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COMPACT-Magazin 05-2016

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COMPACT Titelthema misierung dieser Leute hier in Deutschland mit unseren Steuergeldern. Seit 1.400 Jahren Steinzeit 18 Rechtschreibschwach – aber geil auf Dschihad... Foto: Twitter « Die wahren Muslime finden wir beim Islamischen Staat.» Imad Karim Hetze auf «Facebook» nach den Charlie-Hebdo-Morden. Foto: Screenshot Facebook Imad Karim, Jahrgang 1958, lebt seit 1977 in Deutschland, wo er Medien- und Sozialwissenschaften studierte. 1992 begann er als freier Filmemacher für die ARD, das ZDF und den WDR zu arbeiten. Seine Filme führten ihn immer wieder zurück in islamische Länder. Er gewann zahlreiche internationale Preise, darunter auch den Civis-Integrationspreis der ARD. 2001 gründete Karim seine eigene Produktionsfirma Strong Shadow Media. – Das Gespräch führte Tino Perlick. achten, dass auch jeder zum Gebet kommt. In den Heimen trifft die Frau quasi ihre Verfolger erneut. Nicht nur die Salafisten sind gefährlich Die meisten ankommenden Menschen sind Muslime. Wie hoch ist denn der Anteil der Fanatiker? 98 von 100 dieser Menschen glauben, ein Moslem, der den Islam verlässt, verdiene den Tod. Heute, im 21. Jahrhundert, soll ich getötet werden, weil ich vom Islam, in den ich zufällig hineingeboren wurde, nicht mehr überzeugt bin? Gibt es etwas, das absurder, menschenfeindlicher und faschistischer ist als das? Für diese Menschen gelten Juden und Christen als Unreine, die man allerdings ertragen muss, solange die Muslime noch schwach und in der Minderheit sind. Das habe ich übrigens als Kind auch gelernt. Dann besteht keine Aussicht auf Integration? Wer integriert wird, ist bereits als Integrierter in Deutschland angekommen. Das sind Agnostiker, Atheisten, Christen und andere Freidenker. Islam und Integration werden sich nie treffen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich kenne einen dem Anschein nach integrierten arabischen Vater, der seit 28 Jahren in Deutschland lebt. Am Rande einer Unterhaltung erzählte er mir, er glaube, die Muslime werden Deutschland durch ihre Geburtenrate und Missionierungen islamisieren und die Christen irgendwann zum Konvertieren zwingen. Hindus, Buddhisten und andere Götzenanbeter würden dann im Auftrag Allahs getötet werden. Ist der Mann Salafist? Nein. Er sagte sogar, dass er Salafisten verachtet und hasst, weil sie Deutschland mit Gewalt islamisieren wollen. Ich war sehr erschrocken und erklärte ihm, was er sage, sei menschenfeindlicher Blödsinn. Er erwiderte, ich würde das nicht verstehen, weil ich als Noch- Agnostiker den Auftrag Allahs nicht sehen würde. Dem islamischen Verein dieses Mannes hat die Stadt Geld gegeben und ihn beauftragt, 170 Muslimen zur Integration zu verhelfen. Wir erleben quasi die Re-Isla- Die Re-Islamisierung…? Ich kenne eine deutsche Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern, von denen zwölf Prozent Moslems sind. Dort gibt es heute 18 Hinterhofmoscheen. Jeden Tag gehen fromme Muslime zu nicht-frommen Muslimen und fragen, warum sie ihre Frauen noch nicht verschleiert haben. Es entsteht also Druck in den Gemeinschaften. Deshalb wundert mich nicht, was in Brüssel passiert oder wie es in Marxloh und Neukölln aussieht. Diese Menschen leben nach dem Koran, und der lehnt Demokratie und Pluralismus ab. Das ist Tatsache. Wer die destruktive Kraft im Islam unterschätzt, begeht ein Verbrechen an den kommenden Generationen. Augenblick: Der Islam ist doch angeblich friedlich. Seit 1.400 Jahren metzeln Muslime Nichtmuslime – und kommen Sie mir nicht mit der Blütezeit in Spanien oder anderen Märchen. Das ist eine Erfindung der Spätorientalisten. Moslems waren Eroberer und Kolonialherren in Spanien, und als solche haben sie sich verhalten. Das müssen die Sozialromantiker begreifen, solange sie noch Zeit haben. Was Sie beschreiben, hört sich eher nach Islamismus an. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist eine Erfindung des Westens. Es gibt nur einen Islam, und der verharrt seit 1.400 Jahren in seiner faschistischen Ideologie. Die wahren Muslime finden wir beim Islamischen Staat. Sie praktizieren denselben Terror wie Mohammed. Jeder, der sich mit der Geschichte befasst, weiß, dass Mohammed Unschuldige töten ließ. Wir verharmlosen und verklären die faschistische Ideologie des Islam, dabei müssten wir eine echte Debatte führen und jungen, mitten unter uns gebore- Apostasie Länder mit Todesstrafe Mauretanien Quelle: Wikipedia Sudan Saudi- Arabien Iran Jemen Somalia Afghanistan Pakistan Grafik: COMPACT

