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COMPACT SPEZIAL 10 "Islam"

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Die große Unterwerfung

Die große Unterwerfung _ von Hans-Hermann Gockel 48 «Der Islam gehört zu Deutschland»: Für Merkel war 2015 die Zeit reif, um diese Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff zu bekräftigen. Auf perverse Weise hat sich das Postulat bestätigt: Unser Land wird mit Unterstützung der Regierungen in Bund und Ländern zunehmend von einer fremden Religion und Kultur geprägt. Deutschlands Zukunft? Islamischer Nachwuchs bei der Eröffnung der Beit-ul-Wahid Moschee in Hanau, 2015. Foto: picture alliance / dpa Heute haben wir eine vorauseilende Toleranz – armselig, unsinnig, anbiedernd. Das Martinsfest ist in vielen Kitas abgeschafft. Es sei eine Zumutung für die muslimischen Jungen und Mädchen, heißt es unisono. Auf christliches Liedgut wird dabei schon lange verzichtet. Islamische Feste für die Kleinen werden dagegen voller Hingabe zelebriert. Ein Kinderhort im bayerischen Essenbach darf nicht «St. Josef» heißen. Eine türkischstämmige SPD-Gemeinderätin hielt den Heiligen als Namensgeber für nicht mehr zeitgemäß. Die Mehrheit des Gemeinderates sah es genauso. Die Islamverbände forderen zwei gesetzliche Feiertage. Die Ministerpräsidenten wollen es wohlwollend prüfen. Aus der islamischen Gemeinschaft kommt der Wunsch, der Bundespräsident möge künftig eine Ramadan- und Opferfestansprache halten. Ein Moslem klagte sich durch sämtliche Instanzen, um an einem Karfreitag in seiner Mehrzweckhalle mit 700 Gästen ausgelassen das Fest der Beschneidung feiern zu können – mit Musik, Tanz und Lesungen aus dem Koran. Und das Bundesverfassungsgericht kippte das Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen an unseren Schulen. Merkels Islam «Der Islam gehört zu Deutschland». Was Angela Merkel und vorab Christian Wulff bei ihrer Aussage geritten hat, wird deren Geheimnis bleiben. Jedenfalls haben sie bewusst oder unbewusst verdrängt, dass der Islam, im Gegensatz zum Christentum, einen beinahe aggressiv zu nennenden politischen und rechtlichen Anspruch erhebt. Dass ausgerechnet eine prominente Muslimin und langjährige Politikerin wie Lale Akgün, die frühere Integrationsbeauftragte der SPD im Bundestag, darauf hinweisen muss, spricht Bände – und ist alles andere als ein Ruhmesblatt für die prominenten Vertreter einer «christlich»-demokratischen Union. Wie viele andere kritische Zeitgenossen stellt sie die Frage: «Welcher Islam ist denn gemeint?» Und sie verweist darauf, dass die meisten türkischen Organisationen in Deutschland vom islamistischen Weltbild der türkischen Regierung beeinflusst sind.

