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COMPACT-Spezial 12

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Die Deutschland-Hasser _

Die Deutschland-Hasser _ von Martin Müller-Mertens 34 1990 lehnten die Grünen die Wiedervereinigung ab. Heute kultivieren sie einen pathologisch anmutenden Deutschenhass – Mordphantasien eingeschlossen. Im Flüchtlingstaumel schreitet Claudia Roth gerne vorneweg. Hier auf einer Anti-AfD-Demonstration 2015 in Hannover. Foto: picture alliance / dpa «Für einen Gutteil der Westlinken war die deutsche Teilung die gerechte Strafe für Nationalsozialismus und Krieg.» Ralf Fücks 2. Dezember 1990: Der Schrecken stand den Grünen ins Gesicht geschrieben. In den harten Wochen des Wahlkampfes hatten sie mit dezidiert antideutschen Kampfrufen um Stimmen gefochten. Doch nun zeigten die Hochrechnungen, wie sehr die einstige Protestpartei zur ideologischen Sekte mutiert war. Mit 4,8 Prozent verpassten die Grünen den Einzug in den Bundestag. Selbst das endgültige Aus der Partei schien in dieser Situation nicht ausgeschlossen. Parlamentarisches Aus für die Grünen? 2017 kaum denkbar, doch vor 26 Jahren war es – wenn auch lediglich für vier Jahre – Realität. Mit «Alle reden von Deutschland. Wir reden vom Wetter» waren die Grünen im Herbst 1990 in den Wahlkampf für den ersten gesamtdeutschen Bundestag gezogen. Ihr Anliegen: Statt über die ungeliebte Wiedervereinigung wollte die Partei über Umweltzerstörung und sauren Regen sprechen. Doch die demonstrativ zur Schau gestellte Gleichgültigkeit über das Ende der Teilung verfehlte in Westdeutschland ihr Ziel. Dagegen konnte die ostdeutsche Partnerorganisation Bündnis 90 – die Deutschen votierten 1990 einmalig in zwei getrennten Wahlgebieten – von mageren 2,9 Prozent bei den Volkskammerwahlen im März auf 6,1 Prozent zulegen. Die erst drei Jahre später in den Grünen aufgegangene Bürgerbewegung hatte die Wetter-Parole nicht übernommen. Angst der Toskana-Linken Wohl kaum ein Thema löst bei den Grünen eine solche Mischung aus emotionalem Hass und pseudointellektueller Verachtung aus wie das eigene Land. Dabei markiert die Wiedervereinigung keineswegs den Beginn, sondern einen ersten Höhepunkt antideutscher Ausbrüche. «Für einen Gutteil der Westlinken war die deutsche Teilung die gerechte Strafe für Nationalsozialismus und Krieg und zugleich eine Vorkehrung gegen eine Wiederkehr der Gespenster der Vergangenheit», schrieb Ralf Fücks, 1989 bis 1990 einer von drei Grünen-Vorsitzenden und an der Vorbereitung des Wetter-Wahlkampfes unmittelbar beteiligt. Hinzu kamen äußerst eigennützige Überlegungen. «Die politische und kulturelle Dominanz der Toskana-Linken war in Gefahr.»

