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COMPACT-Magazin 03-2017

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Schulz wird Merkel

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COMPACT Dossier mente in Stellung bringen will, darf von ihm keine Gnade erwarten. Macht er Amerikas Debattenkultur great again? Die besonders an US-Universitäten grassierenden Hate-Speech-, Trigger-Warning- und Rape Culture-Debatten – wo potenziell jedes politisch unkorrekte Wort als Hassverbrechen, jede unbequeme Meinung als Zumutung, jeder Flirt auf dem Campus als versuchte Vergewaltigung gewertet werden – kennzeichnet der Provokateur als böswillige Erfindungen jenes linken Gendermilieus, das seine Macht mittels Sprachpolizei und Angst vor Diffamierung ausbauen und die Gesellschaft spalten will. 48 Bei linken Ausschreitungen gegen Yiannopoulos am 1. Februar an der Universität Berkeley entstand ein Schaden von etwa 100.000 Dollar. Foto: picture alliance / abaca Yiannopoulos’ Autobiographie erscheint im März 2017. Foto: Simon & Schuster «Der glamouröseste Superbösewicht im Internet». Milo über sich selbst der Bewegung Black-Lives-Matter (Schwarze Leben zählen) die USA und ganz besonders die Polizei als rassistisch durchseucht bezeichnen, bei Protesten sogar zu Gewalt gegen «Bullen» aufrufen, randalieren und plündern, geht der Polit-Entertainer auf die Barrikaden. Sein Konter: «Blue Lives Matter, too!» – die Leben der blauuniformierten Polizisten zählen auch! Systemischer Rassismus ist für Milo ebenso eine vom linken Milieu fabrizierte Fiktion wie die Behauptung von Schwulenverbänden, das System wolle ihnen an den Kragen. «Uns Schwulen geht’s gut», sagt er. Die hysterischen Forderungen demokratischer Minderheitenpolitik sind für ihn nichts als ideologische Placebos, die die wirklich wichtigen Themen verdecken: Wirtschaft, Migration, Meinungsfreiheit. So zahlreich seine Gegner, so dünn ihre Argumente: Mal wird mit Exkrementen geworfen, mal stürmen linke Aktivisten, kreischende Feministinnen oder schwarze Randalierer auf die Bühne, schnappen sein Mikro, skandieren ihre Slogans. Zwischenrufe gibt’s ständig. An der Universität von Mexiko redete er kürzlich Tacheles zum Thema Islam, zur «Unterdrückung von Frauen unter Scharia-Gesetzgebung» – prompt sprang eine verschleierte Muslima auf und brüllte los. Seine Fans hielten mit «USA! USA! USA!» dagegen. Das besondere bei Milo: Seine Kritiker werden nicht ignoriert, sondern in die Show integriert, dürfen ihre Kritik ausformulieren, wenn sie nicht vorher die Flucht antreten. Milo läuft niemals davon. Es sind die Momente direkter Konfrontation, in denen der Darling der patriotischen Bewegung glänzt. Wer mit seiner brutalen Ehrlichkeit nicht leben oder keinen Humor vertragen kann, wer Logik für verzichtbar hält, stattdessen blinde Empörung oder die eigenen verletzten Gefühle als Totschlagargu- Hate Speech – also sogenannte Hassrede – wird an vielen Unis heute wie ein Straftatbestand behandelt, die Meinungsfreiheit dem Recht auf emotionale Unversehrtheit leicht erregbarer «Student*innen» untergeordnet. Milo macht diesem Wahnsinn ein Ende – durch gezielten Tabubruch. Ob er damit die politisch korrekte Dünnhäutigkeit therapieren kann? Einmal stört eine junge Frau seine Vorlesung mit der Begründung, Milo habe ihre Gefühle verletzt. Seine Antwort? Schroff und ehrlich: «Scheiß auf Deine Gefühle!» Als Journalist unbequem, als Kommentator tödlich – Milo sagt einfach, was er denkt. Und er sagt es, wie er gerade lustig ist. Dafür feiern ihn die begeisterten Massen im Hörsaal und über eine Million Facebook-Fans wie den Messias. Auch auf seinem Youtube-Kanal ist die Hölle los. Über 500.000 Menschen haben ihn bisher abonniert. Von Twitter bekam er bereits die Höchststrafe: Sperre auf Lebenszeit. Er hatte eine der afroamerikanischen Hauptdarstellerinnen des neuen Ghostbuster-Films, Leslie Jones, als «Dude» (Kerl) beziehungsweise «Gorilla» bezeichnet. Prompt griff die Twitter-Sprachpolizei ein, damit durch seine Hassverbrechen keine weiteren unbeteiligten Seelchen verletzt werden. Konservativ ist wieder cool Weder in den USA noch hierzulande haben die Massenmedien ein Mittel gegen Milo gefunden. Ein schwuler, katholischer Rechtspopulist und Trump-Fan jüdischer Herkunft – hat es je einen vergleichbaren Quertreiber gegeben? Weltweit sind die linksliberalen, globalistischen Medienhäuser mit Milo und seiner Breitbart-Redaktion auf Kriegsfuß. Deutschlands transatlantische Postillen eilen der US-Journaille bereitwillig zu Hilfe. Der Spiegel nennt ihn Ende Januar despektierlich den «Trump- Posterboy». «Schwul, cool und extrem rechts» soll er sein. Der will nur hetzen – so die Analyse sinngemäß. Die Süddeutsche Zeitung schließt sich diesem Duktus an und titelt Anfang 2017 dröge: «Der Cover-Boy der alternativen Rechten.» Im Fließtext dasselbe staubtrockene Moralgehubere, gepaart mit geheuchelter Empörung – wenig originell, aber voll

