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COMPACT-Magazin 11-2016

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COMPACT Titelthema Die Zerstörung der Deutschland AG _ von Jürgen Elsässer Die besten Adressen unserer Wirtschaft sind längst in ausländischem Besitz. Nun macht die US-Justiz den Sack zu: Milliardenklagen gegen deutsche Konzerne sollen ihren maroden US-Mittbewerbern Vorteile verschaffen. «Wir kaufen MAN. Wir kaufen TUI. Wir zerlegen Siemens. Kein Konzern ist vor uns sicher.» FAZ Es gibt sie noch, die großen Marken, auf die schon unsere Väter und Vorväter stolz waren. Made in Germany dominiert den Weltmarkt, der deutsche Exportüberschuss wächst stetig. Was kaum einer weiß: Viele dieser Traditionsfirmen tragen zwar noch deutsche Namen, aber sind längst nicht mehr in deutschem Besitz. «Mehr als die Hälfte der Dax-Konzerne sind inzwischen in der Hand ausländischer Anleger. Bei der Deutschen Börse, Bayer, Adidas, Allianz oder Daimler stammen zwei Drittel bis vier Fünftel der Eigentümer aus dem Ausland», fasste die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 21. Mai 2015 zusammen. Die Aufkäufer werden von der Wall Street und der City of London geschickt: Es sind Hedgefonds beziehungsweise Private-Equity-Firmen – in der Regel Töchter der großen Bankhäuser, die auf Offshore-Finanzplätzen wie den Cayman-Inseln residieren, also sicher vor dem Zugriff nationaler Gerichte in den USA oder der EU sind. David Rubenstein, Gründer der größten US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group, brüstete sich schon Ende 2005 damit, dass Private- Equity-Fonds «die Welt übernehmen». schnell zu steuerfreiem Bargeld kommen wollten, trennten sich ebenso rasch von den Traditionsunternehmen ihrer Väter, wie Finanzinstitute und Großkonzerne gegenseitige Beteiligungen auflösten, um Kasse zu machen – zur Befriedigung gieriger Aktionäre. Die Folge schilderte im Herbst 2004 die Wirtschaftswoche: «Die von den Banken gesteuerte Deutschland AG gibt es nicht mehr. Banken haben ihre Industriebeteiligungen verkauft.» «Wir kaufen MAN. Wir kaufen TUI. Wir zerlegen Siemens. Kein Konzern ist vor uns sicher», beschrieb die FAZ im September 2006 die Ziele der Angreifer. Uncle Sam schlägt zurück Die Öffnung des Heimatmarktes wurde von Rot- Grün damit gerechtfertigt, dass im Gegenzug deutsche Konzerne auch Investitionserleichterungen in Amerika hätten. Doch während US-Heuschrecken in Deutschland nie belangt wurden, überzieht die US- Justiz deutsche Unternehmen seit Jahren mit ruinösen Prozessen. Der Anfang wurde 2008 mit Siemens gemacht. 800 Millionen Dollar sollte der Konzern wegen angeblicher Schmiergeldaffären bezahlen. Für die Deutsche Bank wird es teurer werden: Im Raum steht die Forderung von 14 Milliarden Euro wegen betrügerischer Immobiliengeschäfte (siehe Seiten 14 bis 17). Der VW-Konzern musste im Juni bereits 15 Milliarden Dollar berappen – aber weitere Prozesse sind im Anmarsch. Außen hui, innen pfui? In den gläsernen Autotürmen des VW-Werks in Wolfsburg stellt der Konzern die neuesten Modelle aus. In den Vorstandsetagen platzt der Lack langsam ab. Foto: picture alliance / dpa Die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder hat den Heuschrecken die Tore geöffnet. Zu Beginn 2002 strich sie die Steuer für die Veräußerung von Unternehmensanteilen ersatzlos. Anschließend begann der große Ausverkauf: Firmenerben, die Das Wolfsburger Beispiel ist besonders bezeichnend dafür, wie die Deutschen beim Großen Bruder über den Tisch gezogen werden: Die Geldbuße beträgt das 17-Fache der 900 Millionen, die General Motors (GM) 2014 zu bezahlen hatte. Wegen defekten Zündschlössern waren zuvor 124 Menschen gestorben – die Manipulation der Abgaswerte durch VW hat dagegen kein einziges Leben gekostet. Ebenso glimpflich wie GM dürfte Tesla davonkommen, nachdem sein selbstfahrendes Wundermobil im Juni einen tödlichen Unfall verursacht hatte. «Wenn uns das passiert wäre, hätten sie uns die Schiffe angekettet und kein Auto mehr ausladen lassen», beklagte sich der Vorstandsvorsitzende eines deutschen Autobauers Anfang August gegenüber der FAZ. 20 Die Härte gegenüber VW ist leicht erklärbar: Der Konzern gehört zu den ganz wenigen Dax-Unternehmen, die noch in deutschem Mehrheitsbesitz sind. Die Familien Piech und Porsche besitzen 52 Prozent der Aktien, weitere 20 Prozent hält das Bundesland Niedersachen. In den Augen der Globalisten ist das natürlich viel zu nationalistisch…

