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COMPACT-Magazin 11-2016

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Pussies und

Pussies und Presstituierte _ von Tino Perlick 34 Clintons stärkster Verbündeter ist die amerikanische Lügenpresse. Im Wahlkampf-Endspurt wurde eine elf Jahre alte Audioaufnahme von Trump hochgespielt, in der er Macho-Sprüche macht. Dass Killary, im Unterschied zu ihm, alle Bürger verachtet, wurde aus E-Mails deutlich, die Wikileaks veröffentlichte. Doch diese Enthüllungen schafften es nicht in die Schlagzeilen. Clinton hat von Großbanken 2,9 Millionen Dollar als Vortragshonorare einkassiert. Für Hillary Clinton begann der Oktober bescheiden. Ein Auftritt vor einer schwarzen Kirchengemeinde in North Carolina fand vor halbleeren Bänken statt. Wenige Tage darauf drohte bereits das nächste PR- Desaster: Während einer Fragerunde in Pennsylvania legte ein 15-jähriges Mädchen einen Auftritt hin, den die Clinton-Presse bundesweit abfeierte: «Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, welchen Schaden Donald Trump anrichtet, wenn er über Frauen redet», hatte das Kind mit roter Schleife im lockigen Haar von einem Zettel abgelesen. Dann fragte es: «Wie würden Sie als erste weibliche Präsidentin der USA die Verletzungen wiedergutmachen und Mädchen helfen zu verstehen, dass sie so viel mehr sind als ihr Äußeres?» Eine bessere Steilvorlage hätte es für Hillary «Frauen-Power» Clinton nicht geben können. Doch wie Zuschauer herausfanden, ist die Kleine nicht nur Kinderschauspielerin, sondern auch Tochter eines Senators der Clinton-Partei, der sogenannten Demokraten… Wie üblich verhinderten die Konzernmedien, dass «Secretary Clinton» in Erklärungsnot geriet. Die halbleere Kirche wurde – wie weitere mehr schlecht als recht besuchte Veranstaltungen der 68-jährigen zuvor – durch gut gesetzte Kamerawinkel kaschiert. Über den Hintergrund des angeblich so kecken Mädels in Pennsylvania verloren die Hofberichterstatter kein Wort. Gekaufte Journalisten Am 9. Oktober veröffentlichte die investigative Nachrichtenseite The Intercept Dokumente aus dem Wahlkampfteam der demokratischen Präsidentschaftskandidatin, die eine korrupte Beziehung mit führenden US-Medienvertretern offenlegen. Bevor Clinton öffentlich bekanntgab, im Rennen um das Weiße Haus anzutreten, hatte ihr Team Anfang April 2015 zu einem «vertraulichen Dinner mit nationalen Reportern in Schlüsselpositionen» geladen. Laut Veranstaltungsmemo gehörten zu den Zielen

