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COMPACT-Magazin 05-2016

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Sonder-Ausgabe Nr. 9 |

Sonder-Ausgabe Nr. 9 | 8,80 EUR (D) · compact-online.de COMPACT Titelthema Boykott gegen Pirinçci Zensur in der BRD Die schwarze Liste der verbotenen Autoren 9,90 Euro (A), 13 sFr (CH) Das Das Lügenkartell gegen Eva Eva Herman, Akif Pirinçci, Matthias Matussek, Nicolaus Fest, Fest, Gerhard Wisnewski, Elmar Hörig, Frieder Wagner, Michael Vogt, Vogt, Jürgen Elsässer, Ken Ken Jebsen, Jan van Helsing. 24 Seit Ende Oktober 2015 boykottiert der Buchhandel weitgehend die Bücher von Pirinçci. Vorausgegangen war eine Rede des Schriftstellers bei Pegida in Dresden, in der er – so die Falschdarstellung der Lügenmedien – angeblich die Einrichtung von KZs für Flüchtlinge gefordert haben soll; in Wirklichkeit hatte er vor der Errichtung von KZs für Deutsche gewarnt. Bei Amazon werden offenbar immerhin Angebote unabhängiger Einzelhändler geduldet. Allerdings offerierten bei einer Recherche im April 2016 lediglich eine Handvoll Anbieter wenige Exemplare von Deutschland von Sinnen und Die große Verschwulung. Zudem waren einige Katzenkrimis antiquarisch erhältlich. Die Amazon-Tochter AbeBooks verzeichnet unter dem Suchbegriff Akif Pirinçci dagegen ausschließlich seine Romane, ebenso wie deren auf Gebrauchtbücher spezialisierter Ableger ZVAB. Bei Hugendubel waren keine Angebote aufzufinden, ebenso wenig bei Thalia. Der stärkste Grossist hat bereits angekündigt, das neue Pirinçci- Buch Umvolkung nicht an die Buchhandlungen auszuliefern. Auf jeden Fall sind Pirinçcis Sachbücher bei seinem neuen Verlag Antaios (antaios.de) und über den Kopp-Verlag (kopp-verlag.de) erhältlich. Mehr zur Zensur von Pirinçci und anderer Autoren in COMPACT-Spezial Nr. 9. Foto: COMPACT Bild oben rechts: Ein Wegekreuz vor dunklen Gewitterwolken. Foto: dpa/ Felix Kästle/Illustration über bin ich prinzipiell negativ eingestellt. Nicht, dass ich die Menschen, die zum Kreuz beten, weniger respektiere als andere betende Menschen. Es ist kein Vorwurf. Es ist eine Absage. Gerade weil ich ernst nehme, was es darstellt, lehne ich das Kreuz rundherum ab. Nebenbei finde ich die Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir genießen sollen, auf dass wir den Schöpfer erkennen. Ich kann im Herzen verstehen, warum Judentum und Islam die Kreuzigung ablehnen. Sie tun es ja höflich, viel zu höflich, wie mir manchmal erscheint, wenn ich Christen die Trinität erklären höre und die Wiederauferstehung und dass Jesus für unsere Sünden gestorben sei. Der Koran sagt, dass ein anderer gekreuzigt worden sei. Jesus sei entkommen. Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gotteslästerung und Idolatrie [Bilderverehrung].» Gut, diese Äußerungen könnten auch von einem Atheisten stammen, so wie ich einer bin und wie fast jeder in der Kreativbranche. Tun sie aber nicht. Sie sind von einem Autor, der sich fast ausschließlich mit der Religion beschäftigt, nämlich mit dem Islam, darüber jedoch nicht nur artige Akademikertraktätchen verfasst, sondern sich in ihm richtiggehend suhlt und ihn verherrlicht. Navid Kermani ist das fleischgewordene und auffälligste Symptom der Migrantisierung der deutschen Kultur, und es ist dabei gleichgültig, dass er bereits in Deutschland geboren wurde: Der vom linksgrünen Kulturbetrieb und von staatlichen Kulturinstitutionen krampfhaft postulierte Anspruch, dass der Künstler und Intellektuelle ausländischer, besser muslimischer Herkunft weit genialischer sei und unsere Gesellschaft authentischer abbilde als ein Autor oder Filmemacher, der Karl heißt, ist seit Anfang der 1990er Programm und Staatsdoktrin, zumindest was den Fluss der Staatsknete von den Fördertöpfen an die «üblichen Verdächtigen» anbetrifft. So wie es scheint, gerät Kermani bei seinen islamischen Turnübungen sogar regelrecht in einen Rausch: «Ich selbst habe einmal bei einem sufischen Atemritual mit anderen laut hyperventiliert, bis ich in Ohnmacht fiel. Als ich aufwachte, lag ich auf dem Boden, zwei Leute kümmerten sich um mich und gaben mir Zuckerwasser. Das war eine sehr schöne Erfahrung, und die Sehnsucht nach dieser kleinen Ekstase treibt mich weiter an. Die Gefahr ist allerdings, nach der Verzückung süchtig zu werden…» (Zeit-Magazin, 12. Januar 2015) Kermani spuckt seinen christlichen Gastgebern ins Gesicht. Man stelle sich vor, diese Zeit-Heinis würden an den Lippen eines deutschen Schriftstellers hängen und diesen als eine große geistige Autorität Deutschlands apostrophieren, der bei katholischen Exerzitien in Ekstase gerät und davon süchtig zu werden droht. Das brüllende Gelächter des Intellektuellenpublikums wäre ihm sicher. Doch da die größte Bedrohung der gegenwärtigen Welt schleichend auch das Epizentrum des deutschen Feuilletons diszipliniert und es ob der Schönheit der islamischen Spiritualität den Atem anhalten lässt, kann man von solcherlei Ohnmachtsanfällen nicht genug kriegen. Schon einige Wochen später nämlich kam in der Zeit ein neues Interview mit der Islamkoryphäe aufs Tapet. Man ist schier besessen von dem Mann.

