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COMPACT-Magazin 08-2016

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COMPACT Themen 05 Editorial 06 Zitate des Monats 07 Foto des Monats 08 Leserbriefe 09 COMPACT Intern 10 Köpfe des Monats 53 Lauter schöne Mädchen von Johann Felix Baldig 56 Requiem für Dresden von Sebastian Hennig 59 Die letzte Schlacht von Ali Pascha von Jan von Flocken 61 Mit Promille nach Pankow von Helmut Roewer Titelthema Weltkrieg gegen Putin Politik Köln – Hannelore Kraft und die drei Affen Titelthema 11 Weltkrieg gegen Putin von Jürgen Elsässer 15 Schlachtfeld Deutschland von Martin Müller-Mertens 18 Krieg der fünften Dimension von Marc Dassen 21 «Wir schrauben die Eskalationsspirale immer höher» Interview mit Harald Kujat Politik 23 Hannelore Kraft und die drei Affen von Hans-Hermann Gockel 26 Die Herrenmenschin von Martin Müller-Mertens 64 BRD-Sprech _ Auschwitz von Manfred Kleine-Hartlage 65 Unsere Helden _ Totila von Jan von Flocken 66 Harzheims Klassiker _ Patriotismus von Harald Harzheim COMPACT Impressum Herausgeber & Verlag COMPACT-Magazin GmbH Geschäftsführer Kai Homilius Am Zernsee 9, 14542 Werder (Havel) E-Mail verlag@compact-magazin.com Website www.compact-online.de Vertrieb, Bestellungen, Abo-Betreuung Fon 03327-5698611 Fax 03327-5698617 E-Mail vertrieb@compact-magazin.com 29 «Für mich ist Heimat der Ort, wo ich mich wohl fühle» Interview mit Norbert Hofer 33 Cop-Killer in Dallas von Jürgen Elsässer Bankverbindung COMPACT-Magazin GmbH Mittelbrandenburgische Sparkasse BIC: WELADED1PMB IBAN: DE74 1605 0000 1000 9090 49 Redaktion E-Mail redaktion@compact-magazin.com Dossier Brexit– Das Volk, der Feind 35 Das Schweigen der Lämmer von David Berger Dossier 40 Das Volk, der Feind von Martin Müller-Mertens Chefredakteur Jürgen Elsässer (V.i.S.d.P.) Chef vom Dienst Martin Müller-Mertens Cover Iris Fischer Fotoquelle Cover Sasha Mordovets/Getty Images Layout/Bild Steffen Jordan COMPACT-Online Arne Fischer E-Mail fischer@compact-magazin.com 42 «Ich will mein Leben zurück» von Karel Meissner 44 Die Konservativen müssen zur Arbeiterpartei werden von Fraser Nelson und James Forsyth Leben Anzeigenakquise E-Mail anzeigen@compact-magazin.com Gedruckt in Deutschland Druckauflage dieser Ausgabe 72.500 Exemplare Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe Samstag, den 27. August 2016 4 Leben Götz George – Der Wandelbare 47 Im Land der Wikinger von Peter Wiegrefe 50 Der Wandelbare von Bernd Schumacher Redaktionsschluss 17. Juli 2016