COMPACT Dossier auf Linie. Ausgerechnet linksaußen-Publikationen wie Jungle World beschweren sich am lautesten über seine «Frechheit» und die ständige «Verletzung der Etikette», aus der Milo eine Tugend gemacht hat. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verpasste Milo Ende 2016 den Titel «Zeremonienmeister des Hasses», der wenigstens seiner steigenden Popularität und seinen Entertainer-Qualitäten gewissen Respekt zollt. Die Inflationierung der «Hass»-Vokabel offenbart erneut jene aktuell populärste Diffamierungsstrategie, die im linksliberalen Milieu praktiziert wird und offenbar auch ehemals konservativen Zeitungen brauchbar erscheint: Emotionen statt Argumente. Dass Milo bei seinem Besuch der Ohio State University in Columbus Hillary Clinton als «Kriegshetzerin» und «ultimative Heulsuse» bezeichnete, fand der FAZ-Redakteur gar nicht lustig. Noch viel weniger amüsant war für ihn, was Milo zur Flüchtlings- und Islamthematik beisteuerte: Deutschland sei durch den Zustrom der Neusiedler eine «Horror-Show», ein Land, das zur «Vergewaltigungszentrale Europas» verkommen ist. Auch in den USA wird Kritik am Islam gerne als Rassismus dargestellt. Milo aber denkt gar nicht daran, sich von solchen Unterstellungen bremsen zu lassen – und durchbricht damit die vom Establishment hochgezogene Mauer des Schweigens. «Gefährliche Schwuchtel» on Tour Die Massenmedien geben sich ahnungslos darüber, was den Erfolg des Troublemakers ausmacht. Die Antwort ist aber einfach: Amerika! Was er verkörpert, sind die alten Werte, die Millionen von amerikanischen Patrioten ins Herz geschrieben sind und das Land einst großgemacht haben: Freiheit, Familie, Vaterland. Wenn der Provokationskünstler spricht, lacht Amerikas junge Generation über ein linksglobalistisches Establishment, dass vielen gestern noch bedrohlich oder allmächtig vorkam. Sein wohl größtes Verdienst: Er bringt konservativer Politik den Spaß zurück! Rechts ist wieder cool, Meinungsfreiheit wieder heilig. Seine Shows sind witzig, explosiv, befreiend, besonders für jene, die sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter in die rechte Ecke gedrängt gefühlt haben. «Liberal Tears» – also die Tränen der linksliberalen Weltverbesser – sind Milos süßer Nektar. Und er kostet jeden Tropfen aus. Hillary bezeichnet er als «Kriegshetzerin» und «ultimative Heulsuse». Seiner aktuellen Vortragsreise durch die Vereinigten Staaten hat Milo den wohlklingenden Namen «Dangerous Faggot-Tour» (Gefährliche Schwuchtel-Tour) verliehen. Sein Auftreten als homosexueller Mann polarisiert und hat etwas Tuntenhaftes. Es gehört zur Show dazu und ist als Statement zu verstehen: Hier stehe ich und kann nicht anders! Plus: Wenn’s Euch nicht gefällt, Pech gehabt! Seine demonstrativ zur Schau gestellte Sympathie für den neuen US-Präsidenten ist wohl der Hauptgrund, warum sich der blanke Hass des Establishments auf ihn konzentriert. Milo nennt ihn liebevoll «Daddy» – weil er einem manchmal peinlich sei, er hin und wieder komische Dinge sage und es doch immer gut mit einem meine. Im Publikum sind Trump- Anhänger in der Überzahl. Viele trauen sich erst seit Milo, ihre roten Schirmmützen mit der Aufschrift «Make America Great Again» in der Öffentlichkeit zu tragen. Milo hat der Freiheit eine Schneise geschlagen, Millionen folgen ihm auf diesem Pfad. Kreuzzug gegen Political Correctness Abriss der Vortragstitel von Milo Yiannopoulos ■ Amerika verdient Grenzen ■ Warum die Demokraten die Arbeiterklasse verloren haben ■ Warum hässliche Menschen mich hassen ■ Internetmobbing ist nicht real ■ Meister-Hetzer: Wie die Liberalen Amerikas Rassenkrieg am Leben halten ■ Über messerstechende Muslime, Zensur auf dem Campus und Daddys Amtseinführung ■ Was Trump bedeutet ■ Feminismus und Islam – die unheilige Allianz ■ Feminismus ist ein Krebsgeschwür für Männer…und Frauen ■ Zehn Dinge, die ich am Islam hasse ■ Warum die Lügenpresse stirbt «Tunichtgut» Yiannopoulos beim Mauerbau. Foto: Screenshot Youtube Anzeige Frühjahr 2017 | 5 Tage | 03.05.-07.05.2017 Burgen, Schlösser und Festungen in Böhmen Melnik · Prag · Theresienstadt · Königgrätz · Reichenberg · Friedland Leserreisen 2017 Herbst 2017 | 6 Tage | 03.10.-08.10. 2017 Vom Oberlauf der Weichsel durch Galizien in die Ukraine Sandomierz · Zamosz ´´ · Lemberg · Przemysl ´ · Krakau Selbstverständlich gibt es wieder eine durchgehende deutsche Reiseleitung von History-Tours und dem COMPACT-Reiseleiter P. Feist sowie örtlichen Fremdenführern. Das genaue Leistungsverzeichnis finden Sie unter reise.compact-online.de. Dort können Sie die Reisen ab sofort buchen. Jetzt anmelden!

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