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COMPACT-Magazin 05-2016

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COMPACT

COMPACT Intern Reger Betrieb am COMPACT-Stand. Foto: Jörg Gründler Dieses Bild twitterte der Blogwart. Foto: Twitter/ @rakeeede Der Gottseibeiuns auf dem Cover. Foto: Kreuzer Meteorit COMPACT Blogwartschreck COMPACT Schutzschirm COMPACT 8 Bei COMPACT wächst nicht nur die Auflage. Auch der Umfang unseres schon traditionellen Auftritts auf der Leipziger Buchmesse hat sich 2016 gut und gerne verdoppelt. «In Halle 5 thront der Stand des Magazins wie ein eingeschlagener Meteorit. Schon von Weitem ist der schwarze Quader sichtbar, der über dem Messestand zu schweben scheint», schrieb die Taz nervös. Der Andrang war riesig, überall sah man Besucher mit den begehrten COMPACT-Taschen. Besondere Höhepunkte waren unsere Veranstaltungen im Sachbuchforum. Dabei stellten der Philosoph Peter Feist und Martin Müller-Mertens, Chef vom Dienst unseres Magazins, am Freitag das neue COMPACT Spezial Nummer 9 – Zensur in der BRD vor. Einen Tag später diskutierten COMPACT-Verleger Kai Homilius und der Medienwissenschaftler Professor Michael Vogt über die Erfolgsgeschichte «Fünf Jahre COMPACT». Jeweils rund 100 Messebesucher, darunter viele unserer Leser, verfolgten aufmerksam die beiden Diskussionsrunden. Auch die Gegner von Meinungs- und Pressefreiheit gaben sich regelmäßig ein Stelldichein in der Nähe unseres Standes. An einer sachlichen Debatte, zu der wir unsere Kritiker herzlich einluden, schien kein Interesse zu bestehen. Jeweils pünktlich um 14:30 Uhr reckte ein Pulk selbsternannter Verleger gegen Rechts irgendwelche Schriften in die Höhe, um sich lautstark zu echauffieren. Die Leipziger und ihre Gäste quittierten den Aufmarsch der Antidemokraten jedoch höchstens mit einem müden Lächeln. Unser Sicherheitsdienst hielt die Schreihälse routiniert auf Distanz. Selten wurden die Warnungen von COM- PACT über den Demokratieabbau so beeindruckend bestätigt wie im April in Hamburg. Eine Edeka-Filiale im Bezirk Altona bot unter anderem auch das COMPACT Spezial Nummer 9 – Zensur in der BRD an. Sogar recht herausgehoben war das 82 Seiten starke Sonderheft platziert: Der Einzelhändler kennt eben den Geschmack seiner Kunden. Dort fiel es auch einem Benjamin Laufer, seines Zeichens unter anderem «AutorIn» bei der Taz, sowie einem Zeit-Mitarbeiter ins Auge. Vermutlich hyperventilierend griff Laufer zur Kamera, um die Twitter-Gemeinde mittels verwackelter Aufnahme darüber in Kenntnis zu setzen. Wie es sich für einen wackeren Neo-Blogwart gehört, beschwerte sich der 35-Jährige umgehend bei der Filiale. Eilfertig lief der Edeka-Händler daraufhin in die Zensurfalle und nahm das COMPACT Spezial aus dem Angebot. Irgendwann fiel sogar Laufer auf, dass sein Nazi-Alarm selbst in der eigenen Zielgruppe nicht mehr ankommt. «Gerade mal zehn Menschen ”gefällt” der Tweet bisher», jammerte er auf seinem Blog nach einigen Tagen. Um den ausgebliebenen Shitstorm zu kompensieren, sprang die Lügenpresse in die Bresche. «Was Edeka-Kunden im Supermarkt fanden, sorgt für einen Skandal», halluzinierte die Huffington Post. «Am Anfang war es nur ein Post auf Twitter – doch der verbreitete sich wie ein Lauffeuer», berichtete Focus Online aus irgendeinem Paralleluniversum. Dankbar waren immerhin die Leser. In den entsprechenden Onlineforen freuten sich viele, auf diesem Weg auf COMPACT aufmerksam geworden zu sein. Die großen Medien schießen sich immer stärker auf COMPACT ein: Anfang April das heute-journal im ZDF, schon Ende März große Tagesblätter wie die Leipziger Volkszeitung, die Hannoversche Allgemeine und die Ostsee Zeitung, Gesamtauflage über 800.000 Exemplare. Unter der Überschrift «Zentralorgan der Parallelgesellschaft – Wie der Ex-Linke Jürgen Elsässer mit COMPACT den Takt für AfD und Pegida vorgibt» wurde zwar ordentlich gegen uns geholzt – aber zwischen den Zeilen guckte der Neid aus allen Knopflöchern: «Sein Magazin spielt eine ähnliche Rolle wie Konkret für die Studentenbewegung und die frühe Taz für die frühen Grünen. Es spannt einen publizistischen Schirm über die ganze Bewegung, ventiliert deren Gedanken, die an ganz unterschiedlichen Stellen wieder auftauchen. So sehr sich AfD und Pegida inzwischen streiten mögen, Elsässer vereinigt alle Strömungen und beschleunigt sie.» COMPACT als das einende Band des Protestes – ein schönes Kompliment! Das Leipziger Linksmagazin Kreuzer – beworben mit dem passenden Slogan «Leipzig. Subjektiv. Selektiv.» – hievte Elsässer gar aufs Titelbild und warnte mit einer zehnseitigen Story vor dem bösen Umstürzler. «Während andere ”Merkel muss weg” schreien, entwirft Elsässer in seiner Zeitschrift COMPACT das dreistufige Programm dafür. (…) Für Tausende treue Leser aber ist die COMPACT viel mehr. Wahrheiten, die ihnen die ”Mainstreammedien” und ”Blockparteien” verschweigen, werden ihnen hier enthüllt (…). Den Chefredakteur Jürgen Elsässer verehren sie dafür wie einen Helden.» Zu viel des Lobes, liebe Kollegen!

