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COMPACT-Magazin 05-2017

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Der Osten leuchtet. Was der Westen lernen kann

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COMPACT Themen 4 Titelthema Herrlich: Der Mut der Ossis Politik Gefährlich: Der Übermut Trumps Dossier Traurig: Eine Mutter kämpft mit dem Islam Leben Nostalgisch: Die Blütezeit der Mafiosi 05 Editorial 06 Leserbriefe 07 Foto des Monats 08 COMPACT Intern 09 Zitate des Monats Titelthema 11 Der Osten leuchtet Was der Westen lernen kann 14 Deutsche demokratische Reserve Bürgerprotest zwischen Elbe und Oder 17 Pommerland ist nicht abgebrannt Kulturkampf in Greifswald 20 «Dass ein gutes Deutschland blühe» Das patriotische Erbe der SED Thema NRW 23 Hausfrauen im Nafri-Kalifat Failed State NRW 26 Mutti aus Mühlheim Hannelore, die Kraftlose 29 Terroristenparadies NRW Minister Jäger im Amri-Ausschuss Politik 33 Dritter Weltkrieg: der Anfang? Trumps Endgame gegen Russland 36 Die zweite Front USA gegen China und Nordkorea 38 Der entfesselte Westen Islam und der Tumor des Liberalismus 40 Aufstand der Wütenden Frankreich vor den Wahlen 42 Bargeld-Aus Die Schockstrategie der Eliten 45 Die Prawda aus Hamburg Die Zeit verrät den Liberalismus Dossier 50 Meine Tochter liebt einen Terroristen Eine Geschichte aus Merkel-Deutschland 54 «Ich war die Frau eines Gotteskriegers» Mit Charme, Koran und Bombengürtel Leben 57 Halbe Freiheit gibt es nicht Die unsterblichen Visionen des Thomas Münzer 60 Jenseits des Sunset Boulevard Las Vegas: alte Gangster, neue Drogen Kolumnen 63 Unsere Helden _ Ulrich von Hutten 64 Hartlages BRD-Sprech _ Spaltung 65 Flesch aus Mallorca _ Null Integration 66 Bartels Schmäh _ Umfrageglück COMPACT Impressum Herausgeber & Verlag COMPACT-Magazin GmbH Geschäftsführer Kai Homilius Am Zernsee 9, 14542 Werder (Havel) E-Mail verlag@compact-mail.de Website www.compact-online.de Vertrieb, Bestellungen, Abo-Betreuung Fon 03327-5698611 Fax 03327-5698617 E-Mail vertrieb@compact-mail.de Bankverbindung COMPACT-Magazin GmbH Mittelbrandenburgische Sparkasse BIC: WELADED1PMB IBAN: DE74 1605 0000 1000 9090 49 COMPACT Redaktion (NEU!) Französische Str. 12, 10117 Berlin (Großbriefe und Päcken an den Verlag) Fon 030-20188322 Fax 03327-5698617 E-Mail redaktion@compact-mail.de Chefredakteur Jürgen Elsässer (V.i.S.d.P.) Chef vom Dienst Martin Müller-Mertens Redakteure Marc Dassen (Politik), Tino Perlick (Korrespondent) Cover Montage Iris Fischer Fotoquellen Cover Image Source/Getty Images; Untitledphoto, kbrowne41/shutterstock.com; DieterMeyrl/istock Layout/Bild Steffen Jordan Anzeigenakquise E-Mail anzeigen@compact-mail.de Gedruckt in Deutschland Redaktionsschluss 13.4.2017 Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe Samstag, 27.5.2017

