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COMPACT-Spezial 12

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COMPACT

COMPACT Spezial _ Rothfront marschiert Claudia wird Fatima «Türkei ist für mich zweite Heimat.» (Interview am 3. Februar 2007 auf Spiegel-TV) «Die AfD hetzt auch gegen grüne Frauen. Ich brauche daher auch Ihre Unterstützung. Als Fatima bitte ich Sie darum.» (Bei einer Veranstaltung in der Dar- Assalam-Moschee in Berlin- Neukölln Ende Mai 2016) Claudia Roth. Foto: Harald Krichel, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons Refugees sind ihr schon lange welcome: Roth im Jahre 2011 in Tunesien mit einer Gruppe sogenannter Flüchtlinge aus Westafrika. Foto: picture alliance / dpa lendes Fachwissen mit einem Übermaß an moralischer Betroffenheit wettzumachen. Die U-Boote der deutschen Außenpolitik, zumeist Gruppierungen mit dem Schwindeletikett Nicht-Regierungsorganisation (NGO), bieten mittlerweile eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten auf der ganzen Welt. Jeder Taugenichts und Bruchpilot, der im Mutterland nichts geworden ist, kann so in den neuen NATO-Protektoraten auf Schatzsuche gehen: Der SPD-Politiker Bodo Hombach, in Deutschland fast als illegaler Häuslebauer verurteilt, wurde nach dem Jugoslawienkrieg 1999 mit einem Jahressalär von 500.000 Mark Koordinator für den Balkan-Stabilitätspakt; Joschka Fischers Kumpel Tom Koenigs, der zu rot-grünen Zeiten Frankfurt kaputtgespart hat, bekam einen Job in der Leitung der UN- Mission im Kosovo, später in Afghanistan; der österreichische Sozialist Wolfgang Petritsch, als Polit-Leiche der Kreisky-Zeit ohne Karriereaussichten, durfte als «Hoher Repräsentant» von NATO-Gnaden Bosnien-Herzegowina regieren. Dass es nicht nur um einzelne Figuren, sondern um ein regelrechtes ABM-Programm für Tausende geht, zeigt das Beispiel Bosnien-Herzegowina, das nach einem dreijährigen Bürgerkrieg schließlich 1995 eine Art EU-Protektorat wurde. «Nirgends sind die Folgen der internationalen Hilfe klarer als in Sarajevo, wo 15.000 ausländische Zivilisten untergekommen sind. Sie sind bei Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), ausländischen Botschaften, internationalen Organisationen (UN, UNHCR, EU- Kommission, OSZE, Weltbank, IWF etc.), Minenräumdiensten, NATO-nahen Servicegesellschaften und westlichen Auftragsfirmen von internationalen Hilfsprojekten angestellt. (…) Nach konservativen Schätzungen gibt jeder dieser Ausländer im Monat 1.000 Mark für Miete, 1.000 für Lebenshaltungskosten, 1.000 Mark für die Beschäftigung eines bosnischen Arbeiters und 1.000 Mark für Büromiete und ähnliches aus.» (Bosnien-Report der International Crisis Group, einem NATO-nahen Think Tank) Dies summiert sich zu einer Ausgabe von 60 Millionen Mark im Monat oder 720 Millionen Mark im Jahr, in den vier Jahren nach 1995 also 2,9 Milliarden Mark. Mit anderen Worten: Ein Gutteil der internationalen Bosnien-Hilfe (von den vereinbarten fünf Milliarden Dollar sind bis Ende 1999 vier geflossen) landete in den Taschen dieser ominösen «ausländischen Zivilisten»… Die geschichtliche Tragödie wiederholt sich als Farce. Hannah Arendt führt in ihrer Totalitarismus-Analyse an, wie der Imperialismus im ausgehenden 19. Jahrhundert auch dadurch entstand, dass «die überflüssig gewordene Arbeitskraft» nach Betätigung und Abenteuern in fernen Ländern suchte. «Eine Politik der Expansion, der Export der staatlichen Machtmittel und das Annektieren von Territorien, in denen nationale Arbeitskraft und nationaler Reichtum investiert worden waren, schien das einzige Mittel geworden zu sein, (…) die Kräfte, welche innerhalb der Nation überflüssig geworden waren, der Nation dennoch zu erhalten.» 26 Die geschichtliche Tragödie wiederholt sich als Farce: Die Überflüssigen des 19. Jahrhunderts waren Abenteurer und Haudegen, verwegene Typen, die sich in den Gossen von Paris und London um Abfälle geprügelt hatten, Lumpenproletarier, die ihre im Struggle for Life erworbene Grausamkeit im finsteren Herzen Afrikas an den Eingeborenen auslebten. Die Überflüssigen des 20. und 21. Jahrhunderts dagegen sind Schöngeister, abgebrochene oder abgehalfterte Akademiker, die die Kolonisierten höchstens mit Political Correctness quälen. Das blutige Geschäft der Repression und des Raubes überlassen sie den eingeborenen Gangs, mit denen sie im Machterhalt symbiotisch verbunden sind: der albanischen UCK im Kosovo, den Warlords in Afghanistan, den Dschihadisten in Syrien.