COMPACT Spezial _ Der Islam in Deutschland «Diese Regierung», so Akgün, «steht für eine hoch konservative bis fundamentalistische Auslegung der Religion.» Deshalb wird die 62-Jährige auch nicht müde, in ihren Vorträgen und öffentlichen Äußerungen davor zu warnen, «diesen selbstermächtigten Islamvertretern hier in Deutschland die Deutungshoheit über die Religion zuzusprechen, ihnen gleichsam nach dem Mund zu reden und sie damit aufzuwerten.» Zumal diese Verbände nachweislich nur zehn bis 15 Prozent der Muslime in Deutschland repräsentieren würden. Akgün bedauert in dem Zusammenhang, dass sich Gesellschaft und Politik von Show-Veranstaltungen dieser Organisationen täuschen lassen und deren Vertreter geradezu hofieren: «Ihr wahres Gesicht ist eine rückwärtsgewandte Theologie mit Koranschulen für Kinder, schwarzer Pädagogik und einer konstruierten islamischen Identität.» Wo bleibt zum Beispiel das wortgewaltige Engagement der Islamverbände gegen Antisemitismus, Christenverfolgung und Polygamie? Wo bleiben die klaren Worte gegen Zwangsehen und Ehrenmorde oder gegen die ausufernde islamische Paralleljustiz der sogenannten Friedensrichter hier in Deutschland? «Die Religion muss sich reformieren», sagt Lale Akgün, «nur dann kann sie Teil eines weltoffenen und demokratischen Deutschlands sein.» Es ist gut, dass eine Muslimin das sagt. Die selbe Forderung, etwa aus dem Mund eines Katholiken, hätte nicht einmal ansatzweise das gleiche Gewicht. Islam-Rabatt für Mörder Es gab einmal unselige Zeiten, da sprach man von vorauseilendem Gehorsam. Heute haben wir eine vorauseilende Toleranz – armselig, unsinnig, anbiedernd. Vielen ist das nicht mehr geheuer. Wie auch dem deutsch-türkischen Schriftsteller Akif Pirinçci: «Die Buckelei vor dem Islam nimmt absurde Züge an.» Und die Justiz buckelt mit. In Frankfurt am Main will sich eine 26-jährige Deutsche marokkanischer Herkunft noch vor Ablauf des gesetzlich vorgeschriebenen Trennungsjahres scheiden lassen. Ihr gewalttätiger marokkanischer Ehemann hatte sie immer wieder geschlagen und sogar mit dem Tode bedroht. Eine Familienrichterin sieht jedoch keine «unzumutbare Härte», die eine sofortige Auflösung der Ehe nötig macht. Die Frau habe damit rechnen müssen, dass ihr Gatte sein religiös verbrieftes Züchtigungsrecht auch ausüben würde. dienstlichen Erklärung nachlegt: In Sure 4, Vers 34 enthalte der Koran «neben dem Züchtigungsrecht des Mannes gegenüber der ungehorsamen Ehefrau auch die Feststellung zur Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau». Mit anderen Worten: Eine Frau, die einen Muslim heiratet, muss wissen, welches Ungemach in der Ehe auf sie zukommen kann. Eine Urteilsbegründung, die auch jeder islamistische Hinterhof-Imam unterschreiben würde. «Im Jenseits kann der Deutsche nur das Höllenfeuer erwarten.» Ein Berliner Hodscha Noch ein Beispiel: Ein Deutsch-Afghane ermordet in Wiesbaden seine schwangere Ex-Freundin. Dreimal rammt er ihr ein Messer in den Rücken. Zuvor hatte er mehrfach versucht, die junge Frau zur Abtreibung zu zwingen. Würde sie es nicht tun, lernte sie «den Afghanen» in ihm kennen. Eine Aussage, die nicht von mir stammt, sondern die so im Protokoll der Gerichtsverhandlung steht. Der Mann ist in Deutschland aufgewachsen, hat hier die Schule besucht und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Das Urteil: Lebenslänglich – allerdings ohne Anerkennung einer besonderen Schwere der Schuld. Der Staatsanwalt hatte diese ausdrücklich eingefordert, um eine Haftentlassung auf Bewährung nach 15 Jahren zu verhindern. Der Richter am Landgericht Wiesbaden stimmte dem nicht zu, weil sich der Täter «aufgrund seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden» habe. Herkunft der Intensivtäter mit Migrationshintergrund 3% 2% 11% 5% 46% Türken Araber Bosnier Kosovo-Albaner Sonst. Orientale Sonstige Grafik: COMPACT 33% Quelle: Roman Reusch, «Migration und Kriminalität. Rechtsstaatliche und kriminologische Aspekte und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Integration.» Der Konvertit Pierre Vogel gehört zu den führenden Einpeitschern des Salafismus in Deutschland. Im Juni 2016 provozierte er durch ein öffentliches Gebet mit Flüchtlingen vor einem Asylheim in Cloppenburg. Die Polizei ermittelt. Foto: picture alliance / dpa «Prügeln im Namen des Volkes», titelt daraufhin die Tageszeitung. Zumal die Richterin, eine Deutsche mit einem exzellenten Staatsexamen, in einer 49

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