COMPACT Titelthema nen Muslimen die Augen öffnen. Es ist unsere Aufgabe, dass wir diese Menschen entgiften. Jetzt klingen Sie aber ganz schön hart. Ich komme aus einer sehr liberalen Familie. Wir waren Agnostiker, weltoffen und nur formal gesehen islamisch. Bei meinen Onkeln und Tanten war das anders. Wenn wir dort zu Familientreffen zusammenkamen, mussten wir vor dem Essen beten: «Gott verfluche die Christen und die Juden.» Man darf nicht sagen: «Gott schütze die Menschheit», sondern «Gott schütze die Muslime», sonst wäre das eine Sünde. Heute höre ich das überall und sogar von großen Minaretten deutscher Städte. Wir haben im Koran eine Anfangssure. Darin beten wir Muslime zu Allah und sagen, «Gott zeige uns den richtigen Weg, nicht den Weg der Verfluchten und Verdammten». Damit meinen wir Christen und Juden. Überlegen Sie sich, das wird in Deutschland tagtäglich millionenfach rezitiert. Sorry, aber das ist für mich Steinzeitalter und Faschismus pur! Das Schweigen der Mehrheit Na gut, aber die meisten Muslime leben doch friedlich. Ja, aber durch ihre passive Haltung decken sie unbewusst die Verbrechen der Radikalen. Wir hören nie, dass diese Menschen sagen: Wir müssen die Salafisten selber stoppen! In dieser Haltung steckt auch eine feige Bejahung. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Zu Ostern gab es in Pakistan einen Terroranschlag mit über 100 Toten, darunter viele Kinder… … und sehr viele Christen! «Wir müssen die Demokratie bejahenden Muslime wissen lassen, dass sie erwünscht sind.» Karim Am Tag darauf habe ich bewusst alle arabischen Medien überflogen. Überall war das Wort Terroranschlag in Anführungszeichen gesetzt, wodurch in Frage gestellt wurde, dass es ein terroristisches Verbrechen war. So kommt diese Nachricht bei den Muslimen in Deutschland an, die ja Satellitenfernsehen haben. Radikale und moderate Muslime verbindet zudem die Opferrolle. Alle sehen sich als Opfer. Können Sie nicht nachvollziehen, dass Muslime wütend auf den Westen sind? Doch, absolut. Die Eliten im Westen, die uns in Bezug auf die «Willkommenskultur» ihre Definition von Humanität aufzwingen wollen, sind dieselben, die Kriege in der Region entfachen und Waffenlieferungen in Milliardenhöhe genehmigen. Ich verstehe die Wut der Menschen, aber nicht den Hass. Aber leider ist Hass, unabhängig von der menschenverachtenden Politik des Westens, ein Bestandteil des Korans. Der lehrt nämlich, dass ein gläubiger Moslem gegen die Ungläubigen kämpfen muss, bis die ganze Welt islamisch ist. Er darf nicht ruhen, bis er den Letzten islamisiert oder getötet hat. Ein Gläubiger, der schon vom Islam verseucht ist und sieht, wie muslimische Länder von westlichen Bomben zerstört werden, dessen Bild wird dadurch noch mehr bestätigt. So schließt sich der Teufelskreis. Was bedeutet das konkret für Deutschland? Natürlich gibt es hier Muslime, die im Grunde religionsfrei sind, und ich kann mit Sicherheit behaupten, die Mehrheit der Muslime ist friedlich. Aber wenn die radikale Minderheit an Macht gewinnt, wird sie die Mehrheit einschüchtern oder im schlimmsten Fall mitradikalisieren. Schauen Sie in den Irak. In Mossul konnten gerade einmal 20.000 IS-Kämpfer ungehindert die dort lebenden Christen und Jeziden töten oder versklaven. Was haben die etwa drei Millionen Sunniten der Stadt getan? Nichts. Sie schauten einfach weg oder stahlen Häuser und Mobiliar der Getöteten. Das haben wir auch in Deutschland in den dunklen zwölf Jahren gehabt. Was können wir tun? Wir müssen unsere Werte der Aufklärung, der Freiheit und der individuellen Entfaltung verteidigen und schleunigst damit aufhören, politische Kräfte aus unserer rechtskonservativen Mitte zu verteufeln. Wir müssen die echten Demokratie bejahenden Muslime wissen lassen, dass sie erwünscht sind, und uns von den aus der Türkei und Saudi-Arabien finanzierten Islamverbänden lösen. Die Mehrheitsgesellschaft muss außerdem klare Forderungen an die Einwanderer stellen. Noch ist das einfach, aber in zehn oder 20 Jahren wird es nicht mehr so sein. Zeit ist das Rare, was wir in dieser Hinsicht besitzen. Herr Karim, vielen Dank für das Gespräch. Sie lieben Deutschland: Imad Karim und COMPACT-Redakteur Tino Perlick. Foto: COMPACT Deutsche Befindlichkeiten «Niemand hat ein Problem mit Deutschland. Deutschland hat ein Problem mit sich. Ob bei den Linken oder bei den Konservativen: Immer merkte ich, dass die Deutschen Angst haben, sich zu loben, ja sich zu lieben. Anscheinend hat mit der Entnazifizierung nach Kriegsende auch ein Stück Entnormalisierung stattgefunden. Es ist mir immer – und nicht selten, ohne erschrocken zu sein –, aufgefallen, dass die Menschen mir gegenüber ihre Zuneigung ausdrücken wollten, indem sie mir zu verstehen gaben, sich selbst zu entlieben. Es tut mir unendlich weh, wenn ich sehe, wie die Deutschen diesen Zeigefinger auf sich selbst richten. Dadurch wird das Sichtfeld beeinträchtigt, und nicht selten werden Werte der Aufklärung wie Gleichberechtigung, individuelle Freiheiten und eigene Entfaltung geopfert, um Frommen oder Strenggläubigen, zum Beispiel den Muslimen, die ”Toleranz der deutschen Mehrheit” zu beweisen.» (Imad Karim) 19

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