Zweiter Frühling für Crystal Beck _ von Friedrich Krahl Trotz Pädophilie-Skandal und Drogenfund – dank der schützenden Hand seiner Partei und gewisser Lobbygruppen konnte Volker Beck die scharfe Kritik an seiner Person aussitzen und darf sich nun für Höheres vorbereiten. Ob es sich nun um die Rückkehr zur Wehrpflicht, den Kampf gegen politisch korrekte Sprachvorgaben (Stichwort «gendern») oder die schnellere Ausweisung von kriminellen Ausländern handelt – Forderungen der AfD wird grundsätzlich das Attribut «populistisch» angeheftet. Dass selbst führende Medienschaffende inzwischen die Crux dahinter erkannt haben, beweist die Ankündigung der Tagesschau-Verantwortlichen, die Titulierung der Partei als «rechtspopulistisch» künftig weniger inflationär gebrauchen zu wollen. Es bleibt die Frage: Wenn es schon «populistisch» sein soll, sich an den Forderungen breiter Teile des Volkes zu orientieren, wo landet man dann, wenn man das unbedingt vermeiden will? Etwa bei den Vorstellungen der Eliten oder bestimmter Minderheiten? Eine eindeutige Antwort darauf geben die regelmäßigen Einlassungen Volker Becks. Seit 22 Jahren sitzt der Grünen-Politiker inzwischen im Deutschen Bundestag und bekleidet aktuell das Amt des religions- und migrationspolitischen Sprechers seiner Partei. Im Oktober sorgte etwa ein Interview des 55-Jährigen mit dem Fernsehsender N-TV für einen bundesweiten Aufschrei. Auf die Anmerkung des Moderators, dass in manchen Stadtteilen Deutschlands nicht mehr Deutsch gesprochen werde, verwies Beck auf andere Länder wie die Vereinigten Staaten, wo viel entspannter damit umgegangen werde, «dass in manchen Vierteln auch mal eine andere Sprache von einer Migrationscommunity gesprochen wird». Wem das nicht passe, solle eben die Sprache der Zuwanderer lernen. Der Münchner Merkur titelte daraufhin: «Idee von Grünen-Politiker: Deutsche sollen Arabisch lernen», während die Bild-Zeitung überspitzt fragte «Sollen wir jetzt alle Arabisch lernen, Herr Beck?» Grünes Licht für Homo-Eltern Anfang September 2016 veröffentlichte der Grünen-Politiker zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Katja Dörner ein Papier mit dem Titel Wahlfreiheit und Gleichberechtigung – Für die Anerkennung und angemessenen Schutz der vielfältigen Formen des Zusammenlebens. Darin fordern die beiden Parlamentarier, «rechtliche Möglichkeiten für Mehreltern-Konstellationen» und Im Plenum des Bundestages hat Volker Beck wohl noch nie eine Line gezogen. Foto: picture alliance / dpa Naja, eigentlich wurde Methamphetamin erstmals 1893 in Japan synthetisiert, allerdings schon 1938 als Pervitin in Deutschland auf den Markt gebracht. Foto: Bild, Repro COMPACT «Sollen wir jetzt alle Arabisch lernen, Herr Beck?» Bild 27

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