COMPACT Editorial Nizza: Wir sind im Krieg Der militante Islam hat Europa den Krieg erklärt – und Europa schläft weiter. Immerhin: Unsere türkischen Mitbürger demonstrierten lautstark. Kaum 30 Stunden nach dem Terroranschlag von Nizza mit über 80 Toten gingen sie zu Zehntausenden in allen großen deutschen Städten auf die Straße. Ihr Anliegen war allerdings nicht, Entsetzen über ihren massenmörderischen Glaubensbruder zu bekunden. Ganz im Gegenteil: Mit Rufen wie «Allahu Akbar» – belegt von der Tagesschau – stellten sie sich in Hamburg und anderswo hinter einen anderen massenmörderischen Glaubensbruder, den Kurdenschlächter und Freund des Islamischen Staates Recep Tayyip Erdogan. Der sah sich in jenen Stunden gerade einem Militärputsch gegenüber – für seine Anhänger hierzulande offensichtlich eine viel schrecklichere Vorstellung als der Leichenberg an der Cote d‘Azur. Die Reaktion deutscher Politiker und Medien auf Nizza war wie gewohnt: süßlich und abstoßend. Natürlich hatte das Blutbad wieder einmal nichts mit dem Islam zu tun – als ob der Terrorist irgendein Alien gewesen wäre. Im Multikulti-Milieu wurde der Täter sogar als Opfer beschrieben: «Dieser Mann hatte keine Arbeit, keine Chance, keine eigene Wohnung, keine Freundin, und deshalb hat er angefangen, darüber nachzudenken, sich an dieser ”Gesellschaft” zu rächen, die ihn ausgegrenzt hat», schrieb ein Schwurbelkopf aus der Freitag-Community des Jakob Augstein. Auch Innenminister Thomas de Maizière riet dringend davon ab, «jetzt Muslime pauschal zu verdächtigen». Gemeingefährlicher Blödsinn! Nizza lehrt das Gegenteil: Wenn wir uns schützen wollen, müssen wir ab sofort jedem Muslim gegenüber vorsichtig sein! Denn der LKW-Dschihadist war ja tatsächlich ein völlig unauffälliger Typ gewesen: kein Syrien-Kämpfer, kein IS-Anhänger, kein Salafist. Bei der politischen Polizei gab es noch nicht einmal eine Akte über ihn, und niemand will ihn je in einer Moschee gesehen haben. Trotzdem ist es kein Zufall, dass auch solche religionsfernen Muslime in einer psychischen Krisensituation zu Massenmördern werden können – während christliche oder atheistische Kleinkriminelle ihre Depression bloß in einer Schlägerei oder im Puff ausleben. Nur der Islam macht einem gescheiterten Verlierer nämlich ein unschlagbares Angebot: Du hast Dein Leben zwar gotteslästerlich verpfuscht – aber wenn Du im Krieg gegen die Ungläubigen stirbst, hast Du trotzdem eine 100-prozentige Garantie auf das Himmelreich inklusive der 72 Jungfrauen. Die Frage, die schon bei dem Messermörder in Grafing im Mai auftauchte – ist er ein Fundamentalist, weil er beim Zustechen «Allahu Akbar» rief, oder nur ein Irrer, der kurz zuvor aus der Klapse geflüchtet war – ist falsch gestellt: Wahnsinn und Islam, das ist nämlich kein Widerspruch, sondern passt wie Arsch auf Eimer. Die Dschihad-Religion zieht die Irren an und bewaffnet sie – das schafft kein anderer Glaube. Während unsere Politiker noch immer in Appeasement machen, hört man immerhin aus Frankreich kraftvolle Reaktionen. Marion Maréchal-Le Pen stellte für den Front National fest, was man auch gerne von der AfD gehört hätte: «Wenn wir den Islamismus nicht töten, tötet er uns.» Auch der Republikaner Christian Etrosi redete Tacheles – Worte, die man bei seiner deutschen Bruderpartei CDU meidet wie der Teufel das Weihwasser. «Ich spüre, wie um mich herum die Wut sich steigert. Ich spüre, wie um mich herum der Hass sich steigert – und ich kann dieses Gefühl verstehen», sagte der ehemaliger Bürgermeister der Stadt und ihr jetziger Vertreter in der Nationalversammlung. Selbst in der Linksregierung werden einige vernünftig: Innenminister Bernard Cazeneuve rief alle willigen «patriotischen Bürger» zum Reservedienst bei den Sicherheitskräften auf. Wann wird unser Innenminister endlich eine Freiwilligenmiliz bilden, die der Polizei beim Aufpassen hilft? Erst, wenn auch die Alsterpromenade von Hamburg mit Leichen gepflastert ist? Chefredakteur Jürgen Elsässer. Foto: Jörg Gründler 5

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