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COMPACT-Magazin 10-2016

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Anzeige Nur wer die Risiken kennt, kann richtig handeln! ■ Das Besondere an diesem Buch ist seine Entstehungs- geschichte. Die Idee hatte Professor Eberhard Hamer, führender deutscher Mittelstandsforscher, der das Projekt von Anfang an leitete. Zehn Arbeitsgruppen haben in vielen Sitzungen die Trends und Prognosen für Deutschland und Europa bis zum Jahr 2050 erarbeitet. Dieses Kompendium bietet das Kondensat der Erfahrungen und Analysen von über 30 Fachleuten und Experten. So viel geballtes Expertenwissen war selten! Das Autorenteam beantwortet so wichtige Zukunftsfragen wie: • Wird die Nahrungs- und Wasserversorgung der Bevölkerung gesichert sein? Wie werden sich die Verfügbarkeit und die Verteilung der Rohstoffe entwickeln? • Wie wird sich die Weltbevölkerung entwickeln? Wird es zur größten Völkerwanderung der Weltgeschichte kommen? • Wann wird das Weltfinanzsystem zusammenbrechen, und wie könnte ein neues Finanzsystem aussehen? • Wird es einen neuen Technologiezyklus geben? Welche Rolle werden Bio-, Nano- und Neurotechnologie spielen? • Welche Rolle werden Bildung und Bildungssystem für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit spielen? • Wird die NATO Deutschland in ein militärisches Abenteuer gegen Russland hineinziehen und einen Dritten Weltkrieg auslösen? Wird Deutschland den neuen Formen der Kriegsführung gewachsen sein, und wie ist es um die innere Sicherheit bestellt? Droht uns ein Bürgerkrieg im eigenen Land? • Wie wird die Massenimmigration unsere gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen? Eberhard Hamer (Hrsg.): Visionen 2050 gebunden • 288 Seiten • zahlreiche Abbildungen Best.-Nr. 953 800 • 19.95 € • Droht Deutschland und Europa eine Wirtschaftskrise mit einer langen Korrektur- und Rezessionsphase? • Welche tief greifenden geopolitischen Veränderungen stehen uns bevor? • Welche Lebensziele und -werte werden die Menschen in Zukunft bewegen, motivieren und antreiben? Welche Werte sind dauerhaft, tragfähig und wertvoll genug, um unser Leben künftig bestimmen zu können? Dies sind alles enorm wichtige Aspekte für unsere Zukunft. Deshalb beruhen alle Prognosen auf sorgfältigen Recherchen und werden mit seriösen Argumenten untermauert. Zu den Autoren dieser bahnbrechenden Analysen und Prognosen zählen neben Prof. Dr. Hamer Militärspezialisten wie Oberstleutnant a. D. Burkhard Geller oder Generalmajor a. D. Gerd Schultze-Rhonhof, Forscher wie Prof. Dr. Reinhard Franzke, Prof. Dr. Rainer Gebhardt oder Prof. Dr.- Ing. Hermann Kühnle sowie erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese Forschungsbeiträge fassen alle wichtigen Trends der kommenden Jahrzehnte kompakt und leicht verständlich zusammen. Wer sich rechtzeitig und richtig vorbereitet, den werden die kommenden Krisen nicht überraschen, am wenigsten schädigen, und der hat sogar in der Krise besondere unternehmerische Chancen. Ein gerade in der heutigen Zeit unverzichtbares Buch Telefon (0 74 72) 98 06 10 • Telefax (0 74 72) 98 06 11 • info@kopp-verlag.de • www.kopp-verlag.de Jetzt bestellen! Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Europas

