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COMPACT-Magazin 09-2016

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COMPACT Köpfe des Monats Foto: picture alliance / AA Foto: Informationen aus Einsiedel Foto: picture alliance / dpa Karrieristin des Monats _ Sawsan Chebli Fußballer des Monats _ Michel Dinzey Was macht eigentlich _ Nadija Sawtschenko 10 Noch verkündet sie als Vize-Sprecherin des Auswärtigen Amtes die Politik Frank-Walter Steinmeiers. Doch vielleicht wird die 38-Jährige schon bald selbst ein Ressort leiten. Mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) trat Sawsan Chebli im Juli bereits zu einem gemeinsamen Sommerinterview über den Islam in Deutschland an. Immerhin dürfte Müller nach der Berlin-Wahl im September ein neues Kabinett zusammenstellen. Denkt er dabei an Chebli als Nachfolgerin von Integrationssenatorin Dilek Kolat, die in den letzten Jahren eher mit Personalquerelen im eigenen Haus als durch politische Erfolge auffiel? Die Positionen der praktizierenden Muslimin – auf das Kopftuch verzichtet sie lediglich aus Karrieregründen – würden jedenfalls gut zur durchaus wahrscheinlichen rot-grünroten Koalition an der Spree passen. «Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen», verkündete sie mit Chuzpe. Irgendwie tolerant sollten Muslime gegenüber christlichen Gebräuchen wie dem Weihnachtsfest schon sein. Doch Empfehlungen an ihre Religionsgemeinschaft sind ihr offenbar nicht recht: Mit der Scharia hat Chebli kein erkennbares Problem. Die ungläubigen Eingeborenen wüssten einfach nicht, was der Begriff bedeutet: «Scharia heißt auf Deutsch: Weg zur Quelle, also der Weg zu Gott.» Demnächst steht das auf SPD-Plakaten, wetten? (fb) Toleranz und Respekt werden gerne groß geschrieben beim Zweitligisten FC St. Pauli. Wie schnell es mit diesen Werten am Millerntor vorbei sein kann, musste jetzt der einstige Star Michel Dinzey erleben. Sein früherer Verein schmiss den Mittelfeldspieler Ende Juli aus der Altliga-Mannschaft. Das Verbrechen des Kickers: Am 15. Juni unterstützte er die asylkritischen Proteste im sächsischen Einsiedel. Der Deutsch-Kongolese hatte in Chemnitz einen ehemaligen Mannschaftskollegen besucht und anschließend an einer Demonstration teilgenommen. «Ich habe nichts Rechtes gesehen, gute Gespräche geführt», sagte er anschließend der Hamburger Morgenpost. Auch ein Foto, das den Ex-Profi vor einem COMPACT-Plakat zeigt (siehe oben), postete der 43-Jährige. Umgehend ergoss sich ein Shitstorm über den einstigen Publikumsliebling. Dabei dürfte Dinzey scharfen Gegenwind gewöhnt sein – gut 20 Jahre wehte er ihm von den gegnerischen Fankurven ins Gesicht. 1972 in Berlin geboren, begann Dinzey seine Profikarriere 1994 beim VfB Stuttgart. Später avancierte er zum Stammspieler unter anderem bei Hertha BSC und dem FC St. Pauli. Mit 1860 München winkten ihm im Jahre 2000 sogar Einsätze in der Champions League. Doch Trainer Werner Lorant schickte ihn aufgrund von Differenzen kaum auf den Rasen. 33 Mal lief Dinzey zudem für die kongolesische Nationalmannschaft auf. Die aktuelle Hetze trifft ihn. Er habe nicht erwartet, «dass die Leute mit so einem Hass reagieren». (km) Sie ist Heldin der Ukraine. Sie ist ausgebildete Kampfpilotin. Sie ist Abgeordnete des Parlaments. Sie ist Mitglied des Europarates. Ihr Name ist Nadija Sawtschenko. – Sie ist «Verräterin des Volkes», «Putin-Agentin», «irre» und «gehört gevierteilt». Die Rede ist auch hier von Nadija Sawtschenko. Zwischen Huldigung und Verteufelung liegen nicht einmal zwei Monate. Die mittlerweile 35-Jährige kämpfte im Osten der Ukraine gegen prorussische Separatisten. Darauf folgten Gefangennahme und Gerichtsverfahren in Russland. Das Urteil: schuldig der Beihilfe zum Mord an russischen Journalisten, 22 Jahre Lagerhaft. Während des Prozesses trat sie mehrmals in den Hungerstreik, zeigte dem Richter ihren Mittelfinger und Wladimir Putin ihre Verachtung. Putin begnadigte sie. Im Mai 2016 kehrte Sawtschenko in die Heimat zurück. Man erwartete jetzt ihren Mittelfinger für Putin im Parlament. Sie aber sprach sich für das Ende des «Brudermordes» aus und schlug vor, mit den Separatisten direkt zu verhandeln – ein Tabubruch für die ukrainische Kriegspartei. Darüber hinaus beschuldigte sie die Machthaber in Kiew, den Krieg in der Ostukraine angefangen und sich an ihm eine goldene Nase verdient zu haben. Das war schlimmer als Tabubruch. Das war Majestätsbeleidigung des Präsidenten Petro Poroschenko. Der gab den «unabhängigen» Medien den Befehl: «Fass!»… Anfang August trat Sawtschenko in den Hungerstreik – nicht mehr im russischen Gefängnis, sondern in der «demokratischen» Ukraine. (pu)