COMPACT Politik Die heimliche Kolonisierung _ von Martin Müller-Mertens Die Bundesregierung behauptet, die Asylzahlen gingen zurück. Das stimmt aber nur bei den Erstanträgen. Was die amtliche Statistik nicht berücksichtigt, ist der sogenannte Familiennachzug. Unter diesem Schwindeletikett werden in den nächsten Jahren Millionen Muslime zu uns geholt – auch auf Druck der EU. Die Flüge waren bereits gebucht. 72.000 Euro hatte die linksgrüne Lobbyorganisation Zentrum für politische Schönheit (ZPS) spendiert, um 100 Syrer mit einem Charterflugzeug nach Berlin zu chauffieren. Am 29. Juni sollten die Angehörigen von bereits in Deutschland befindlichen Asylforderern ihr Ziel erreichen. Die Ankündigung war Teil eines schaurigen Happenings, bei dem das ZPS vor dem Berliner Maxim-Gorki-Theater unter anderem auch eine Syrerin von vier Tigern öffentlich zerfleischen lassen wollte. Doch im letzten Moment sagte Air Berlin den Illegalen-Transport ab, da die Mehrzahl der Fluggäste keine Einreiseerlaubnis hatte. In diesem Fall wäre der angeschlagene Luftspediteur für Versorgung und Rückflug seiner Passagiere verantwortlich – das Risiko also zu groß gewesen. Sie kommen mit Urlaubsflügen Das lukrative Geschäft mit den Asylflügen ist jedoch nur aufgeschoben. Rund zwei Jahre nach Beginn der Siedlerinvasion staut sich die nächste Welle von Fremden gerade auf. Nach Abschluss ihrer Aufnahmeverfahren dürfen sogenannte Flüchtlinge Teile ihrer Familien legal nach Deutschland holen – und zwar auf direktem Weg. Quasi unbemerkt, vorbei an jeder Asylstatistik, führt sie ihr Weg in Angela Merkels gelobtes Land. Gerüchte, die Nachzügler würden bereits mit nächtlichen Sonderflügen über den Airport Köln-Bonn geschleust, erwiesen sich im Sommer noch als Falschmeldung. Im September kündigten jedoch mehrere Fluggesellschaften wie Sunexpress und Corendon Airlines teils deutliche Aufstockungen ihrer Türkeiverbindungen ab 2017 an. Hoffen die Unternehmen auf Asylpassagiere? Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, denn erst kurz zuvor meldete das Ankaraer Tourismusministerium alarmiert einen Einbruch der Buchungszahlen um 41 Prozent – der größte Rückgang seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahre 1994. Deutsche Badegäste werden die zusätzlichen Flugzeuge also nicht füllen… Tatsächlich ist Familiennachzug von Ausländern kein neues Phänomen – doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielte er über lange Zeit keine Rolle. Das Gros machten türkische oder arabische Importbräute aus, die zur Zwangsheirat diskret nach Deutschland gebracht wurden. Seit die Ausländerbehörden den Ehegattennachzug an Sprachtests Erst die Männer, dann Frauen und Kinder: Gegenwärtig überschwemmen Asylanten die Verwaltungsgerichte mit Statusklagen, um ihre Angehörigen möglichst schnell nach Merkelland zu holen. 2016 gingen nach bisherigen Schätzungen 15.579 entsprechende Anträge ein. Foto: picture alliance / dpa «Worüber wir reden, übersteigt also – erneut – alle Vorstellungen.» Ilse Aigner 21

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