Aufrufe
vor 11 Monaten

COMPACT-Spezial 11

  • Text
  • Trump
  • Clinton
  • Hillary
  • Compact
  • Spezial
  • Donald
  • Obama
  • Bush
  • Amerika
  • Welt

COMPACT

COMPACT Spezial _ Die Kandidatin des Imperiums Die gefährlichste Frau der Welt _ von Tino Perlick Hillary Clinton ist eine kriminelle Karrierelügnerin, die für ihre Ziele über Leichen geht. Als First Lady stachelte sie den Präsidenten an, Jugoslawien zu bombardieren. Als Außenministerin paktierte sie mit Dschihadisten. Sie kennt nur eine Sprache: Krieg mit allen Mitteln. «Clinton glaubt, sie sei vom Herrn berufen.» Ihr Pastor Außenministerin Clinton besichtigte die Grenzen des US-Imperiums, als sie am 20. Oktober 2011 vom Tod des libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi erfuhr. Während der Pause eines Fernsehinterviews in Kabul reichte ihr eine Assistentin das Blackberry. Hillary beäugte das Gerät einen Moment lang ungläubig. Schließlich verdrängte höhnische Freude ihre Skepsis – die ohnehin hauchdünne staatsmännische Fassade der Bombendiplomatin Clinton wich der hässlichen Fratze der Vollblutimperialistin Killary. «Wir kamen, wir sahen, er starb», verkündete sie in der Diktion von Julius Cäsar, aufgekratzt und mädchenhaft kichernd. nach Europa über. Das afrikanische Einfallstor, das Gaddafi immer geschlossen gehalten hatte, wurde mit militärischer Gewalt aufgesprengt. Ermöglicht hatten diese Entwicklung drei Frauen: Außenministerin Clinton, ihre Sicherheitsberaterin Samantha Power und die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan E. Rice, gehörten zu den lautesten Cheerleadern einer sogenannten humanitären Intervention. Verteidigungsminister Robert M. Gates, der Nationale Sicherheitsberater Thomas E. Donilon und Generalstabschef Mike Mullen hingegen hatten Obama Zurückhaltung angeraten, da es keine Beweise für Gaddafis Gräueltaten gegen Zivilisten gab. Der NATO-Oberkommandierende in Europa, James G. Stavridis, sagte noch im März 2011 vor dem US-Kongress aus, dass zu den libyschen Aufständischen auch Mitglieder von al-Qaida gehörten. Der Job in Libyen – hier im Oktober 2011 während eines Besuchs in Tripolis – hat Hillary sichtbar Spaß gemacht. Foto: Reuters Von Hillary bewaffnete und von der NATO unterstützte Islamisten hatten Gaddafi in dessen Heimatstadt Sirte brutal gelyncht. Kurz darauf versank das Land mit dem bis dato höchsten Lebensstandard in Afrika in Anarchie. Weite Teile des Landes fielen in die Hände des Islamischen Staates, und von seinen Küsten setzen seither jeden Tag Hunderte Eine Karrierelügnerin Seit 1984 haben die Demokraten ausschließlich Anwälte ins Rennen um das Weiße Haus geschickt. Auch Hillary Rodham wählte den, Umfragen zufolge, meistverachteten Beruf der USA. Während ihres Aufbaustudiums der Rechtswissenschaften an der 50