COMPACT Titelthema Terrorists welcome _ von Jürgen Elsässer Merkel gibt Mördern Asyl: Von Paris und Brüssel über Würzburg, Reutlingen und Ansbach zieht sich die Blutspur, die vermeintliche Flüchtlinge durch friedliche Städte und Dörfer gezogen haben. Sie kamen, weil die Bundeskanzlerin Deutschland zum Multikulti- Paradies gemacht und die Grenzen geöffnet hat. Es war der Sommer der Kanzlerin – ein blutiger Sommer. Hunderte von Übergriffen auf Frauen in Freibädern und auf Polizisten in Problemvierteln konnten die Lügenmedien verschweigen und zu Einzelfällen bagatellisieren. Aber als der fundamentalistische Terror, den man zuvor nur in Fernsehaufnahmen aus Städten im Ausland gesehen hatte, Ende Juli die Bundesrepublik erreichte, gewann der Schrecken für die Deutschen eine neue, eine erfahrbare Dimension. Der Axtkiller von Würzburg, der Machetenmörder von Reutlingen, der Nagelbomber von Ansbach – sie alle waren als Flüchtlinge gekommen, sie alle waren Moslems. Die Bundeskanzlerin sah sich in keinem dieser Fälle bemüßigt, die Schreckensorte aufzusuchen und den Verletzten in den Krankenhäusern ihre Solidarität zu zeigen. Während sie vor einem Jahr ihre Amtsgeschäfte unterbrochen hatte, um in Aufnahmelagern mit den Asylbewerbern für Selfies zu posieren, blieb sie in diesen Horrortagen, als die ganze Nation in Angst und Panik war, eisern in ihrem Urlaubsort an der Uckermark. Keine Selbstkritik, nirgends Erst am 28. Juli bequemte sich Angela Merkel zu einer vorgezogenen Bundespressekonferenz nach Berlin – aber nur, um ihre Landsleute ein weiteres Mal zu verhöhnen. Erneut bekräftigte sie die Politik, durch die sie im September 2015 Deutschland zum Magneten für die weltweiten Migrationsströme gemacht hat: «Ich bin heute wie damals davon überzeugt, dass wir es schaffen, unserer historischen Aufgabe – und dies ist Sie wiederholte die verhasste Formulierung: «Wir schaffen das.» Vorgriff auf unsere Zukunft? Wehrlose Deutsche werden nach den Todesschüssen in München am 22. Juli aus der Gefahrenzone eskortiert. Foto: picture alliance / SZ Photo 11

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