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COMPACT-Magazin 03-2017

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COMPACT Leben Der Mörder ist immer der Deutsche _ von Bernd Schumacher Sonntag für Sonntag versauern uns GEZ-gebutterte Fernsehmacher die Krimireihe Tatort mit rot-grüner Gutmenschenpädagogik. Von Hamburg bis München steht eines immer fest: Der Ausländer war’s nie. Langweiliger geht’s nicht. Künast und Roth – so könnte getrost der Name des neuesten Tatort-Ermittlerteams lauten. Neben der Lindenstraße ist die bald 50-jährige Kultserie zur zweiten Speerspitze rot-grüner Volksbelehrung geworden. Die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) reagierte auf geradezu staatstragende Art auf den ungeregelten Massenzustrom Kulturfremder. Nach Jubelberichterstattung in den Abendnachrichten, Sondersendungen und Politmagazinen sickerte das Flüchtlingsthema nach und nach ins erweiterte Programmschema und damit auch in Schmalzserien und TV-Krimis ein. Schon vor dem Schicksalsjahr 2015 meinten es die Tatort-Macher mit der Volkspädagogik zu gut. Seit Willkommenskultur Staatsdogma ist, werden dem Publikum jedoch immer offensiver Botschaften aufgetischt, welche direkt aus der Propagandaleitzentrale im Kanzleramt stammen könnten. Frau aufzuklären. Der Hauptverdächtige ist ein junger Asylant aus dem Senegal, der einen Brandsatz auf einen Friseursalon geschleudert haben soll. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, wendet sich die Geschichte in die politisch korrekte Richtung: Nach unappetitlichen Ermittlungen im «braunen Sumpf» (Fernsehkritik der Rheinischen Post) machen die Ermittler schlussendlich drei junge deutsche Frauen dingfest. Die Damen wirken intelligent, brav und sittsam, haben sich jedoch schon durch das Singen von deutschen Volksliedern schwer verdächtig gemacht. Die Täterinnen gehören den sogenannten Kongruenten an, was eindeutig eine Anspielung auf die Identitäre Bewegung (IB) sein soll. Somit werden selbst Patrioten unter Generalverdacht gestellt, die sich explizit von Gewalt distanzieren – passend zu der IB-Beobachtung durch den Verfassungsschutz in einigen Bundesländern. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär ermitteln für den WDR-Tatort – in der Folge «Die Wacht am Rhein» (2017) ausnahmsweise auch mal kurz gegen Nafris. Spiegel Online sinnierte in der Sendekritik, ob man dem GEZ-Krimi Rassismus vorwerfen könne. Foto: WDR/Thomas Kost Die Täter hatten sich durch das Singen von deutschen Volksliedern verdächtig gemacht. Erbarmen, die Hessen kommen! «Land in dieser Zeit» lautet der bedeutungsschwangere Titel einer besonders moralinsauren Tatort-Folge, die am 8. Januar ausgestrahlt wurde. Die an sich tiefenentspannten Frankfurter Kommissare Janneke und Brix haben den Tod einer jungen Mir nichts, Dir nichts, dürfen hier zwischendurch auch schon mal drei blonde Männer auftauchen, die – von der Handlung völlig losgelöst – eine junge Muslima brutal niederschlagen. Einfach so. Hauptsache man bleibt sich dem Motto «Nicht der Ausländer ist gefährlich, sondern der böse Einheimische, den es permanent zu überwachen gilt», _ Bernd Schumacher, der Unterhaltungsexperte von COMPACT, schrieb in unserer Ausgabe 10/2016 über die Nazi-Vorwürfe gegen Kommissar Derrick. 53

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