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COMPACT-Magazin 04-2017

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Kalifat BRD Feindliche Übernahme durch Erdogan und Co.

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COMPACT Politik Weitere tote Zeugen August 2001: Innerhalb von drei Tagen sterben hohe Kriminalbeamte, die im NSU-Stammland Thüringen mit der Fahndung nach den untergetauchten Rechtsextremisten Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe betraut waren: Kriminalkommissar Friese (Telefonüberwachung; erschossen, Selbstmord), Achim Koch (Leiter der Sonderkommission ZEX, erhängt), Klaus Jürgen Reimer (Polizeiabteilungsleiter, plante V-Mann-Einsätze ohne Staatsschutz; Herzversagen). 4.11.2011: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die angeblichen NSU-Gründer, sterben in ihrem Wohnwagen in Eisenach. Anzeichen auf Fremdeinwirkung. 2013: Manfred K. stirbt an Krebs. Er sah – wie weitere vier Zeugen – am 25. April 2007 einen Streifenwagen zum späteren Tatort Theresienwiese hin einbiegen. Am Steuer saß ein einzelner Beamter in Uniform ohne Beifahrer – also nicht die gleich darauf ermordete Michèle Kiesewetter. Der Uniformierte wurde nie ermittelt. 7.4.2014: Thomas Richter alias Corelli, wichtigster V-Mann beim NSU, stirbt an einer unerkannten Diabetes. April 2015: Muzaffer T., der zum Zeitpunkt des Nagelbombenanschlags von Köln im Juni 2004 zusammen mit seinem Bruder Talat T. am Tatort in der Kölner Keupstraße war, stirbt an Krebs. Pikant: Talat T. war türkischer Offizier im Range eines Oberstleutnant. Seine Anwesenheit zur Tatzeit gibt Rätsel auf. bild auf, das die Zeugin Loretta E. von einem Mann hatte zeichnen lassen, der im April 2007 vom Tatort geflüchtet war. Am 16. September 2013 war der 21-jährige Florian Heilig in der Nähe des Cannstatter Wasens in Stuttgart in seinem Auto verbrannt – wenige Stunden, bevor er im Landeskriminalamt ein weiteres Mal in der Causa Kiesewetter verhört werden sollte. Er hatte bereits 2011 über eine terroristische Untergrundstruktur in Baden-Württemberg berichtet – nicht über den NSU, sondern die NSS, die Neoschutzstaffel. Als er vom vermeintlichen Selbstmord der NSU-Gründer Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011 erfuhr, sagte er zu seiner Mutter: «Das war alles ganz anders. Die Presse lügt doch nur. Das wurde von höherer Stelle organisiert. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie viele Beamte und hochgestellte Rechtsanwälte, ja sogar Politiker in diese Sache verwickelt sind.» Seine Mutter stellte im Gespräch mit COMPACT klar: «Und er meinte damit nicht Politiker der NPD!» Am 13. März 2015 sagte Melisa Marijanovic – sie war Florian Heiligs Freundin bis kurz vor seinem Tod – vor dem Stuttgarter Parlamentsgremium aus. Was die junge Frau an sachdienlichen Hinweisen zu geben hatte, drang aus der nichtöffentlichen Sitzung nicht nach außen. Bekannt wurde jedoch, dass auch sie sich bedroht fühlte. Jedenfalls wurde die 20-Jährige am 28. März von ihrem Verlobten Sascha Winter mit Krämpfen in ihrer Wohnung gefunden und starb wenig später an einer Lungenembolie. Die Ärzte erklärten dies als Folge einer Thrombose, die sich nach einem Motorradunfall zwei Wochen zuvor gebildet hatte – obwohl seither zwei Mal eine Thrombosevorsorge bei ihr gemacht worden war. Gedenktafel in Heilbronn. Foto: Peter Schmelzle, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons Am 8. Februar 2016 fand man auch Sascha Winter tot auf – erhängt. Er hatte Melisa Marijanovic bei deren nichtöffentlicher Aussage vor dem Ausschuss begleitet und dort selbst Hinweise gegeben: Im selben Haus wie er habe ein «Nazi» gewohnt, der mit einem Gesinnungsgenossen in Heilbronn befreundet gewesen sei, einem gewissen Worf K., der wiederum mit Sprengstoff zu tun hatte. Es gebe «keine Anhaltspunkte für Drittverschulden», hieß es nach der Obduktion seitens der Behörden, «alles deutet auf Suizid hin». Eine Bekannte auf gedenkseiten.de zieht die Version in Zweifel und behauptet, der 31-Jährige sei nicht selbstmordgefährdet gewesen – und in der Todesnacht habe er Besuch empfangen. Arthur Christ. Foto: Polizei 30 Keine Ähnlichkeit mit Böhnhardt oder Mundlos: Diese Phantombilder des möglichen Mörders von Michèle Kiesewetter fertigte die Polizei bereits 2007 an. Doch die Zeichnungen wurden damals nicht veröffentlicht. Foto: Bundeskriminalamt

