Aufrufe
vor 7 Monaten

COMPACT-Magazin 04-2017

  • Text
  • Gruene
  • Deutschland
  • Compact
  • Deutschen
  • Politik
  • Merkel
  • Erdogan
  • Welt
  • Deutsche
  • Schweden
  • Volk
Kalifat BRD Feindliche Übernahme durch Erdogan und Co.

Alis im Wunderland _ von

Alis im Wunderland _ von Akif Pirincci 14 Die meisten Einwanderer aus der Türkei klammern sich irrational an die Identität ihres Herkunftslandes und verachten alles Deutsche. Die Regierung in Ankara weiß darüber exzellent Bescheid und fördert die aggressive Ablehnung jeder Form von Integration nach Kräften. Türkische Politiker sehen aus, als wären sie gerade vom Ziegenhüten kurz ins Parlament herabgestiegen. Zunächst einmal die simpelste und zugleich wichtigste Frage: Was geht uns die Scheiße überhaupt an?! Wieso müssen wir uns im Stundenrhythmus mit einem 3.500 Kilometer entfernt befindlichen Land beschäftigen, dessen Bruttosozialprodukt pro Kopf niedriger als das von Griechenland ist; das schon beim kleinsten wirtschaftlichen Schluckauf zu uns zum Betteln angerannt kommt, abgesehen davon, dass es noch bis vor ein paar Jahren Entwicklungshilfe von uns bekam (kein Witz); das ein Ingenieurstudium mit einem Allah-Studium gleichstellt und Frauenrechte dahingehend interpretiert, dass auch 13-jährige Mädchen heiraten dürfen; dessen angesagte Politiker samt ihren Ehefrauen so aussehen, als wären sie gerade vom Ziegenhüten in den anatolischen Bergen kurz ins Parlament herabgestiegen; von dem kein einziges Patent auf irgendwas zu vermelden ist; dessen Volksgenossen mehrheitlich auf eine Historie stolz wie bolle sind, welche rundweg aus Ausplünderung und Versklavung anderer Völker und dem islamischen Brett vorm Kopf besteht; dessen nach Deutschland eingewanderte Bürger bis zu 25 Prozent, und – wenn man die Eingebürgerten hinzurechnet – bis zu 40 Prozent arbeitslos und ohne einen Schulabschluss sind (bei Frauen über 50 Prozent); dessen hier geborene, aufgewachsene und in die deutsche Politik gegangene «Kinder» nix Besseres zu tun haben, als die Abschaffung ihres Gastlandes zugunsten eines islamischen Chaosstaates zu fordern; das Abermillionen ausgibt, um seine Landsleute in der Diaspora mit religiösem Dreck zu indoktrinieren; dessen Ausgewanderte führend in der Kriminalstatistik und im Schulversagerrang sind; dessen Oberhaupt sich allen Ernstes «Reis», also gottähnlichen Führer nennen lässt und auch solcherart mit diktatorischem Größenwahn regiert; und dessen Nutzen und Mehrwert für uns gleich Null ist… Kurz, weshalb um alles in der Welt verschwenden Politik und Medien hierzulande mit ihren kontinuierlichen Wasserstandsmeldungen über die Türkei und die Türken unsere Lebenszeit?

