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COMPACT-Magazin 10-2016

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COMPACT Dossier «Die Deutschen sind konservativ» «Ein Volk wie die Deutschen war immer konservativ – zu Kaiserzeiten, nach Kaiserzeiten, nach den Nazis. Die Deutschen waren immer konservativ. Die Deutschen waren nicht die Franzosen und auch nicht die Italiener, mit denen können sie die Deutschen sowieso nicht vergleichen. Wenn ich aber weiß, ich habe ein konservatives Volk, und das wusste Axel Springer, dann muss ich doch ein Blatt für dieser konservative Mehrheit machen. Und die Konservativsten, das waren immer die Sozis. Wenn Sie jemals eine bestimmte Zeit im Ruhrgebiet gelebt hätten wie ich, und Sie wären in eine Wohnung reingekommen, dann hätten Sie gesehen, wie konservativ Arbeiter sind: Da stand eben ein Silberrahmen, der einzige, den die Leute sich leisten konnten, und in dem war eben das schöne Portrait von Willy Brandt. Das war der Pott, das waren Arbeiter, und die waren konservativ. Die wollten Deutschland, nicht das braune und auf keinen Fall das rote Deutschland. Sie wollten einfach Sozialdemokraten und konservativ sein: Ich will mein Bier, ich will mein Auto, meinen Zaun, meinen Vorgarten und Feierabend.» Peter Bartels vorne bis hinten bekübeln, sinnfrei und ungerecht bekübeln, vor allem gegen den Willen der Mehrheit früherer und verbliebener Bild-Leser. Putin weiß mehr von Deutschland, von deutscher Geschichte und Kultur als wahrscheinlich die Hälfte der Bild-Redakteure zusammen. Schlimmer: Der Mann hat nicht nur in Dresden gelebt, er liebt und bewundert Deutschland auch noch. Aber eben auch seine Russen… Merkel? Der Luxemburger Suffkopp Juncker? Ich fürchte, die beiden wissen nicht mal, dass Russland in Europa liegt. War «Bild» eigentlich zu Ihrer Zeit profitabel? Ja, selbstverständlich. Heute ist sie das – wahrscheinlich – noch gerade eben. Kürzlich haben sie ja die Halbjahresbilanz verklickert: zwischen den Zeilen offenbar gerade noch plus/minus null. Ich bin sicher, dass Bild – Springer insgesamt – spätestens im nächsten Jahr anfangen wird, Leute rauszuschmeißen. Die haben jetzt noch um die 15.000. Viel zu viele für die wegbrechenden Auflagen. Bei der Bild am Sonntag und bei der BZ sieht’s ja nicht tröstlicher aus. Warum, glauben Sie, verschenkt Bild seit Wochen täglich Tausende Euro? Damit die Leser nicht noch schneller weglaufen, was sonst! Und im Netz humpeln um die 300.000 Abonnenten rum, müssen sich von Online-Chef Julian Reichelt ein ums andere Mal backpfeifen lassen, weil sie die Schnauze voll haben von dem verlogenen Gutmenschen-Getue: Ein «Mann» hat eine Frau vergewaltigt… Ein «Mann» hat kleine Mädchen im Freibad unsittlich belästigt… Ein junger Iraner mit Vornamen Ali wurde zum Deutschen David, nachdem er acht Menschen massakriert hat. «Nazi», «Arier», heult Bild Online tagelang zähnefletschend auf. Dass die Iraner übersetzt schlicht Arier heißen – so what! Kann die «Bild»-Zeitung überleben? Nein, es gibt keine Hoffnung mehr für Bild. Ich wurde vor ein paar Wochen gefragt: «Könntest Du dir vorstellen, Bild zu retten?» Ich kann mir alles vorstellen, nur: So viel Geld, um Bild zu retten, hat auch Friede Springer nicht mehr; man müsste von einer Stunde zur anderen 35 Prozent der Redakteure rausschmeißen, weil sie nicht mehr die DNA für ein Massenblatt haben, sie längst links von der Mitte ticken. Sie haben nichts mehr mit den konservativen Deutschen zu tun. Gar nichts mehr. Wie übrigens CDU und SPD auch nicht mehr. Und: Diese Damen und Herren von Bild beherrschen ihr Handwerk nicht mehr. Aber rausschmeißen kostet heute entsetzlich viel Geld. Es gibt keine Hoffnung mehr für «Bild». Vielleicht würde das ja einer zahlen, wenn die Möglichkeit bestünde, aus «Bild» wieder ein Massenblatt mit einer Auflage von wenigstens drei Millionen zu machen… Selbst wenn irgendein Erdowahn, ein Putin, ein Saudi mit bestimmten Absichten zahlen würde – die drei Millionen Käufer, die weg sind, kommen nicht zurück. Die sind ja nicht von einem Tag zum anderen weggegangen, das ging über Jahre. Zunächst haben sie ja immer wieder mal versucht zu bleiben. Aber sie wurden immer wieder aufs Neue enttäuscht. Als Diekmann sie dann im letzten Jahr an den Facebook-Pranger stellte, sie als Nazis, Pack, Rassisten brandmarkte, war der Rubikon überschritten. Das war der Genickschuss. Dieser [zensiert] hat einfach nicht begriffen, dass seine Leser hauptsächlich Angst vor den über die offenen Grenzen flutenden Heerscharen junger Männer hatten. Dass sie nicht rechts sind, sondern einfach nur Deutsche bleiben wollen. Bei Axel Springer wäre das nie passiert. Er wusste, dass und wie man in Deutschland eine Zeitung für Mitte, Masse und Mehrheit machen muss. Peter Bartels. Foto: Kopp-Verlag 48 Friede Springer – hier 2015 im Landgericht München – ist die schwarze Witwe des Medienkonzerns. Foto: picture alliance / dpa