COMPACT Editorial Trump und die AfD Donald Trump hat seine Wähler und sein Programm verraten. Mit dem Angriff auf Syrien verhöhnt er alle, die an sein America First geglaubt haben – an eine Politik des Patriotismus, die das eigene Land verteidigt, aber die Interventionen in anderen Ländern energisch zurückfährt. Wie Alexander Dugin in dieser Ausgabe richtig feststellt: Trump hat aufgehört, Trump zu sein, und ist zu Hillary geworden, eine Art Transvestit, ein Wechselbalg der Macht. Dabei hatte Dugin nicht weniger auf Trump gehofft als Elsässer. Aber Katzenjammer nützt nichts, jetzt müssen Lehren gezogen werden. Die letzten Monate in den USA können als Exempel dienen, wie das Volk über ein Regime triumphieren kann – und im nächsten Schritt den Sieg wieder verspielt. Zunächst zu Trumps epochalem Erfolg vom 8. November: Der Emporkömmling schlug das versammelte Establishment und dessen medialen Wurmfortsatz, weil er sich einen Teufel um die politische Korrektheit scherte. Mit Lust trat er in alle Fettnäpfchen, die die neuen Jakobiner aufgestellt haben. Seine Forderung, Frau Clinton einzusperren – das würde man gerne in Bezug auf Frau Merkel mal von der AfD hören! Widerlegt hat er auch den petryanischen Unsinn, die Wahlen würden in der Mitte gewonnen, indem man die Faust in der Tasche verbirgt. Ganz im Gegenteil: Trump verdankt seinen Sieg den Nichtwählern, die jahre- und jahrzehntelang nicht mehr an die Urnen gingen, weil sie vom ganzen System die Nase voll haben. Auch die AfD wird nicht reüssieren, wenn sie ängstlich um CDU- oder FDP-Anhänger herumscharwenzelt. Den Hoffnungslosen Hoffnung zu geben, indem man ihre Sprache spricht – das ist die populistische Zauberformel. Zu konstatieren ist: Wenn Wahlen etwas bewirken würden, dann wären sie verboten. Der Gegner ist zu mächtig für eine parlamentarische Machtübernahme. Nachdem Trump trotz seiner Milliardenreserven mit dem Tiefen Staat nicht fertig geworden ist, wer soll es dann schaffen? Sind Marine Le Pen oder H.C. Strache stärker? Muss man nicht mit schmutzigen Tricks rechnen, die auch sie brechen ? Auf wen kann man sich noch verlassen? Die Antwort: Nicht auf Einzelne, nur auf das Volk. Politikern und Parteien kann man nur dann trauen, wenn sie sich lediglich als Türöffner für die Volksmacht verstehen. Der erste Schritt, den ein AfD-Bundeskanzler zu garantieren hätte, wäre die Einführung von direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild. Dann haben die Bürger über Volksbegehren jederzeit die Möglichkeit, denen im Parlament zu zeigen, wo der Hammer hängt. Chefredakteur Jürgen Elsässer. Foto: Jörg Gründler Und weshalb ist Trump umgekippt? Ist er überhaupt? Manche halten ihn für einen gewieften Taktiker, der seine innenpolitischen Gegner entwaffnet hat, indem er ihr außenpolitisches Programm übernahm. Doch diese Argumentation erinnert allzu sehr die Grünen hierzulande: Da hat auch immer die Taktik die Strategie gefressen, und am Ende verkaufte Joschka Fischer seinen Bombenkrieg gegen Jugoslawien mit dem Argument, ansonsten müsste er als Minister zurücktreten, und dann käme es zu einem Krieg mit Bodentruppen… Solange das nicht geht, ist Opposition die einzig mögliche Form von Realpolitik. Die Grünen sind ein gutes Beispiel: Fast 20 Jahre waren sie in keiner Bundesregierung vertreten – und schafften es trotzdem, ihr wichtigstes Ziel durchzusetzen, nämlich den Neubau von AKWs zu verhindern. Warum kann die AfD nicht unser dringlichstes Anliegen, die Masseneinwanderung zu stoppen, auch aus der Opposition heraus erreichen? Notwendig wäre dafür freilich, dass Hunderttausende, wie damals gegen die Nuklearenergie, jetzt für die Grenzschließung demonstrierten. Der Schulterschluss mit der außerparlamentarischen Bewegung, den die Ökopaxe hinbekommen haben, müsste heute auch für die AfD zentral sein. Welcher Promi spricht als erster bei Pegida? 5

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