COMPACT Titelthema Dann ist da das Argument mit den Flüchtlingen, die uns die Türkei angeblich vom Halse hält. Allerdings ist die Sache ziemlich undurchsichtig, da die Menschenflut der letzten Jahre in unser Land nicht durch den sagenhaften «Türkei-Deal» etwa reduziert wurde, sondern durch die Schließung der Grenzen in den Balkanländern und die Errichtung von Zäunen. Für die Megakohle, welche unsere Regierung regelmäßig an die Türkei überweist, damit sie den gestrengen Schleusenwärter spielt, hätte man die Bundeswehr zehn Mal an unsere Grenzen abkommandieren und hundert Mal Zäune aus Gusseisen errichten können. Auch gibt es kaum Zahlen von Merkel & Co., die darüber Auskunft geben, wie viele sogenannte Flüchtlinge jeden Tag ganz bequem mit dem Flieger aus der Türkei nach Deutschland befördert werden. Aus welchem Blickwinkel man die Sache auch betrachtet, es ergibt keinen Sinn. Kein Mitleid für Deniz Yücel Viel einleuchtender ist jedoch ein anderes Argument, weshalb, wie es scheint, unser Schicksal von den Türken abhängt. Es ist jedoch ein Argument, das nicht einmal hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden darf. Dieses Argument lautet: Sie sind hier, millionenfach, mitten unter uns, und es sieht wirklich nicht danach aus, als hätten sie nach all den Jahrzehnten des Wurzelschlagens ihre alte türkische Haut abgestreift, sich assimiliert oder wären sonst wie eins geworden mit dem Volk, das sie einst großzügig aufnahm. Im Gegenteil, nicht wenige von ihnen hassen sogar diese «Köterrasse» aus tiefstem Grunde ihres Herzens und wünschen sich, dass sie aus ihrem eigenen Land verschwände, damit hier eine Mini-Türkei entstehen möge. DITIB-Zentralmoschee in Köln. Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) Die Mehrheit lehnt Erdogans Wahlkampf ab Sollten Wahlkampfauftritte der Türkei in Deutschland erlaubt sein? 9 22 55 4 10 15 So richtig begeistert wirkt sie noch nicht. Doch auch diese Teilnehmerin pilgerte am 18. Februar nach Oberhausen, wo der türkische Ministerpräsident Yildirim für das Verfassungsreferendum trommelte. Foto: picture alliance / Roland Weihrauch/dpa Der eingebildete Brückenkopf Nun ja, es gäbe da der Gründe viele, wollen uns die sogenannten Experten erklären. Denn die Türkei und die Türken wären nämlich wichtig, wenn nicht sogar oberwichtig. Angeblich sei das Land ein Vermittler zwischen den islamischen Staaten, die allerdings heute nur noch aus zerschossenen und gotteswahnsinnig gewordenen Müllhaufen und ein paar von amerikanischen Bombern geschützten Kunstgebilden bestehen, wo zufällig Öl sprudelt. Jedes Mal, wenn die Türkei ihre sogenannte Brückenkopf-und-Vermittler-Funktion ausüben wollte, ist es schiefgegangen. Ein Erfolg ist nirgends bekannt. Und dass sie in der NATO ist, ist heutzutage eher Anlass zur Sorge als zur Beruhigung für das Bündnis. Deniz Yücel hat in fast jeder seinen früheren Publikationen einen pathologischen Deutschenhass gepflegt. Ein schillerndes Bespiel hierfür ist Deniz Yücel, der seit seiner Inhaftierung in der Türkei mit Hilfe der Medien nachträglich und quasi über Nacht für die Öffentlichkeit ein «deutscher» Journalistengigant geworden ist, inklusive der ikonenhaften, ja, Che-Guevara-T-shirtigen Bebilderung seines Gesichts. Davor kannten den linksradikalen Politaktivisten, der in Wahrheit von jeher sowenig ein Journalist gewesen ist wie der Papst ein Rabbi, nur Eingeweihte aus der Medienbranche, eingefleischte Taz-Leser und ein paar Antifa-affine Hanseln. Aber als Reaktion auf die vulkanausbruchartigen Lobhudeleien auf den Türkei-Gefangenen und auf die Klageweibsgesänge seiner «Kollegen» tauchten relativ rasch irritierende Zitate vom guten Deniz im Netz auf, die ihn nicht gerade als einen zweiten Hanns Joachim Friedrichs auszeichnen. Dass er Thilo Sarrazin den Tod gewünscht habe und sich über das Verschwinden der Deutschen freue und ihnen alles Auf keinen Fall erlaubt Eher nicht erlaubt Eher erlaubt Auf jeden Fall erlaubt Weiß nicht / Keine Angabe Quelle: Statista _ Akif Pirincci (*1959) kam 1969 aus der Türkei nach Deutschland. Sein erstes Buch Tränen sind immer das Ende erschien 1980. Bekanntheit erlangte er mit seinem sogenannten Katzenkrimi Felidae (1989). Seit 2012 betätigt sich Pirincci vor allem als gesellschaftspolitischer Essayist und Kritiker. Sein Buch Deutschland von Sinnen (2014) über die privilegierte Stellung von Migranten und Schwulen machte ihn zur Hassfigur des Mainstream. Zuletzt erschien im Antaios-Verlag Akif auf Achse. «Das Schlachten hat begonnen» und andere Texte (232 Seiten, 14 Euro).

© COMPACT-Magazin GmbH 2016 Alle Rechte vorbehalten

   Mediadaten  /  Datenschutz  /  Impressum  /  Kommentarregeln  /  Nutzungsbedingungen  /  Widerruf