COMPACT Spezial _ Abendland wird abgebrannt Die Furcht vor einem erwachenden deutschen Nationalismus mochte 1990 einer zumindest subjektiv empfundenen Rationalität entsprechen. Tatsächlich erwies sich weder die vergrößerte Bonner, noch die spätere Berliner Republik als das herbeihalluzinierte Vierte Reich. Statt den eigenen Irrweg zu korrigieren, steigerten die Grünen – wie praktisch die gesamte politische Linke – ihr Antideutschtum jedoch zu einem pathologischen Hass. Attackiert wird allerdings nicht die tatsächliche imperiale Politik Berlins als Teil des US-geführten Imperiums – denn dessen Kriege tragen die Grünen mit. Vielmehr saust der antinationale Knüppel konsequent gegen jedes noch so harmlose Symbol deutscher Nationalstaatlichkeit nieder. «Der deutsche Nachwuchs heißt jetzt Mustafa, Giovanni und Ali!» Cem Özdemir «Fußballfans, Fahnen runter!», stieß sich die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz während der Europameisterschaft 2016 an der guten Laune der Schlachtenbummler. Dabei schminkte der Nachwuchs seinen Ekel vor den deutschen Farben mit Warnungen vor einer angeblichen rechtsradikalen Gewaltwelle. «Es kann kein Sommermärchen geben, wenn brennende Geflüchtetenunterkünfte die abscheuliche deutsche Realität darstellen», dozierte die Berliner Parteijugend. Das Aus für Schwarz-Rot-Gold ging der Hamburger Grünen Jugend nicht weit genug – sämtliche Teilnehmervölker des Wettkampfes sollten am Wesen der Moralapostel genesen: «Denn wann immer Sportereignisse als Wettbewerb unter Nationen inszeniert werden, läuft es letztendlich doch immer darauf hinaus, die Überlegenheit der eigenen Nation gegenüber einer anderen zu demonstrieren.» Deutsche ausbomben jetzt Mustafa, Giovanni und Ali!» verharmlost Özdemir auch im Rückblick als unspektakulär. Während der Politprofi an der Parteispitze jedoch die Grenzen des politisch Sagbaren kennen dürfte, schwelgen untere Chargen schon mal in eliminatorischen Gewaltphantasien. Nach dem Fund einer Fliegerbombe in Dresden twitterte etwa der Berliner Grünenpolitiker Matthias Oomen: «In #Dresden ist #FliegerbombeDD in den Trends? Das lässt ja hoffen. Do! It! Again!» Die den Grünen nahestehende Tageszeitung ließ den Krawallkommentator Deniz Yücel 2011 von einem «Abgang der Deutschen als Völkersterben von seiner schönsten Seite» schwärmen. Yücel steht mittlerweile beim Axel-Springer-Verlag unter Vertrag. Es bleibt jedoch nicht bei verbalen Entgleisungen. Immer wieder werkeln die Grünen daran, Deutschland und die Deutschen als Bezugsrahmen der Gesellschaft ganz real zu tilgen. Bereits im Jahre 2000 hatte die rot-grüne Koalition im Bund mit der Abschaffung des Volkes als jedenfalls postuliertem Souverän der Politik begonnen. Ein Dorn im Auge ist ihnen etwa der am Westportal des Reichstagsgebäudes angebrachte Satz «Dem deutschen Volke». Die historischen Lettern einfach abzuschlagen, wagten die Grünen nicht. Jedoch wurde der Inschrift am Reichstagsgebäude: Kaiser Wilhelm II. mochte sie nicht, die Grünen offenbar auch nicht. Foto: Lighttracer, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons Vielfalt-Fußtruppen in Aktion. Die Grünen haben mit solchen Sprüchen kein Problem. Foto: picture alliance / dpa Die Grüne Jugend mag ihre Antipathie gegen das eigene Volk besonders aufdringlich ausbreiten – doch in der Substanz unterscheidet diese sich kaum von den Ausfällen der Parteiprominenz. Insbesondere der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir – im Falle einer Regierungsbeteiligung vermutlich Vizekanzler – tat sich wiederholt mit rüden Ausbrüchen hervor. Seinen 2009 im Berliner Tagesspiegel wiedergegebenen Satz «In zwanzig Jahren haben wir eine grüne Bundeskanzlerin, und ich berate die türkische Regierung bei der Frage, wie sie ihre Probleme mit der deutschen Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt», bestätigte der heute 51-Jährige mittlerweile, will ihn jedoch ironisch gemeint haben. Die Worte «Der deutsche Nachwuchs heißt 35

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