schulz auf die Bühne. Rund 1.000 Claqueure verwandelten das vielstöckige Atrium im Willy-Brandt-Haus in eine Arena. Nur vom 3,40 Meter hohen Denkmal des namensgebenden Übervaters überragt, verkündete der langjährige EU-Parlamentspräsident eine 58-minütige Heilsbotschaft an die sozialdemokratischen Herzen. Ihr Kern: Mit ihm an der Spitze wird die SPD die ewige Kanzlerin Angela Merkel herausfordern. «Ich bin sowohl gefühlt als auch faktisch der bessere Kandidat», gab sich der 61-Jährige – bezogen auf Sigmar Gabriel – am 29. Januar selbstbewusst. Für die Öffentlichkeit vollkommen überraschend hatte der amtsmüde Parteichef auf eine eigene Kandidatur verzichtet und unter Bruch des ursprünglichen Zeitplans den Neuling im Berliner Politikbetrieb vorgeschlagen. Sausack von Würselen Dass Schulz zum Retter der abstürzenden Sozialdemokratie aufsteigen, sogar nach dem Kanzlersessel schielen würde, war dem Rheinländer nicht in die Wiege gelegt. Für die Schule, zuletzt das katholische Heilig-Geist-Gymnasium, entwickelte Schulz wenig Neigung. Nach zweimaligem Sitzenbleiben verließ er sie 1974 mit der elften Klasse. Wohl mehr aus Not, denn aus tatsächlichem Interesse begann Schulz 1975 eine Lehre als Buchhändler. Etwa zu dieser Zeit griff er zur Flasche. «Ich habe alles getrunken, was ich kriegen konnte. Ich war ein Sausack», gesteht er im Rückblick. 1980 wollte er sich das Leben nehmen, angeblich hielten der Bruder und ein Bekannter ihn ab. «Ich habe alles getrunken, was ich kriegen konnte.» Martin Schulz Gestern Genosse der EU-Bosse, heute Sankt Martin: Den Imagewandel hat Schulz im Handumdrehen hinbekommen. Foto: picture alliance / BeckerBredel 11

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