COMPACT Politik nehmen Precision Strategies Clinton in digitalen Fragen berät, lobhudelt regelmäßig auf NBC von den angeblichen Vorzügen der ehemaligen First Lady. Die Zuschauer erfahren von der Nähe der vermeintlichen Expertin zur Kandidatin nichts. Verachtung für die Wähler des Abends, «den Reportern im Vorfeld der Ankündigung ihre ersten Gedanken von Team HRC zu verabreichen» und «die Botschaft von HRC und dem Rennen zu entwickeln». Als Wikileaks Anfang Oktober über 2.000 E-Mails aus dem Herzen der Clinton-Wahlkampfzentrale veröffentlichte, lenkten die Presstituierten den Fokus auf eine elf Jahre alte Audioaufnahme von Donald Trump. Während amerikanische und deutsche Medien sich künstlich über Trumps inflationären Gebrauch des Begriffs «Pussy» aufregten, blieb der echte politische Sprengsatz der Clinton-E-Mails unbeachtet. Die vielleicht größte Tretmine für Clinton, wenn nicht für die gesamte Partei der Demokraten, stellt eine Korrespondenz ihres Vertrauten Bill Ivey an Wahlkampfleiter John Podesta vom März 2016 dar. Hillary könne Trumps «Promirolle» nicht das Wasser reichen, heißt es darin. Was dann folgt, hat es in sich: «Wie ich bereits erwähnt hatte», schreibt Ivey, «sind wir alle ziemlich zufrieden damit gewesen, die Regierung zu erniedrigen, die Staatsbürgerkunde zu streichen und uns überhaupt zu verschwören, nichtsahnende und folgsame Bürger zu produzieren». Nie zuvor wurde offen zugegeben, dass der politisch-mediale Komplex aktiv Volksverdummung betreibt. Wären sie hinreichend veröffentlicht worden, so hätten diese Zeilen allein Trump einen Erdrutschsieg bescheren können. In Amerikas Finanzdistrikt sähe man einen Wahlsieg Clintons gerne. Foto: narvikk/iStock Bild links: Die Volksverblödung geht auf: Clinton hat die Generation Selfie auf ihrer Seite. Hier bei einer Veranstaltung in Orlando am 21. September. Foto: Barbara Kinney, Hillary for America HRC, wie Hillary Rodham Clinton in den E-Mails durchgängig genannt wird, lässt ausgesuchte Themen regelmäßig an «freundliche Journalisten» lancieren, wie es in einem Strategiepapier von ihrem Pressesprecher Nick Merrill vom Januar 2015 heißt. «Wir haben im letzten Jahr eine sehr gute Beziehung zu Maggie Haberman von Politico gehabt», empfiehlt Merrill die heutige Mitarbeiterin der New York Times. «Wir ließen sie schon zuvor Stories für uns platzieren und sind noch nie enttäuscht worden.» Ein auf März 2015 datiertes Memo von Wahlkampfmanager Robby Mook verrät, wie die Kontrolle der Berichterstattung funktioniert. Man gebe «Reportern, die täglich über HRC berichten müssen, etwas Anderes zu schreiben (…) als die nicht hilfreichen Geschichten über die Stiftung, E-Mails, etc.» Weitere Dokumente listen Namen von Kommentatoren auf, die das Team als zuverlässige «Surrogate» (Ersatzleute) betrachtet. Etliche dieser Leute stehen in direkter Verbindung zum Wahlkampf der Ex-Außenministerin. Maria Cardona, die für Clinton regelmäßig auf CNN in die Bresche springt, ist Partnerin in einer Lobbyfirma, die Spenden für deren Wahlkampf eintreibt. Stephanie Cutter, deren Unter- «Wir sind zufrieden gewesen, nichtsahnende und folgsame Bürger zu produzieren.» Clinton-Vertrauter «Die Ahnungslosigkeit [der Bürger] ist noch immer stark», schreibt Ivey, «aber die Folgsamkeit schwindet offensichtlich rapide.» Damals hatte Trump bereits die republikanische Partei aufgemischt, während der sozialistisch angehauchte Senator von Vermont, Bernie Sanders, bei den Demokraten Millionen junger Wähler gegen Clinton mobilisierte. Ein klarer Verstoß gegen den Konsens der Eliten, die für ihre Verbrechen staatsbürgerliche Trägheit brauchen, wie jeder Parasit die Duldsamkeit seines Wirtes. Wer sich einmischt, zieht Hillarys Hass auf sich. Während einer Spendenveranstaltung in Virginia beruhigte Clinton zögerliche Unterstützer hinter verschlossen Türen mit den Worten, Sanders Anhängerschaft bestehe nur aus «Kindern der Großen Rezession», die «im Keller ihrer Eltern leben». Über Trumps Basis hat- Die demokratische Fassade Das Land der Freien, die Heimat der Mutigen – so verspricht es die amerikanische Hymne. Doch Korruption, Kriege und Hochfinanz haben die Erde vergiftet, in der der Baum der Freiheit wurzelt. Hinter der demokratischen Maske verbirgt sich ein neuer Totalitarismus. Aus COMPACT-Spezial Nr. 11. Foto: COMPACT 35

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