COMPACT Spezial _ Die Kandidatin des Imperiums Eliteuniversität Yale traf sie 1971 Bill Clinton. Erst nach mehreren Anläufen gab sie dem Lebemann 1975 ihr Ja-Wort und folgte ihm ins öde Arkansas. «Ich entschied mich dafür, meinem Herzen zu folgen statt meinem Kopf», heißt es in ihren Memoiren Gelebte Geschichte. Der Ortswechsel könnte auch andere Gründe gehabt haben: Hillary war am Juraexamen im District of Columbia (D.C.) gescheitert. In Arkansas bestand sie die Prüfung schließlich… Hier erlernten die Clintons sämtliche Spielregeln der Korruption. 1979 wurde Hillary Partner der Rose Law Firm. Obwohl Bill ein Jahr zuvor Gouverneur geworden war, verdiente sie fortan mehr als ihr Ehemann. Die drittälteste Anwaltskanzlei der USA gilt als juristischer Arm der Macht. Zu ihren Kunden in den 1970ern gehörten der Fleischriese Tyson Foods, der Einzelhandelsgigant Walmart und der Großfinanzdienstleister Stephens Inc. Letzterer half Gouverneur Clinton finanziell mehr als einmal aus der Patsche, wie die New York Times 1992 enthüllte. Als Gegenleistung genehmigte der Landesvater Stephens unter anderem die Spekulation mit Staatspensionen. Als sie 1979 schwanger mit Tochter Chelsea war, verhundertfachte sich der Wert einer Börseninvestition Hillarys im Rinderhandel quasi über Nacht von 1.000 auf 100.000 Dollar. «Als würde man eines Tages Schlittschuhe kaufen und am nächsten Tag an der Olympiade teilnehmen», kommentierte ein Fachmagazin Clintons vermeintliches Geschick beim Spekulieren, nachdem die Sache 1994 ans Licht gekommen war. Wahrscheinlich hatte sie einen Tipp von einem Tyson Foods nahestehenden, befreundeten Anwalt bekommen. Hillary kommentierte, sie habe einfach fleißig das Wall Street Journal gelesen. Ähnlich abgebrüht verkaufte sie Jahre später ihre illegale Nutzung privater Server für ihre Regierungskommunikation als Außenministerin: Sie habe nicht gewusst, wie man am PC E-Mails schreibt, sagte sie im Mai 2016 unter Eid aus. Wegen schmutziger Immobiliengeschäfte in Arkansas ermittelte die Justizbehörde ab 1992 unter anderem auch gegen die inzwischen ins Weiße Haus vorgerückten Clintons. Als ein Sonderstaatsanwalt die Vorlage von mutmaßlich belastenden Dokumenten forderte, konnten Bill und Hillary sie angeblich nicht finden. Zwei Tage nach Ablauf der Verjährungsfrist hatte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses plötzlich mehr Glück. Bis heute ist Hillary die einzige First Lady, die zwangsvorgeladen wurde, um vor einem Geschworenengericht auszusagen. Was wusste der langjährige Weggefährte der Clintons, Vince Foster, über die krummen Geschäfte? Der stellvertretende Rechtsberater des Weißen Hauses wurde am 20. Juli 1993 erschossen in einem Park nahe Washington, D.C., aufgefunden. Offiziell heißt es, er habe Selbstmord begangen. Der Chefermittler der Staatsanwaltschaft, Miguel Rodriguez, glaubt jedoch an eine Hinrichtung. Fotografien von einer zweiten Schusswunde im Nacken des Toten seien unterdrückt worden. Rodriguez reichte 1995 seinen Rücktritt ein und wandte sich vergeblich an die Medien. Die Freigabe gerichtsmedizinischer Fotos unter dem Informationsfreiheitsgesetz wurde vom Obersten Gerichtshof 2004 verhindert. Die Scharfmacherin Auf Anraten seiner Frau hatte Bill Clinton 1997 UNO-Botschafterin Madeleine Albright, wie Hillary Absolventin der Universität Wellesley, zur Außenministerin ernannt. Deren Credo – «Wozu haben wir eigentlich dieses tolle Militär, wenn wir es nicht einsetzen können?» – hat Hillary offenbar inspiriert. Beobachter sind sich einig, dass Mrs. Clinton eine Schlüsselrolle in der völkerrechtswidrigen Bombardierung Serbiens von 1999 spielte. In Gail Sheehys Biografie Hillarys Choice (Hillarys Entscheidung) wird sie mit den Worten «Ich habe ihn [gemeint ist: Bill Clinton] unter Druck gesetzt, Bomben abzuwerfen» zitiert. Die NATO-Luftangriffe wurden zum Modell «humanitärer Interventionen» à la Clinton, wie sie in Libyen wieder stattfand: rein und raus – ohne Bodentruppen und ohne Rücksicht auf die Folgen. Die US-Airforce stellte die Luftwaffe für muslimische Halsabschneider vor Ort: Im Kosovo waren es die Terroristen der albanischen UCK, in Libyen die Kombattanten von al-Qaida und dem IS. Terrorshow im Situation Room: Am 1. Mai 2011 schauen die Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates angeblich zu, wie ihre Spezialkräfte den Top-Terroristen Osama bin Laden hinrichten. Tatsächlich fiel die Übertragung in den entscheidenden Minuten aus, doch das Pressebild wirkte trotzdem. Um den Tisch sitzen Obama, Brigadegeneral Marshall Webb (Vizekommandeur der US-Streitkräfte), Dennis Donough (stellvertr. Nationaler Sicherheitsberater), Außenministerin Hillary Clinton (v. l. n. r.) Foto: The White House «Ich habe ihn unter Druck gesetzt, Bomben abzuwerfen.» Hillary Clinton 51

© COMPACT-Magazin GmbH 2016 Alle Rechte vorbehalten

   Mediadaten  /  Datenschutz  /  Impressum  /  Kommentarregeln  /  Nutzungsbedingungen  /  Widerruf