COMPACT Politik Wehrsportübung der Hoffmanntruppe, etwa 1976. Foto: Privat der Wiederaufnahme des 32 Jahre zuvor eingestellten Ermittlungsverfahrens beauftragte. Begründet wurde dies unter anderem mit Spuren, die ein Opferanwalt und Chaussy selbst recherchiert hatten. Von einer verschwundenen abgetrennten Hand war die Rede, von einer Krankenschwester, die kurz nach dem Attentat einen Schwerverletzten in Hannover betreut und von einer Sprachlehrerin, die einen angeblich Tatverdächtigen schon vor dem Anschlag mit Naziflugblättern, auf denen der spätere Tatverdächtige Gundolf Köhler erwähnt war, erwischt habe. Im Verlauf des Jahres 2015 stellten sich diese Spuren bald als unbrauchbar heraus. Die Krankenschwester aus Hannover brachte die Ermittler nicht weiter, und der Flyer mit Köhlers Namen war mindestens ein Jahr nach dem Attentat fabriziert worden. Die Obsessionen des Dr. Langemann Wo stehen die Ermittlungen zum Oktoberfestattentat heute? Im allgemeinen Sumpf der Nichtaufklärung ist es nicht einfach, den Überblick zu bewahren. Die SoKo ermittelt immer noch vor sich hin und drückt sich vor einem Abschlussbericht. Die Aufklärung kommt nicht voran, auch weil die wichtigsten Akten immer noch unter Verschluss sind – zum Beispiel jene des für die damaligen Ermittlungen so wichtigen Staatsschützers Hans Langemann (siehe oben). Dieser hatte schon immer für verschiedene Sicherheitsbehörden gearbeitet, unter anderem für den BND. Im Umfeld der Olympiade 1972 in München übernahm er wichtige Funktionen bei der Einschätzung der terroristischen Gefährdungslage, konnte den palästinensischen Anschlag aber nicht verhindern. Ganz nebenbei war Langemann in eine Art privaten Nachrichtendienst der CSU eingebunden gewesen, der vor allem mit Intrigen gegen den ersten sozialdemokratischen Kanzler Willy Brandt von sich reden machte. Als man im Jahr 1982 bei diesem Staatsschützer eine Hausdurchsuchung in einer anderen Strafsache – man warf ihm Geheimnisverrat vor – durchführte, beschlagnahmte man den Inhalt seines Panzerschranks. Dort fanden sich nicht nur Manuskripte von phantastischen Agentenromanen (Der Agent, der aus dem Raumschiff kam, Die geheimen Dossiers des Dr. Gentleman), sondern auch eine Reihe wichtiger Dokumente, die später nicht einmal parlamentarischen Kontrollgremien vorgelegt werden durften. Dabei wäre der Zugang zu diesen Akten vermutlich auch für die Aufklärung der Oktoberfestbombe wichtig, denn schon in seiner Dissertation hatte sich Langemann mit Strategien der Vertuschung bei Attentaten auseinandergesetzt. So interessierte sich der bayrische Schlapphut zeitlebens für die Hintergründe der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. In seiner Dissertation schrieb er, das Attentat sei von einer geheimdienstnahen Seilschaft (die sogenannte Schwarze Hand) organisiert worden, die die serbische Regierung in einen Krieg gegen die Habsburgermonarchie hetzen wollte. Diese Seilschaft lenkte den Verdacht auf eine äußerlich militante, letztlich aber nicht terroristische Organisation, die Narodna Odbrana. Das Ablenkungsmanöver sei unter anderem auch deshalb gelungen, weil die Sündenbock-Gruppe – so Langemann wörtlich –, «Wehrsport» praktiziert habe, ein «Gift für die Jugend». Fand der bayrische Staatsschützer mit der Wehrsportgruppe Hoffmann 1980 einen ähnlich geeigneten Sündenbock? Die Akten von Langemann sind noch immer unter Verschluss. Heute wissen wir, dass die Schwarze Hand als operative Struktur nie existiert hat. Auch diese Spur war eine Erfindung der Geheimdienste gewesen. Schicht für Schicht war das Attentat verhüllt worden. Langemann wird gewusst haben, dass auch das Oktoberfestattentat eine solche «Zwiebel» ist. Trennt man mühsam eine Schicht ab, kommt die nächste zum Vorschein. Ein düsteres Handwerk, die Konstruktion solcher Zwiebeln! Und das Volk darf zweifeln und glauben, je nach Bedarf. «Nachrichtendienstlicher Hintergrund» Die ursprünglich verdächtigen Mitglieder der Wehrsportgruppe Hoffmann wurden schon wenige Tage nach dem Oktoberfestattentat wieder auf freien Fuß gesetzt. Dazu kommentierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 30. September 1980: «Das Verbrechen ist nun wieder so mysteriös wie am Anfang, eher mysteriöser. Tathergang, Mittäter (…) und vor allem das Tatmotiv sind nur unter Zuhilfenahme weit hergeholter Theorien zu erklären. (…) Weit hergeholt, aber nicht undenkbar wäre die Vermutung, das Verbrechen könne nicht nur einen terroristischen und extremistischen, sondern zugleich einen nachrichtendienstlichen Hintergrund haben. Wer mit Rechtsextremismus selber nichts im Sinn hat, könnte, falls ruchlos genug, desto interessierter daran sein, dass alle Welt sich über sein Aufkommen gerade in der Bundesrepublik Deutschland entsetzte.» Mehr zum Thema Oktoberfestattentat und Gladio in unserer Juni-Ausgabe 2013. Foto: COMPACT Gavrilo Princip erschoß 1914 den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand. Foto: Public Domain, Wikimedia Commons _ Radek Pokorny ist das Pseudonym eines investigativen Journalisten. 37

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