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COMPACT-Magazin 12-2016

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Fack ju, Germany _ von Alexander Markovics Antifa-Pädagogik, dick geschminkt: Im Film «Willkommen bei den Hartmanns» malt sich die Refugee-Welcome-Lobby die Welt, wie sie ihr gefällt. Die Überflutung unserer Gesellschaft mit Fremden wird als Bereicherung dargestellt – und als Riesenspaß für die ganze Familie. Angelika Hartmann (Senta Berger) befindet sich in einer tiefen Krise: Im Ruhestand fehlt ihr der Sinn im Leben. Ihre beiden Kinder – Sofie (Palina Rojinski), eine Bummelstudentin mit Hang zu neurotischen Männern, und Philipp (Florian David Fitz), ein frischgeschiedener Workaholic ohne Zeit für seinen Sohn – sind bereits dem Nest entflogen. Ihr Mann, Dr. Richard Hartmann (Heiner Lauterbach), befindet sich ebenfalls in einer Krise. Die Bestätigung, die seine Frau ihm nicht gibt, versucht er sich durch Face-Liftings und junge Frauen zu holen. Beim gemeinsamen Abendessen lässt Mama die Bombe platzen: Sie will den Flüchtling Diallo im Haus aufnehmen. Während die Tochter dafür ist, protestieren Vater und Sohn. In der Folge versucht der Film zum Gesellschaftsporträt zu werden: Die naive Bahnhofsklatscherei des Sommers 2015 wird beleuchtet – aber nur in den wärmsten Farbtönen. Eine objektive Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des «Wir schaffen das!» findet nicht statt. Stattdessen kommt es in der Diskussion stets zu einem Ebenenwechsel: Alle Einwanderungskritiker werden salopp als «Axxxlöcher» tituliert. Auch die Themen wie Vergewaltigungen durch Flüchtlinge, Stichwort Köln, werden zwar gestreift, aber nie in ihrer ganzen Tragweite behandelt. So erzählt Sofie Hartmann, wie sie ihren neurotischen Verehrer Jürgen kennengelernt hat. Als sie im nächtlichen München von einer Gruppe Ausländer angegangen wird, taucht er mit seinem Taxi als Retter in der Not auf, um sie vor dem Mob in Sicherheit zu bringen. Doch kurz darauf wird er in einer Sequenz als neurotischer Pegida-Anhänger geoutet, der sich auf Facebook in peinlicher Pose mit der Deutschlandfahne darstellt. Je fremder, desto besser Auf der anderen Seite werden die Flüchtlinge und Ausländer als edle Menschen gezeigt, von denen wir Deutsche nur lernen können: So ist etwa Diallo (gespielt von Eric Kabongo) das Musterbild eines integrationswilligen Asylanten. Im Gegensatz zu den Deutschen, die durchgehend als alt und deppert gezeichnet werden, ist er jung, dynamisch, arbeitsam und hält seinen Gastgebern stets ihren fehlenden Familiensinn und, im Falle Sofies, ihre Kinderlosigkeit vor. Seine Aufnahme bei den Hart- Senta Berger (rechts) spielt ihre Rolle wohl aus voller Überzeugung. 2007 war sie Gast in jener Kerner-Talkshow, aus der die Autorin Eva Herman wegen angeblicher NS-Vergleiche hinausgewortfen wurde. Foto: Warner Bros. Ent., Jürgen Olczyk Alle Einwanderungskritiker werden salopp als Axxxlöcher tituliert. _ Alexander Markovics leitet die Identitäre Bewegung in Wien. In COMPACT 10/2015 schrieb er über Pokemon-Go. 49

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