Aufrufe
vor 11 Monaten

COMPACT-Magazin 05-2016

  • Text
  • Compact
  • Deutschland
  • Menschen
  • Deutschen
  • Christen
  • Muslime
  • Welt
  • Politik
  • Deutsche
  • Zeit

COMPACT

COMPACT Politik Germany, all-inclusive _ von Hans-Hermann Gockel Prostituierten-Besuche im Asylantenheim. Mit dem Taxi zu McDonald’s. Von den Sozialkassen finanzierte Vielweiberei. «Gut leben in Deutschland» – das Motto, unter dem die Bürgerdialoge mit der Kanzlerin stattfanden – haben viele Flüchtlinge längst verinnerlicht. Und der deutsche Steuerzahler finanziert es. Der Oldentruper Hof vor seiner Schließung. Quelle: Animod Das Flüchtlingsheim war früher ein nobles 4-Sterne-Hotel. Komplett kostenlos - wie vom Münchner Pfarrer Ulrich Wagner 2015 vorgeschlagen - sind Bordellbesuche für Asylanten nicht. Foto: Leonhard Foeger/Reuters High Heels und Miniröcke gibt es nicht. Auf dem Bielefelder Straßenstrich geht es rustikaler zu. Die jungen Damen warten in Jeans und Turnschuhen auf ihre Freier. «Full Service?», fragt die rumänische Prostituierte Ewa und schiebt die Antwort gleich hinterher: «Macht 50 Euro.» Normalerweise. Aber was ist in Zeiten wie diesen schon normal? Seitdem Ewa auch im Oldentruper Hof «zu tun» hat, wie sie es nennt, ist ihre Preisgestaltung ausgesprochen flexibel: «Da mache ich es für 40 Euro. Ein Sonderpreis. Und wenn mir einer gefällt, auch schon für 30.» Die Jungs, die ihr gefallen könnten, sind Asylsuchende. Sie kommen aus aller Herren Länder und haben eines gemeinsam: Sie wohnen im Oldentruper Hof, am Fuße des Teutoburger Waldes, und fühlen sich dort ausgesprochen wohl. Jutta Küster (63), eine ehemalige Radiomoderatorin, die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert («Ich habe beschlossen, dafür ein Jahr meines Lebens zu spenden!»), weiß auch, warum. Die ehrenamtliche Helferin nennt das Etablissement eine «Luxusunterkunft». Urlaub im Nobelschuppen Bevor Angela Merkel beschloss, Deutschland zum Labor für Gesellschaftsexperimente zu machen, war das heutige Flüchtlingsheim ein vornehmes 4-Sterne- Hotel mit Hallenbad, Sauna, Solarium, drei Restaurants der gehobenen Gastronomie, exklusiver Bar und einer hauseigenen Kegelbahn. Irgendwann muss der Besitzer des Nobelschuppens Dollarzeichen in die Augen bekommen haben. Jedenfalls bewohnen nun 500 Asylanten die ehemals 134 Superior-Zimmer. Der Hotelier machte im Zuge der Merkelschen «Willkommenskultur» das Geschäft seines Lebens. Er diente seine Immobilie für die Dauer von zehn Jahren (plus Verlängerungsoption) dem Land Nordrhein-Westfalen an. Das griff freudig zu. Aus dem Hotel wurde eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE). Die Landesregierung überweist dem Ex-Hotelier seitdem angeblich 120.000 Euro Miete pro Monat. Mehr als 1,4 Millionen Euro im Jahr. Viel Geld fürs Nichtstun. Den 60 Hotelangestellten wurde gekündigt. Die ZUE wird seit dem 1. September 2015 komplett vom Arbeiter-Samariter-Bund bewirtschaftet. Zurück zu Ewa: Merken die Sicherheitsleute gar nicht, was da im Haus abgeht? «Nein», beteuert die Prostituierte mit den langen braunen Haaren und klimpert mit den Augen: «Ich gehe dort immer gleich ins Café International. Die Leute sehen es doch gerne, wenn wir normale Bürger Kontakt zu den Flüchtlingen suchen.» Sie hat tatsächlich «normale Bürger» gesagt – und meint es auch so. Das Café in der Asylbewerberunterkunft wurde von Ehrenamtlichen ins Leben gerufen. Auch Jutta Küster hat dort sehr viel Herzblut investiert. Mittlerweile engagiert sie sich aber bei anderen Projekten. 32 Glaubt man der rumänischen Professionellen, bekommt tatsächlich niemand mit, wenn es aus dem Café International direkt aufs Zimmer geht. Bleiben noch zwei Fragen: Ist sie die Einzige aus dem horizontalen

