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COMPACT SPEZIAL 10 "Islam"

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COMPACT Spezial _ Islam und Dschihad Der arabische Arzt und Philosoph Averroës (1126–1198) sah in der Logik den einzigen Weg zum Glück. Bekannt wurde er vor allem durch seine Kommentierung der Werke Aristoteles. Foto: picture alliance/ Isadora/Leemage Das Gesicht des Islams: Diese Frau im indonesischen Aceh Besar wurde 2010 wegen der Öffnung eines Essensstandes während des Fastenmonats Ramadan ausgepeitscht. Foto: Reuters/Tarmizy Harva bigen «vorbildliche, nachahmenswerte» Leben des Kriegsherrn Mohammed. Dieses wird gleich in mehreren grundlegenden biographischen Schriften festgehalten, die zusammen mit dem Koran «den Islam» ausmachen. Die oftmals kriegerischen oder strafenden Taten des Religionsgründers werden in Sira, Hadithen und Sunna bis ins akribischste Detail ausgebreitet. Man kann die Bibel kritisieren und Christ, aber nicht den Koran kritisieren und Muslim bleiben. Diese verbindlichen Vorgaben aus dem 7. Jahrhundert beeinflussen noch heute einen großen Teil der 1,5 Milliarden Muslime auf der Welt. Sie machen 86 Prozent der Lehrinhalte des Islams aus, nur die restlichen 14 Prozent kommen aus dem Koran. Deshalb ist es kein Zufall, dass das islamische Lehrgebäude, das als weltliches aber verbindliches Gesetzeswerk in der Scharia zusammengefasst ist, in sehr weiten Teilen eine brutal-aggressive, frühmittelalterliche Ansammlung von Verfolgungs-, Straf- und Kriegsvorschriften ist. Der türkische Säulenheilige Kemal Atatürk (den sein tiefgläubiger Nachfolger Recep Tayyip Erdogan heute am liebsten aus der Geschichte tilgen würde) hat das so kommentiert: «Der Islam gehört auf den Müllhaufen der Geschichte: Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs [Mohammed] (…) in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.» Das – belegte! – Zitat ist über 80 Jahre alt – und doch aktueller denn je. Scharia und Menschenrechte Nach der Scharia gibt es keine Religionsfreiheit, keine Freiheit der Rede, der Gedanken, der Kunst, keine freie Presse, keine rechtliche Gleichheit von Muslim und Nichtmuslim, keinen gleichen juristischen Schutz, keine gleichen Rechte für Frauen. Laut Scharia ist das Täuschen und Belügen der Ungläubigen ebenso erlaubt wie das Schlagen von Frauen. Demzufolge kann es auch keine Demokratie geben, da dies die Gleichstellung von Muslimen und Nicht-Muslimen bedeuten würde. Auch die Menschenrechte stehen unter Schariavorbehalt! Die Kairoer al-Azhar-Universität hat als eine der wichtigsten islamischen Autoritäten schon 1978 gezeigt, wohin die Reise des real existierenden sunnitisch-mohammedanischen Islams geht. In ihrer «Islamischen Musterverfassung» steht in Paragraph 43 unmissverständlich: «Alle Rechte gelten im Rahmen der höheren Ziele der Scharia.» In der autoritativen «Kairoer Erklärung der Menschenrechte» von 1990 wird die UN-Charta der Menschenrechte nur insoweit anerkannt, «als sie den heiligen Büchern nicht widerspricht». Dies schließt die Menschenwürde (hat nur der Muslim), die Meinungsfreiheit (insbesondere von Islamkritikern), die Religionsfreiheit (Todesstrafe für Abfall vom Islam und Übertritt zum Beispiel zum Christentum), das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Körperstrafe, Steinigung, Hinrichtung) sowie Minderheiten- und Frauenrechte aus. «Alle Menschen sind frei» (Artikel 1 UN-Charta) steht gegen «Alle Menschen sind Gottes Untertanen». «Jeder Mensch hat das Recht auf Leben» (Artikel 3 UN-Charta) steht gegen «Es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt.» Eine Fatwa der frommen Männer ist in dieser Welt bedeutender als jedes weltliche Gesetz oder Machtwort weltlicher Regenten! 22 Wo es in den Schriften nicht um das Schlagen, Demütigen oder um – auch erzwungenen – Sex mit Frauen geht, geht es gegen die Ungläubigen – gegen die Kuffar (ein zutiefst beleidigendes arabisches Wort). Diese sind «böse und verflucht», dürfen keinesfalls «Zakat» (Wohltätigkeiten) erhalten, sie dürfen verspottet, terrorisiert, erniedrigt, geköpft

