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COMPACT-Magazin 05-2016

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COMPACT Leben Harzheims Klassiker_ 1001 Nacht «Falsch geraten!» Die drei Grazien lachen über den Kandidaten, der im erotischen Quiz versagt. Foto: Filmverleih Filmplakat zu «Erotische Geschichten aus 1001 Nacht». Foto: Filmverleih Nur-ed-Din eilt von Ortschaft zu Ortschaft, sucht seine Geliebte Zumurrud. Die wurde zuvor von Räubern entführt. Seine Reise bildet den Rahmen für ausgewählte Geschichten aus 1001 Nacht, die – wie in der literarischen Vorlage – ineinander verschachtelt sind. Irgendwann gelangt Nur-ed-Din in ein herrschaftliches Haus. Die Töchter des Besitzers beherbergen ihn, lesen dem Gast alte Liebesgeschichten vor, springen mit ihm ins Badebecken und lassen ihn die Kosenamen ihrer (Sie wissen schon…) raten: «Und wie heißt ”meine”?» Der verwirrte Knabe überlegt, assoziiert die Namen von Schmackhaftem: Dattel, Feige. Aber jede Antwort steigert nur das Gelächter der drei Grazien. Man plantscht, lacht, schubst sich. Am Rande des Beckens stehen, im Schatten der Palmen, Teller mit köstlichen Speisen (Foto oben). Nur-ed-Din als Paris im Paradies. Pasolini suchte die Utopie jenseits des Konsumismus. der Tod an Schrecken verliert. Erotische Geschichten aus 1001 Nacht (1974), Abschluss und Höhepunkt dieser Triologie, gewann den Großen Preis der Jury in Cannes. Im Original heißt er übrigens Il fiore delle mille e una notte (Die Blüte aus 1001 Nacht). Gedreht wurde in Eritrea, im Jemen und in Nepal. Viele kostbare Bauten, im Film noch als Kulissen sichtbar, wurden kurz nach dem Dreh planiert, um kommerziell orientiertem Städtebau Platz zu schaffen. Schon zuvor hatte Pasolini dort Die Mauern von Sana’a (1971) gedreht: einen 15-minütigen Appell an die UNESCO, Jemens architektonisches Weltkulturerbe zu bewahren. Vergebens. Pasolini verzweifelte. Der Konsumismus hatte unwiderruflich das letzte Wort. Er widerrief seine «Trilogie des Lebens» und drehte einen Antifilm zu deren Utopie: Salò oder die 120 Tage von Sodom (1975). 66 Bild rechts: Pier Paolo Pasolini (1922–1975). Foto: Screenshot Youtube _ Harald Harzheim ist der Filmklassiker von COMPACT. Nach Jahren zehrender Gesellschaftskritik versuchte der Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini Anfang der 1970er eine filmische «Trilogie des Lebens», um die Utopie jenseits des Konsumismus zu illustrieren, die Lebenslust des befreiten, erotischen Körpers, umrahmt von der Schönheit traditioneller Bauten und Festlichkeiten. Und das Füllhorn des Lebens gibt allen reichlich. Überschäumende Emotion, so stark, dass selbst

Zensur in der BRD Solidarität mit Akif Pirinçci Redner Jürgen Elsässer Diktatur Merkel – Zensur in der BRD Akif Pirinçci Liest aus seinem neuen Buch «Umvolkung. Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden» Götz Kubitschek Warum Solidarität mit Akif Pirinçci? «Umvolkung. Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden» (ISBN 978-3-944422-19-0, 160 Seiten, 14 Euro, wegen Buchhandelsboykott am besten bestellen über antaios.de). Do 19. Mai 2016 | 18.30 Uhr | Magdeburg Eventhalle Halber85 | Halberstädter Straße 85 | 39112 Magdeburg | Beginn 18.30 Uhr, Einlass 18 Uhr Freier Eintritt für Abonnenten | VVK: EUR 10,00/ ermäßigt EUR 6,00 | Abendkasse: EUR 12,00/ EUR 8,00. Aktuelles COMPACT-Magazin im Preis inklusive! | Vorverkauf unter live.compact-magazin.com

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