COMPACT Dossier Ideologie knallt auf Realität _ von Petra McKinley Hannah Wettig ist eine linke Journalistin, die sexuelle Gewalt durch orientalische Machos am eigenen Leib erleben musste. Die schlimme Erfahrung hat sie zu einer Islamkritikerin werden lassen – was ihren Genossen gar nicht gefällt. Eigentlich haben es Frauen wie Hannah Wettig leicht in den deutschen Medien. Sie ist links, sie ist Feministin, sie steht auf Gender Mainstream, sie setzt sich für den Sturz von Assad und den kurdischen Freiheitskampf ein – damit liegt sie voll im Trend von Bild bis Spiegel. Als Tochter der früheren SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier, nach Buchveröffentlichungen im Parteiverlag Vorwärts und regelmäßigen Artikeln in der Jüdischen Allgemeinen wie dem Szene- Blatt Jungle World stand ihrem Aufstieg in den Kreis der gut bezahlten Journaille nichts im Wege. Doch die Karriereaussichten für Frau Wettig haben sich dramatisch verschlechtert. Jüngst wurde ein Beitrag von Ihr, der von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bestellt worden war, knallhart abgelehnt. «Qualitätskriterien nicht erfüllt. Nachbesserung zwecklos», fasst Wettig die Zurückweisung zusammen. Was war geschehen? Die Bundeszentrale hatte von der Autorin einen Text zu der Fragestellung angefordert: «Nach Köln: Bringen die Flüchtlinge eine Vergewaltigungskultur mit?» Wettig sollte untersuchen, «ob ein Zusammenhang zwischen bestimmten kulturellen/religiösen Hintergründen und sexualisierter Gewalt gegen Frauen existiert». Vermutlich hatten die Volkserzieher gedacht, dass die Journalistin die bei Linken übliche Propaganda zu diesem Thema absondern würde: Migranten gut, Männer schlecht. Doch ein wichtiges Detail in ihrem Lebenslauf müssen die bpb-Redakteure übersehen haben: Sie selbst hat eine schlimme Erfahrung gemacht, die nicht zur Multikulti-Ideologie passt. «Schon vor über 20 Jahren hatte ich angefangen, mich mit sexualisierter Gewalt zu beschäftigen – in Ägypten notgedrungen, denn ich lernte damals Arabisch in Kairo. Das Ausmaß an sexueller Belästigung, das ich dort erlebte, hat mich als 24-jährige Studentin nachhaltig verändert. Ich musste lernen, taub zu werden, sobald ich die Straße betrat, niemals im Taxi vorne einzusteigen und unbeschadet an Menschengruppen vorbeizukommen», berichtet sie in Emma. Der Sex-Dschihad Sie vertiefte sich in das Thema und begann, Kontakte zu Frauengruppen in islamischen Ländern zu knüpfen, insbesondere nach den Massenvergewaltigungen im Zuge des Arabischen Frühlings. Die Vorgänge in der Kölner Silvesternacht kommen ihr bekannt vor: «Über ein solches Phänomen berichteten ägyptische Blogger erstmals vor zehn Jahren aus Kairo. Beim Aid-El-Fitr-Fest zum Ende des Ramadan 2006 filmte ein Blogger, wie Frauen gezielt von Männergruppen eingekreist, betatscht und entkleidet wurden. (…) Ab dem Revolutionsjahr 2011 finden solche gemeinschaftlichen Übergriffe regelmäßig auf Demonstrationen statt – meist auf Frauen, aber auch auf Männer. Ein Video aus dem Jahr 2012 zeigt, wie eine Gruppe von mehr als 100 Männern gemeinschaftlich agiert. Sie bilden mehrere Kreise um die beiden Opfer, die wie eine undurchdringbare Mauer wirken. Helfer einer Organisation, die sich zum Schutz solcher Opfer gegründet hat, versuchen die Mauer zu durchbrechen, werden aber brutal abgewehrt.» Scharf grenzt sich die Autorin von einer Studie der staatlich geförderten Amadeu-Antonio-Stiftung mit dem Titel «Das Bild des übergriffigen Fremden – Warum ist es ein Mythos?» ab. Zum einen seien die Sexkrawalle an Silvester tatsächlich von Fremden begangen worden, hier sei der vermeintliche Mythos Realität. Zum anderen treffe die These der Stiftung, dass sexuelle Übergriffe vorwiegend von Bekannten verübt werden, gerade nicht auf den islamischen Kulturkreis zu: «Nicht für alle Länder gibt es Studien. Aber in Ägypten hat sogar die UN-Frauenorganisation eine durchgeführt. Danach sind nur sieben Prozent der Täter Freunde und Verwandte, weitere zehn Prozent Kollegen. Alle anderen sind Fremde.» Deutsche Frauen sind für moslemische Asylforderer Freiwild. Foto: Arpad Kurucz/Anadolu Agency/ Getty Images Das Ausmaß an sexueller Belästigung hat mich als 24-jährige Studentin nachhaltig verändert. _ Petra McKinley schrieb in COMPACT-Speziel Feindbild Familie. – Der von der bpb-Redaktion abgelehnte Artikel von Hannah Wettig wurde mittlerweile in «Emma» veröffentlicht. 49

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