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COMPACT-Spezial 11

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COMPACT Spezial _ Die Schattenregierung Iran auslöschen Bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei 2008 schwankte Saban zwischen Barack Obama und Hillary Clinton. Als Lackmustest fungierte folgende Frage eines Reporters: «Sollte der Iran eine Atombombe über Israel abwerfen, was wäre Ihre Reaktion?» Obama: «Take appropriate action.» (etwa: «angemessen reagieren».) Clinton: «We will obliterate them.» («Wir werden sie auslöschen.») Saban: «Vier Worte, das ist einfach zu verstehen.» Unnötig zu sagen: Hillary hat Sabans Test bestanden. Marc Dassen ist Redakteur bei COMPACT-Magazin. Für die Ausgabe 9/2016 machte er eine Vor-Ort-Reportage zum Anschlag von München am 22. Juli 2016. Großspender Haim Saban (2. v. r.) posiert mit US-Außenminister John Kerry (2. v. l.) beim Saban Forum 2014, das die Denkfabrik Brookings Institute am 7.12.2014 veranstaltete. Foto: Public domain, Wikimedia Commons der mit spektakulären Börsendeals: Eine runde Milliarde Dollar brachte ihm 1992 die Spekulation gegen das englische Pfund ein. Schlagzeilen macht Soros regelmäßig mit seiner überaus aggressiven Pro-Asyl-Rhetorik. Der Unterstützung seiner Open Society Foundation erfreuen sich rund 50 Organisationen weltweit, die sich für eine multikulturelle Gesellschaftsdurchmischung und offene Grenzen einsetzen. Laut kürzlich veröffentlichten Dokumenten hat Soros schon fünf Millionen Dollar investiert, um in den USA bis 2018 «mindestens 10 Millionen neue Wähler» zu generieren. Wie? Indem er illegalen Einwanderern das Recht zur Abstimmung verschafft. Bei den sogenannten Farbrevolutionen – zuletzt beim Arabischen Frühling und den Maidan-Protesten in der Ukraine – hat Soros ebenfalls seine Hände im Spiel gehabt. Schon bei den US-Wahlen 2008 war er mit einem Investment von über fünf Millionen Dollar für die Demokraten einer der Top-Spender, 2012 gab er Obama immerhin eine Million. Natürlich setzt Soros 2016 seine gesamte Finanzmacht für Hillary Clinton ein – die beiden sind ideologisch und privat eng verbandelt. Laut aktuellen Zahlen sind schon etwas über sieben Millionen Dollar geflossen. Haim Saban Die Karriere des Medienmoguls Haim Saban (71) begann als Bassist und Manager der israelischen Rockband The Lions of Judah. Seinen Medienkonzern Saban Entertainment gründete er 1988. Unermüdlich betont er: «Ich bin ein Ein-Themen-Typ, und mein Thema ist Israel.» Spenden im US-Vorwahlkampf Eingeworbene Finanzmittel und deren Art je Kandidat in Millionen US-Dollar. (Stand 31.1.2016) 27,1 Einzelspenden Eigenmittel Fonds der Hochfinanz («Super-PACs») Quelle: statista 67,5 157,3 94,9 103,9 180.1 Hillary Clinton Bernie Sanders Donald Trump Ted Cruz Marco Rubio Jeb Bush Grafik: COMPACT Laut Forbes besitzt Saban, wohnhaft im sonnigen Beverly Hills in Kalifornien, «nur» dreieinhalb Milliarden Dollar. Durch das riesige Medienkonglomerat dem er vorsteht, ist sein Einfluss auf die veröffentlichte Meinung und mit seinem Kinderfernsehen auch auf die Gehirne der Jugend nicht zu unterschätzen – nicht nur in den USA. Die in seinem Besitz befindliche Univision-Gruppe ist zudem der größte Medienkonzern Amerikas in spanischer Sprache. Nebenbei betreibt er noch einen eigenen Think-Tank: Das Saban Center for Middle East Policy ist Teil des alteingesessenen Brookings Institute. «Ich bin ein Ein-Themen-Typ, und mein Thema ist Israel.» Haim Saban Zur Jahrtausendwende spendete er über zehn Millionen Dollar für die Demokratische Partei und wurde damit zum Mäzen des Bush-Rivalen Al Gore. Nach seiner Wahl erhielt aber auch der Texaner große Summen. Mit den Clintons verbindet der Medienmogul eine besondere Freundschaft. Die New York Times berichtete 2008, dass Haim Saban und seine Frau «während der zwei Amtszeiten des Präsidenten Clinton mehrere Nächte im Weißen Haus verbrachten». 48 Im Juli 2014 erklärte der Medienmogul im Interview mit dem TV-Sender des ebenfalls politisch aktiven Milliardärs Michael Bloomberg, dass er seiner Freundin Hillary «so viel wie nötig» spenden werde. Im April 2016 organisierte die Saban-Familie eine Spenden-Gala für ihre Freundin in Washington, bei der die Gäste pro Person mehr als 30.000 Dollar für die Karte hinblätterten, dafür aber mit Hollywoodstars wie George Clooney Tischgespräche führen konnten. Bisher sind aus der Saban Capital Group über zehn Millionen Dollar in Clintons Kampagne geflossen. Nur der Investor Donald Sussman war mit elf Millionen noch großzügiger.

Die Kandidatin des Imperiums Ihre eiskalten Augen haben das Ziel bereits fixiert – den Chefsessel im Oval Office des Weißen Hauses. Als mächtigste Frau der Welt könnte sie die Kriege lostreten, die sie als Außenministerin bereits forderte – gegen Syrien, Iran und Russland. Hillary ist Killary.

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