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COMPACT-Magazin 04-2017

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Der NSU-Krimi _ von Stefan Allgaier Viele Zeugen, die zur Aufklärung des gewaltsamen Todes der Polizistin Michèle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn hätten beitragen können, sind verstorben. Hinweise, dass nicht der ominöse Nationalsozialistische Untergrund (NSU) hinter der Bluttat steckt, wurden gleich mit beerdigt. Den Mord an Michèle Kiesewetter – hier der Tatort – verharmloste der damalige Präsident des Bundeskriminalamtes Jörg Ziecke noch 2011 als mögliche Beziehungstat. Foto: picture alliance / dpa Als Corinna B. am 30. Januar zum NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages vorgeladen wurde, wirbelte das einigen Staub auf, denn die Dame war angeblich eine Schlüsselfigur in der Nazi-Szene am Neckar gewesen. Die offizielle Pressemitteilung des Gremiums fasste zusammen: «Die Zeugin gehörte in den 1990er Jahren mutmaßlich zu einer Gruppierung von Rechtsextremisten im Raum Ludwigsburg, welche im persönlichen Austausch mit der Neonazi-Szene in Jena und Chemnitz standen. 1996 soll sie in diesem Rahmen eine Szenegaststätte in Ludwigsburg mit Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos besucht haben.» Weiter verwies der Ausschuss auf die damalige Beziehung der Zeugin zu einem prominenten Mitveranstalter von Skinhead-Konzerten. Könnte Frau B. das geheimnisvolle schwäbische Netz um das Zwickauer Trio mit seinen Ausläufern zum Ku- Klux-Klan und der internationalen Blood & Honour- Bewegung aufdröseln? Die Erwartungen vor ihrem Auftritt im Stuttgarter Landtag am 8. Februar waren hoch, doch sie wurden nicht befriedigt: Am selben Tag wurde die Frau tot aufgefunden und – trotz Intervention des Ausschuss-Sekretariats – sofort eingeäschert. Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) gab zu Protokoll, dass es nicht sicher sei, ob die Zeugin eines natürlichen Todes gestorben war oder ob es Fremdeinwirkung gegeben hatte. Kein Wunder – eine gerichtsmedizinische Untersuchung hatte wegen der schnellen Verbrennung nicht stattfinden können. Es ist noch nicht einmal bekannt, in welcher Stadt Corinna B. gestorben ist. Die 46-Jährige ist inzwischen eine von vielen Zeugen rund um die Aufarbeitung der sogenannten NSU-Verbrechensserie, die auf mehr oder minder mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind. Die meisten hätten über den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn befragt werden sollen. Zufälle, soweit das Auge reicht Der 18-jährige Arthur Christ wurde am 25. Januar 2009 halb verkohlt auf einem Waldparkplatz in der Nähe des schwäbischen Ebersbach gefunden. Im Innenraum seines PKWs war ein Benzin- Diesel-Gemisch ausgegossen worden. Christ wies eine «verblüffende Ähnlichkeit» mit einem Phantom- Kiesewetter wurde 1984 in Thüringen geboren. Foto: picture alliance / dpa »Das war alles ganz anders. Die Presse lügt doch nur.» Florian Heilig 29

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