COMPACT Inter-national Budapest: Im Dampfbad _ von Felix Ostermann Aarhus: In der Moschee _ von Fritz Poppenberg Graz: Auf dem Dach _ von Martin Sellner Es gab Zeiten, da reichte das Osmanische Reich bis vor die Tore Wiens. In Budapest zeugen heute, neben einigen dem Verfall preisgegebenen Moscheen, noch intakte türkische Dampfbäder von dieser Ära, auf die das ungarische Volk nicht unbedingt freudig zurückblickt. Aber nicht nur die Osmanen verstanden sich auf die Entspannung im heißen Wasser, sondern auch die Einheimischen. Davon zeugt das Gellértbad, 1912 im Jugendstil errichtet – die wohl schönste Therme der Stadt. Durch angloamerikanische Bomber im Zweiten Weltkrieg massiv zerstört, wurde es schon Ende der 1950er Jahre in seiner ursprünglichen Pracht rekonstruiert und seither mehrfach renoviert. Nachdem ich meine müden Knochen in den heißen Becken ausgekocht habe, schmecken die gegrillten Käse-Medaillons auf Jasminreis in Buttersauce superb. Am Nachbartisch sitzen zwei Österreicher. Im schönsten Austriakisch wird über den deutschen Suppenkasper diskutiert. Es vergehen einige Sekunden, bis ich realisiere, dass damit Angela Merkel gemeint ist… Mir wird in diesem Moment wieder einmal bewusst, dass es die richtige Entscheidung war, in die Puszta-Republik auszuwandern. Das Land hat gerade vollständig seine IWF-Kredite zurückgezahlt, die Exportwirtschaft boomt mit sieben Prozent über Vorjahresniveau – und das Wichtigste: Die Grenzen sind dicht! Premier Viktor Orbán ist populär wie nie und will bald, als bisher Einziger in der EU, das Volk über seine Zuwanderungspolitik abstimmen lassen. So geht Demokratie! Tausend Dank an den dänischen Fernsehsender TV2, der Anfang April den Mut hatte, in acht Moscheen mit versteckter Kamera zu filmen und diese Aufnahmen landesweit auszustrahlen! Zur besten Sendezeit konnten Millionen Dänen schon mal einen Blick in den Abgrund werfen, den Imame in Kopenhagen, Aarhus und Odense für ihre nordischen Gastgeber ausgehoben haben. Der Prediger Abu Bilal von der Grimhøjvej-Moschee in Aarhus droht im Film: «Wenn eine verheiratete oder geschiedene Frau Unzucht begeht, (…) so soll sie zu Tode gesteinigt werden. (…) Wenn sie noch Jungfrau ist, dann ist die Strafe Auspeitschung!» Solche Hasspredigten sind nicht nur ein Fall für die Justiz, sondern vor allem ein frontaler Angriff auf die christlichen Fundamente der dänischen Gesellschaft. Wie sagte Jesus zu denen, die eine Ehebrecherin auf diese Weise bestrafen wollten? «Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.» Der sozialdemokratische Bürgermeister von Aarhus, Jacob Bundsgaard, reagierte sofort, schon nach der Ausstrahlung des ersten Teils der Dokumentation. Er erklärte, den Bau einer geplanten Großmoschee in Aarhus verhindern zu wollen und hat schon eine deutliche Mehrheit des Stadtrats hinter sich. Und die Dänische Volkspartei, immerhin die größte Partei im Lande, schlug vor, Predigern, die gegen die Grundwerte der dänischen Gesellschaft verstoßen, die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Vorschlag könnte bis zur Sommerpause in Gesetzesform gebracht werden. Am Nachmittag des 6. April sammeln sich rund 30 Aktivisten der Identitären Bewegung an einem konspirativen Treffpunkt in Graz. Der Plan: Als Reaktion auf den Terror in Brüssel soll die neue Moschee, die gerade in der Stadt errichtet wird, besetzt und mit einem 16 Meter langen Banner verziert werden. Auf einmal meldet sich einer unserer Späher: Die Moschee-Baustelle ist bereits von einer Hunderschaft Polizisten samt Hundestaffel und Greiftruppe umstellt! Ein vorab informierter Journalist hat offenbar geplaudert… Die Aktion steht vor dem Scheitern. Doch ein weiteres Ziel liegt unbewacht nur wenige Kilometer entfernt: die Parteizentrale der Grünen, ein mehrstöckiges Haus am Fuße des Schlossbergs. Ist das nicht auch ein Symbol für die Masseneinwanderung und die Multikulti-Politik, die Graz zur Dschihad-Hochburg gemacht hat? Kurz vor 17 Uhr werden die Spitzen der grünen Landespartei, die sich zur Vorbereitung des Präsidentschaftswahlkampfes versammelt haben, plötzlich von Lärm aus ihren Gesprächen gerissen. Fassungslos beobachten sie, wie fünf Identitäre das Transparent mit dem Slogan «Islamismus tötet!» entrollen und mit mehreren Litern Kunstblut überschütten. Beim Eintreffen der Polizei ist die Aktion schon beendet – trotzdem wird sie binnen Stunden Tagesthema in der Alpenrepublik. Unsere Botschaft ist so unübersehbar wie der Farbfleck auf der Parteizentrale: Wir werden nicht schweigend abwarten, dass auch in Österreich ein Terroranschlag geschieht. 9

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