COMPACT Politik Am 11. Juni 2016 starb Lieselotte Walz, angeblich an einer unheilbaren Knochenmarkserkrankung: Sie hatte nach dem Kiesewetter-Mord einen blutverschmierten, Russisch sprechenden Mann in eine Limousine einsteigen sehen. Die Polizei erstellte nach ihren Angaben zwei Phantombilder, die aber damals nicht zur Fahndung herausgegeben, sondern erst 2013 von verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. (siehe Seite 30 unten) Keine der Zeichnungen hat Ähnlichkeit mit Böhnhardt oder Mundlos. Während die Beamten der Zeugin zunächst absolute Glaubhaftigkeit bescheinigten, änderte sich das nach 2011 mit der behördlichen Festlegung auf die NSU-Täterschaft. «Wir wissen aber auch nicht mit Sicherheit, ob Böhnhardt oder Mundlos immer die Täter waren.» Hans-Christian Ströbele Am 29. Juli 2016 erlag Heinz-Dieter Wehner einem Krebsleiden. Als Gutachter hatte er die Schüsse der Heilbronner Bluttat rekonstruiert und war zu dem Ergebnis gekommen, dass höchstwahrscheinlich zwei Rechtshänder die tödlichen Kugeln auf die Polizisten abgefeuert hatten. Dies stellt die Täterschaft von Böhnhardt in Frage, da dieser bekanntlich Linkshänder war. Zudem monierte der Experte, dass Kiesewetters Polizeiauto nicht mehr für Untersuchungen zur Verfügung stünde, also einmal mehr beweiskräftige Spuren vernichtet wurden. Nur zur Erinnerung Zwei unverdächtige Gewährsleute weisen darauf hin, dass sämtliche dem NSU zugeschriebenen Morde bis dato nicht aufgeklärt sind. So sagte Hans-Christian Ströbele, Bundestagsabgeordneter der Grünen, der Tageszeitung im November 2014: «Wir wissen aber auch nicht mit Sicherheit, ob Böhnhardt oder Mundlos immer die Täter waren. Es gibt Indizien, dass sie sehr eng damit zu tun hatten. Aber dass sie am Abzug waren, das ist in allen Fällen bis heute nicht erwiesen.» Und Clemens Binninger, ein ehemaliger Polizeibeamter und jetzt als CDU-Bundestagsabgeordneter Vorsitzender des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses, stellte Anfang Februar 2017 in der Südwestpresse bezüglich einer möglichen Täterschaft von Böhnhardt und Mundlos fest: «An keinem einzigen Tatort wurden Fingerabdrücke und DNA-Spuren von den beiden gefunden. Das ist ausgesprochen ungewöhnlich.» Unser Kraftpaket – mit fünf Jahren Mobilitätsgarantie bis 100.000 km. 1 ANHÄNGELAST 2 KRAFTVOLLES ZUGPFERD Der Rexon W – zieht, was er verspricht! Wer mit Pferden unterwegs ist, der braucht einen SUV mit der gewissen Extraportion Leistung. Holen Sie sich jetzt das robuste Kraftpaket – den Rexon W vom koreanischen Allradspezialisten Ssang Yong mit bis zu 3,5 t Anhängelast 2 . Der bringt Sie und Ihre Pferde locker und komfortabel ans Ziel – natürlich auch über aufgeweichte Feldwege und unbefestigtes Gelände. Ihre Vorteile • kraftvoller moderner Dieselmotor • 25 cm Bodenfreiheit Optionale Ausstattungshightlights 3 • 7-Stufen-Automatikgetriebe • beheizbare Sitze vorn und für die erste Rücksitzreihe Mit der bewährten Mercedes-Benz- Getriebe-Technologie Autohaus Heike Hanisch GmbH Hamburger Str. 32 · 01067 Dresden Tel.: 0351 / 48 12 42 · info@autofamilie-hanisch.de www.autofamilie-hanisch.de Jetzt auch exklusiv in DRESDEN Kraftstoffverbrauch für den Rexton W, 2,2 l Diesel e-XDi 220, 2WD, MT-Getriebe in l/100 km: innerorts 8,5; außerorts 5,9: kombiniert 6,8, CO 2 -kombiniert in g/km: 179 (Gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Energieeffizienzklasse C Rexton W 2,2 l Diesel 2WD, MT 131 kW (178 PS) ab 24.990,- € 1 Drei Jahre Herstellergarantie, zwei Jahre Bauteilegarantie, fünf Jahre Mobilitätsgarantie bis max. 100.000 km. Es gelten die aktuellen Garantiebedingungen der SsangYong Motors Deutschland GmbH. 2 Maximale Anhängelast gebremst mit dem 2,2 l Dieselmotor, e-XDi 220, 7-Stufen-Automatikgetriebe und Allradantrieb 3 Kostenpflichtige Sonderausstattung 4 Überführungskosten in Höhe von 590,00 €. Alle Preise inkl. MwSt. 4 31

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