COMPACT Titelthema Selbsterniedrigung des Bundestags Offenkundig in Ermangelung eines deutschen Schwadroneurs durfte ausgerechnet der Islam-Hyperventilierer Navid Kermani am 23. Mai 2014 in einer Feierstunde anlässlich der Verkündung des Grundgesetzes vor 65 Jahren im deutschen Bundestag die Festrede halten. Vielleicht revanchieren sich die Muslime einmal und lassen einen Ungläubigen die Festrede zur Einführung der Scharia in Deutschland halten? Es war der Tiefpunkt des deutschen Parlaments, die Endstufe sozusagen. Und was sagte Kermani so? Er nannte die Einschränkung des Asylrechts, die der Bundestag in den 1990er Jahren beschlossen hat, einen «hässlichen Schandfleck», vermutlich weil dieses Land noch nicht zur Gänze mit seinen Glaubensbrüdern penetriert worden ist. Angeblich führte dies zu einem Eklat. I wo, die Merkel zumindest hatte die Botschaft schon damals verstanden und längst mitgeteilt, dass die Kermanis zu Deutschland gehören. Und es ist wahr, wir brauchen noch mehr Kermanis, damit Deutschland endlich den bluttriefenden Hieronymus-Bosch-Landschaften ähnelt, die der Herr Wissenschaftler in seinen «Reiseberichten» beschreibt – um danach den Gebetsteppich auszurollen. Der letzte Deutsche Eigentlich ist Kermani uninteressant. Er ist nur symbolhaft für die von der vergrünisierten Politik missverstandene Bevölkerungsidee. Nämlich dass alle in einem Land Lebenden völlig entgegengesetzte Lebensstile und Ansichten, insbesondere jedoch Umgangsformen mit Frauen pflegen können, ohne dass das sie alle verbindende Band der Heimat und der wie auch immer gearteten nationalen Identität zerfasert, gar sich völlig auflöst, obgleich die einander Entgegengesetzten im Tode nicht einmal auf ein und demselben Friedhof begraben werden wollen. Und Kermani ist ein Symptom für die Schwachsinnsidee des sturzdummen deutschen Politikers, dass das Raubtier Islam sich mit Sonntagsreden eines Schreiberlings mal so eben intellektualisieren und kompatibel für einen modernen westlichen Industriestaat machen lässt. Eher ist das Gegenteil der Fall. Kermani ist das fleischgewordene Symptom der Migrantisierung unserer Kultur. Das Fremde, der uns feindlich Gesinnte, im besten Falle unsere freiheitliche Lebensweise und unsere Sitten Ignorierende und über kurz oder lang uns seine vormoderne Denkart Aufzwingende dreht den Spieß durch sein demographisches Megawachstum einfach um und gängelt den deutschen Politiker, seine ganze Aufmerksamkeit, seine Zeit und die eingetriebenen Tribute (Steuern) nicht seinem eigenen Volk, sondern dem destruktiven Gast zu widmen. Schlussendlich betreibt der (muslimische) Ausländer eine Umvolkung des Inländers über die Bande der Politik, die – zumal schon völlig irre geworden vom Willkommens- und Vielfaltswahn – ihm den Gefallen tut. Bleibt nur das Problem, wer dann für die tolle Westniveau-Existenz des Fremden löhnen soll, wenn der letzte Deutsche weg ist. Cooler Typ: Pirinçci zieht auf Lunge. Foto: der-kleine-akif.de Das aktuelle Buch von Akif Pirinçci. Nicht in Buchhandlungen erhältlich, sondern auf antaios.de. Foto: Verlag Leider nicht geschlossen: Diese Moschee in der Brüsseler Salafistenhochburg Molenbeek steht unter saudischer Kontrolle, gepredigt wird nur auf Arabisch. Foto: picture alliance/AP Photo _ Vorabdruck aus Pirinçcis neuem Buch «Umvolkung. Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden» (ISBN 978-3-944422-19-0, 160 Seiten, 14 Euro, antaios.de). – Akif Pirinçci (*1959) kam 1969 aus der Türkei nach Deutschland. Sein erstes Buch «Tränen sind immer das Ende» erschien 1980. Bekanntheit erlangte er mit seinem Katzenkrimi «Felidae» (1989). Seit 2012 betätigt sich Pirinçci vor allem als gesellschaftspolitischer Essayist und Kritiker. Sein Buch «Deutschland von Sinnen» (2014) über die privilegierte Stellung von Migranten und Schwulen machte ihn zur Hassfigur des Mainstream. 25

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