Gewerbe, die dort «zu tun» hat? Und woher haben die jungen Burschen überhaupt das Geld für ihren «Full Service»? Da klimpert sie wieder mit den Augen: «Leider habe ich inzwischen Konkurrenz bekommen.» Und das Geld? «Einige meiner Kunden dealen, andere klauen.» Sie redet wirklich von «Kunden». Es geht also munter voran mit der Integration in Deutschland. Shuttle-Service zum Rütli kutschieren. Ist das Sinn der Sache?» Nein, ist es nicht. Der Steuern zahlende Bürger finanziert nämlich nicht nur den Big Mac und die Taxikosten, sondern auch noch die Verpflegung, die den Flüchtlingen in ihrer Unterkunft täglich zur Verfügung gestellt wird. Diese Nahrungsmittel landen regelmäßig in der Mülltonne. Anwohner, die das fotografiert haben, vermuten, dass so jeden Monat Essen im Wert von mehreren tausend Euro vernichtet wird. Bis Februar 2016 hatten alleine die Sparkassen – wie hier in Bielefeld – bereits 100.000 Konten für Asylanten angelegt. Für die neue Kundschaft wurde extra das Geldwäschegesetz gelockert. Foto: picture alliance / dpa Essen. Trinken. Taxi fahren. «All-inclusive!» Der Be griff aus der Reisebranche treibt rund um die Bielefelder Flüchtlingsbetreuung seltsame Blüten. Weil eine andere Unterkunft mit dem schönen Namen Rütli etwas außerhalb liegt, hat die Stadt für deren Bewohner und ein paar ehrenamtliche Helfer einen Taxi-Shuttle eingerichtet. Der schlägt mit 7.500 Euro im Monat zu Buche – und empört viele Bürger. Verständlich, denn die nächste Bushaltestelle liegt keine 1.700 Meter vom Rütli entfernt. Wolfgang Quakernack schrieb in einem Leserbrief: «Man kann Leuten, die halb Europa zu Fuß durchquert haben, wohl zumuten, zur nächsten Haltestelle zu laufen.» Und Rüdiger Weißenberger äußerte sich gegenüber der örtlichen Tageszeitung ähnlich kritisch: «Auch ich stamme aus einer Flüchtlingsfamilie. Meine Eltern kamen aus Schlesien. Ich bin in den 1960er Jahren zu Fuß zur Schule gegangen. Jeden Tag 2,1 Kilometer hin – und wieder zurück.» Selbst die Taxifahrer können über den Shuttle-Service nur den Kopf schütteln. Nils D. (Name geändert): «Wir nehmen die Kohle natürlich gerne mit. Aber die Asylbewerber aus Afghanistan, aus Syrien und dem Irak lassen sich am liebsten zum nächsten McDonald´s 1,2 Milliarden Euro Schulden lasten auf der Stadt Bielefeld. 85 Millionen Euro wird sie allein in diesem Jahr für ihre Flüchtlinge aufbringen müssen. Da sind die 7.500 Euro pro Monat für den Taxi-Shuttle in die City beinahe so etwas wie die berühmten Peanuts. Doch weil die Kosten für die Asylbewerber explodieren, muss die Stadt ihre Bürger schröpfen, wo es nur geht: Grundsteuer, Gewerbesteuer, Hundesteuer – alles rauf. Beim Theater wird der Etat um 600.000 Euro zusammengestrichen. Und in etlichen Schulen fällt der Putz von den Wänden. Noch im Jahre 1990 wurden lediglich 33 Prozent der Steuereinnahmen in Bielefeld für Jugend und Soziales verwendet. Heute – im Jahre 2016 – verschlingen die Sozialausgaben die gesamten Steuereinnahmen. Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) konnte diese Fakten den Bürgern nicht länger verschweigen. Die Einheimischen sind die Leidtragenden. In Nieheim wurde einer 51-jährigen Krankenschwester über Nacht die Wohnung gekündigt, die ihr von der Stadt vermietet worden war. Die Frau hatte 16 Jahre lang pünktlich die Miete bezahlt, ihr Zuhause tadellos gepflegt – und sich nichts zu Schulden kommen las- Den Bus zu nehmen ist einem Asylanten natürlich nicht zuzumuten. Quelle: Screenshot Westfalenblatt Weil die Kosten für die Asylbewerber explodieren, muss die Stadt ihre Bürger schröpfen. 33

© COMPACT-Magazin GmbH 2016 Alle Rechte vorbehalten

   Mediadaten  /  Datenschutz  /  Impressum  /  Kommentarregeln  /  Nutzungsbedingungen  /  Widerruf