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COMPACT-Magazin 03-2017

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COMPACT Politik Ralf Jäger können derartige Nachrichten nicht schrecken. Entschieden wehrt er sich gegen die Behauptung, es gäbe rechtsfreie Räume. Dass die Familienclans aus dem Libanon das staatliche Gewaltmonopol unter sich aufgeteilt haben, bestreitet er. Das Wort «No-go-Areas» mag er überhaupt nicht. Weil es, so Jäger, «einfach keine No-go-Areas in NRW gibt». Dass seine Polizisten zu Bagatellfällen in Mannschaftsstärke ausrücken müssen, um sich vor arabischen und kurdischen Großfamilien zu schützen, die sich binnen weniger Minuten zusammenrotten, hat er anscheinend noch nie gehört. Immerhin räumte Jäger in einer Landtagsdebatte kürzlich ein, dass es in den Städten «Angsträume» gibt, in denen sich die Bevölkerung verunsichert fühlt: «Etwa in dunklen oder schlecht einsehbaren Ecken oder Gegenden mit heruntergekommenen Häusern.» Folgt man der Betrachtungsweise des Ministers, heißt das wahrscheinlich: Selbst schuld, wenn ein dummer Deutscher da noch wohnt. Den Ratschlag eines Bürgers, sich doch einmal ohne Personenschützer von der Nicht-Existenz der No-go- Areas in Duisburg, Dortmund, Düsseldorf, Essen und anderen Städten zu überzeugen, befolgte Jäger bislang nicht. Er wird dafür seine Gründe haben. Ein Poser, ein Blender Was Jäger perfekt beherrscht, ist die Selbstinszenierung – sie soll über seine Flops hinwegtäuschen. Deshalb ließ er sich vor Jahren als Erfinder des «Blitzer-Marathons» feiern. Tausende Polizisten mussten sich seitdem regelmäßig hinter Mauern, Büschen und Hecken verstecken, um Raser zu disziplinieren. 24 Stunden lang – rund um die Uhr – wurde medienwirksam geblitzt. «Je lauter die Leute pfeifen, umso besser spiele ich.» Oliver Kahn, zitiert von Jäger 1982 trat er den Sozis bei. Passend zu diesem Schritt bastelte sich Jäger eine niedliche Legende zurecht, die er noch heute auf seiner Homepage zum Besten gibt. Die von Helmut Kohl ausgerufene «geistig-moralische Wende» habe ihn damals geärgert: «Deshalb habe ich spontan bei der SPD angerufen.» Inzwischen ist dieser Mann für die Bürger ein Sicherheitsrisiko – und für die SPD eine Belastung. Mit Blick auf ein drohendes Desaster bei der Landtagswahl am 14. Mai wären vermutlich viele Genossen froh gewesen, hätte Jäger wieder «spontan» zum Telefon gegriffen – und seinen Rücktritt erklärt. Der Jäger-90, um im militärischen Sprachjargon zu bleiben, ist anno 2017 im unkontrollierten Sturzflug. Doch jetzt ist es zu spät. Der Einzige, der das nicht wahrhaben will, ist der Minister selbst. Er marschiert mit strammen Schritten durch die langen Flure des Düsseldorfer Landtags und baut sich breitbeinig vor jedem Mikrofon auf, das ihm unter die Nase gehalten wird. Es ist eine Selbstinszenierung mit entschlossenem Blick und markigen Worten, die allerdings immer so rüberkommt, als wäre sie gerade erst vor dem Spiegel geübt worden. In einem Interview mit dem Westfälischen Anzeiger verglich sich Jäger mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Oliver Kahn: «Der hat mal gesagt, je lauter die Leute pfeifen, umso besser spiele ich. Dieser Haltung kann ich einiges abgewinnen.» Dieser Pose konnten die 40.000 Polizistinnen und Polizisten in NRW schon lange nichts mehr abgewinnen. Vor allem, weil er jegliche Schuld generell auf andere abwälzte – vornehmlich auf Untergebene. «Das machte er sich zu einfach», so Erich Rettinghaus, der NRW-Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Rettinghaus ist ein ausgesprochen höflicher Mensch. Er hätte wohl genauso gut sagen können: «Die Kolleginnen und Kollegen haben von Jäger einfach nur noch die Schnauze voll.» Jäger und der Sex-Dschihad Zwei Polizisten sagten im Mai 2016 vor dem Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtages zu den Sexkrawallen an Silvester in Köln aus. Demnach hätten sie am Neujahrstag 2016 auf «Wunsch aus dem Ministerium» – gemeint war das von Jäger geführte NRW-Innenministerium – das Wort «Vergewaltigung» aus ihrem Bericht streichen müssen. Kriminalhauptkommissar Jürgen H. nahm Bezug auf einen Anrufer aus der Polizei-Landesleitstelle, der die Meldung über die Vorkommnisse kritisiert und wörtlich gesagt haben soll: «Das sind doch keine Vergewaltigungen. Diesen Begriff streicht Ihr und storniert die WE [Wochenend]-Meldung. Die schreibt Ihr am besten ganz neu.» Das Ministerium wies die Darstellung zurück und behauptete, es habe dieses Telefonat nie gegeben. Zwischen November 2015 und Februar 2016 stieg die Zahl der Kleinen Waffenscheine um 21.000. Foto: picture alliance / Winfried Rothermel Razzia in Düsseldorf 2016. Foto: picture alliance / dpa Forsch und schneidig trat Ralf Jäger schon 2010 auf, als er in das Düsseldorfer Innenministerium einzog. Die Genossen waren begeistert – so einen rotzfrechen Kerl hatten sie gesucht. Schnell bekam der Mann aus Duisburg den Spitznamen «Jäger-90» – in Anlehnung an eine frühe Bezeichnung des Kampfjets Eurofighter. Außerdem passte er wunderbar ins Klischee der SPD. Seine Vita ließ sich gut verkaufen. Jäger kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Der Vater war früh gestorben. Die Mutter führte eine Kneipe, in der Sohn Ralf gerne aushalf und für die Duisburger Stahlkocher Bier zapfte. Als einziger seiner vier Geschwister machte er das Abitur. 25

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