COMPACT Spezial _ Islam und Dschihad Länderübersicht Scharia Länder und Mitglieder der OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit), in denen die Scharia keine Rolle im Rechtssystem spielt. Länder, in denen die Scharia im Privatrecht (z.B. Ehe, Scheidung, Erbrecht, Sorgerecht) Anwendung findet. Länder mit voller Gültigkeit der Scharia. Länder mit regional unterschiedlicher Anwendung der Scharia. Quelle: Wikipedia Grafik: COMPACT Sunna Die Grundlage fast aller religiöser Praktiken und jener Verhaltensregeln, die von den Muslimen zu befolgen sind, bilden gemeinsam Hadith und Sira (Mohammed-Biographie), zusammengefasst in der Sunna. Die Sunna betrifft Dinge, die Mohammed getan, befohlen, empfohlen oder auch einfach nur kommentarlos hingenommen haben soll. Mohammeds Verhalten gilt bei den Muslimen als vorbildlich, unantastbar und nachahmenswert. Neben dem Koran ist die Sunna die autoritative Quelle für die Auslegung des islamischen Glaubens und für das islamische Recht. (nach Udo Hildenbrand u.a., Freiheit und Islam Gerhard-Hess-Verlag, 2016) werden. Der Fromme darf sie täuschen oder sich gegen sie verschwören. Es gibt zudem volle zwölf Suren im Koran, die verbindlich vorschreiben, dass der Rechtgläubige kein Freund der Kuffar sein kann. Allenfalls bekommt der Ungläubige den sogenannten «Dhimmi»-Status von Bürgern dritter Klasse – das heißt, er wird nach Mafia-Manier gegen permanente Schutzgeldzahlung vorläufig von Gewalt verschont. Immer wieder richtet sich der Zorn gegen Christen und Juden: In Koran, Sira und Hadithen finden sich fast zehn Prozent antisemitische Textstellen, in Adolf Hitlers Mein Kampf sind es sieben. Koran und vor allem Sunna rechtfertigen auch die Sklavenhaltung, bei Frauen weitgehend als Sexsklavinnen – Mohammed nahm sich sogar eine weiße Christin. Die Mohammedaner versklavten Afrikaner, Europäer, Hindus, Buddhisten – einfach jeden, der dem Dschihad im Weg war – und hat mehr Menschen versklavt als jede andere Kultur. Heutzutage ist es der Islamische Staat, der wöchentlich Hunderte verschleppt – und sich dabei durch das Vorbild Mohammeds bestätigt und gesegnet fühlen kann. Die Schwäche der Moderaten Diese theologischen Dogmen von der unabänderlichen, gottgegebenen, nicht auslegungsfähigen Natur des Koran und der Scharia werden, außer von westlichen Gutmenschen, von niemandem bestritten, zuallerletzt von den Führern der mohammedanischen Welt vor allem in Kairo, Mekka und Ankara oder deren Anhängern in den westlichen Islamverbänden. Sie sind sowohl wissenschaftlich aus den Schriften als auch aus der islamischen Geschichte heraus belegbar. Aleviten, Sufis und Schiiten stehen für abweichende und zum Teil gemäßigtere Interpretationen – aber sie werden zunehmend zurückgedrängt. Es gibt in der islamischen Welt zwar Widerstand gegen die Herausbildung totalitärer Gottesstaaten – doch er ist überall lebensgefährlich. Man kann also beim sunnitischen Mainstream die in westlichen Medien so beliebte Abgrenzung von gutem Islam und bösem Islamismus nicht vornehmen. Zudem bestreiten die maßgeblichen mohammedanischen Autoritäten selbst eine solche Unterscheidbarkeit. So sagt zum Beispiel Erdogan: «Islam ist Islam – und damit hat es sich.» Der beliebte Einwand, der Islam der Scharia sei nicht der wahre, ist deswegen sowohl theologisch wie auch angesichts der immer klarer zutage tretenden Machtverhältnisse falsch. «Islam ist Islam – und damit hat es sich.» Erdogan Im Westen sollte man sich dieser Tatsachen bewusst werden – und nicht länger jegliche Islamkritik in absurder und verfassungswidriger, geradezu faschistischer Weise unterdrücken, wie es derzeit in Deutschland geschieht. Hier hat der Islam schon vor der Machtübernahme willige und effiziente Helfer gefunden, die eines seiner obersten Ziele, die Verfolgung kritischer Meinungen, für ihn durchsetzen. Andererseits: Der privat gelebte moslemische Glaube wäre nicht das Problem, wie das Beispiel der Aleviten zeigt. Säkulare Moslems gehören zu Deutschland. Der gläubige Islam nicht. Theoretisch wäre ein moderater Islam also möglich. Theoretisch. Allein, uns fehlt der Glaube. Taliban verprügelten eine Frau im August 2001 in Kabul, weil sie in der Öffentlichkeit ihre Burka abnahm. Foto: RAWA, CC BY 3.0, Wikimedia Commons _ Peter Boehringer ist Gründungsvorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft und Initiator der Bürgerinitiative «Holt unser Gold heim». Er ist Träger der Roland-Baader-Auszeichnung und Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Hauptpräsenz im Internet: goldseitenblog.de/ author/peter-boehringer. Der letzte Absatz seines obigen Essays erschien ähnlich bereits 2013 in der Zeitschrift «eigentümlich frei». 23

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