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COMPACT-Magazin 04-2017

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COMPACT Leben Goldmadl mit Gewehr _ von Bernd Schumacher Laura Dahlmeier ist der neue Stern am deutschen Ski-Himmel. Die Biathletin ergattert eine Goldmedaille nach der anderen – und ist doch bescheiden geblieben. Kraft schöpft sie aus der Verbundenheit mit ihrer bayrischen Heimat. Sie eilt von Sieg zu Sieg: Keine Sportlerin kann ihr zur Zeit das Eiswasser reichen. In diesem Frühjahr setzte Laura Dahlmeier ihre beispiellose Siegesserie fort und schickt sich an, eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen aller Zeiten zu werden. Mit 23 Jahren ist sie ein umjubelter Stern am Wintersporthimmel und bleibt dabei so natürlich wie das Mädel von nebenan. Genau das macht seit jeher den Charme der feschen Maiden aus dem Alpenland aus: Mit rosigen Wangen, strahlendem Lächeln und rollendem «R» auf der Zunge verkörpern die deutschen Schneemädchen das Ursprüngliche am Sport: Gesunde Bewegung in der Natur, Kampf gegen sich selbst, Freude an der Leistung und unerbittliche Disziplin. Nicht um reich und berühmt zu werden, sondern um das auszuleben, was in einem steckt. Führt das zu Ruhm und Ehre – umso besser. Wenn nicht, kein Verlust. Der Himmel ist weiß-blau Laura Dahlmeier steht auf den Brettern, seit sie sieben ist. Erst alpin, doch schon mit neun Jahren mit dem Gewehr in der Hand. Der Vater bei der Bergwacht, beide Eltern exzellente Mountainbiker – das prägte daheim im Werdenfelser Land. Schon früh rief der Berg. Klein-Laura ging mit den Eltern auf Klettertour, tut es heute noch – zur Entspannung, wie sie sagt. Verknackst sie sich dabei mal den Knöchel, macht das nichts – oder, wie das Naturkind es ausdrückt: «Scheiß da nix, dann feid da nix» – dieser derbe Wahlspruch prangt auf ihrem Gewehr. Übersetzt heißt das im Flachland so etwas wie: «Mach Dir keinen Kopf, dann fehlt Dir nichts.» So zupackend, so erdverwachsen geht Dahlmeier zu Werke, wenn sie in den Wettkampf geht. Ganz gleich, ob sie vorne liegt oder hinterherläuft, sie rennt ihr eigenes Rennen. Egal, ob der Zeitdruck auf ihr lastet, wenn sie mit Vollgas am Schießstand anrauscht: Sobald sie in abgeklärter Eile ihre Schussposition gefunden hat, ist sie die Ruhe selbst. Fehlschüsse: Fehlanzeige. Ihre beständige Trefferquote von 90 Prozent hilft auch in der Staffel, denn auch als Schlussläuferin reißt Dahlmeier manches Rennen raus, wenn die Mädels mal hinten liegen. Das kostet Kraft. Bei der jüngsten Weltmeisterschaft im Februar musste auch die Top-Athletin ihrem Körper Tribut zollen. Zwei Mal sackte der Kreislauf so tief in den Keller, dass sie an der Siegerehrung nicht teilnehmen konnte. Der Mannschaftsarzt bescheinigte ihr, dass sie als «Kämpfernatur die berühmten 150 Pro- Laura Dahlmeier gewann bislang sieben Weltmeistertitel, 13 Medaillen bei den Biathlon-Weltmeisterschaften sowie den Gesamtweltcup der Saison 2016/17. Foto: picture alliance / Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa «Wenn’s laaft, dann laaft’s.» 51

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