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COMPACT-Spezial 12

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COMPACT

COMPACT Spezial _ Der Weg zur Macht 7. Oktober 1979 Die Bremer Grüne Liste zieht mit 5,1 Prozent in die Bürgerschaft ein. Erstmals gewinnt damit eine grüne Wählergemeinschaft Sitze in einem Landesparlament. Die Grüne Liste war von SPD-Abweichlern und der CDU- Abspaltung Partei Freier Bürger gegründet worden. 14 % 6. März 1983 Mit 5,6 Prozent ziehen die Grünen erstmals in den Bundestag ein und entsenden 28 Abgeordnete. Aufgrund des später aufgegebenen Rotationsprinzips sollen die Parlamentarier ihr Mandat nach zwei Jahren an festgelegte Nachrücker abgeben, was Petra Kelly und Gert Bastian verweigerten. 18. März 1990 26 bis 28. April 1991 Bei der Volkskammerwahl ziehen das Bündnis 90 mit 2,9 Prozent und die Listenverbindung aus Grünen und Unabhängigem Frauenverband mit 2,0 Prozent in das letzte DDR-Parlament ein. Beide Gruppen bilden eine Fraktionsgemeinschaft unter der Bezeichnung Bündnis 90/Grüne. Auf dem Parteitag in Neumünster bekennen sich die Grünen zur parlamentarischen Demokratie und definieren sich fortan als Reformpartei. Teile des Linken Flügels verlassen die Organisation. Jutta Ditfurth gründet die Kleinpartei Ökologische Linke, Jürgen Reents, Harald Wolf, Dirk Schneider und Klaus Croissant wechseln zur PDS. 12 % 10 % 8 % Helmut Kohl 8,3 % 7,3 % 6 % 5,6 % Fall der Mauer 4 % 2 % 1,5 % 3,8 % Tschernobyl Krieg in Bosnien 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 12./13. Januar 1980 Gründungsparteitag der Grünen als Bundespartei. Erste Bundessprecher sind Herbert Gruhl, August Haußleiter, Helmut Neddermeyer. Vorläufer war die Sonstige Politische Vereinigung – Die Grünen, die bei der Europawahl 1979 3,2 % gewann. Bundestagswahlen – Wahlergebnis 12. Dezember 1985 In Hessen wird die erste Koalition aus SPD und Grünen gebildet. Vorausgegangen war die Duldung einer SPD-Minderheitsregierung durch die Grünen seit Juni 1984. Joschka Fischer wird Umweltminister. Das Bündnis zerbricht im Februar 1987. 2. Dezember 1990 Nach einem peinlichen Wahlkampf («Alle reden von Deutschland. Wir reden vom Wetter») verfehlen die Grünen mit 4,8 Prozent im Westen den Einzug in den Bundestag. Bündnis 90 gelang mit sechs Prozent im Osten der Sprung ins Parlament. Bei dem Urnengang gab es zum bisher einzigen Mal zwei getrennte Wahlgebiete. 14. Mai 1993 Auf dem Vereinigungsparteitag in Leipzig schließen sich Bündnis 90 mit etwa 2.600 Mitgliedern und die Grünen mit etwa 37.000 Mitgliedern zusammen. Versuche der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), ein Dreierbündnis zu bilden, scheitern am Widerstand der Grünen. 6 Fotos: gruene.de / Bremische Bürgerschaft / ÖDP, Konrad-Adenauer-Stiftung / Bundesarchiv via Wikimedia – B 145 Bild-F065187-0022, B 145 Bild-F065084-0014, Bild 183-1990-0111-046; B 145 Bild-F074382-0035 / Wikimedia – Kaugummimann, CC BY-SA 3.0; Soviet Authorities, Fair Use; Lear 21, CC BY-SA 3.0; I, Evstafiev, CC BY-SA 3.0; .S. State Department, Public Domain; William M. Connolley, CC-BY-SA-3.0; Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 de; Robert J. Fisch, CC BY-SA 2.0; David Shankbone, CC-BY-SA-3.0; KMJ, CC-BY-SA-3.0; Steve Herman, Public domain; Bahrain in pictures, CC BY-SA 3.0; Irish Defence Forces, CC BY 2.0 / flickr.com – Dennis Skley, CC BY-ND 2.0; Christoph Scholz, CC BY-SA 2.0 / Pixabay, CC0 / Der Spiegel / DBT, J.F. Müller / Repro COMPACT

COMPACT Spezial _ Der Weg zur Macht 27. September 1998 Mit 6,7 Prozent erreichen die Grünen ein eher schwaches Ergebnis bei der Bundestagswahl. Durch das gute Abschneiden der SPD mit 40,9 Prozent reicht es jedoch knapp für die erste rot-grüne Koalition auf Bundesebene. Joschka Fischer wird Außenminister, Andrea Fischer übernimmt das Gesundheits-, Jürgen Trittin das Umweltressort. 18. September 2005 Bei den vorgezogenen Bundestagswahlen erreichen die Grünen 8,1 Prozent, die SPD kommt auf 34,2 Prozent. Eine Fortsetzung der rot-grünen Regierung ist damit nicht möglich. Das Bündnis galt jedoch bereits zuvor als zerrüttet. 2016 27. März 2011 Nach einem Rekordergebnis von 24,2 Prozent bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg bilden die Grünen mit der SPD die erste grün-rote Koalition. Ministerpräsident wird Winfried Kretschmann. Im gleichen Jahr überspringen die Grünen auch in Mecklenburg-Vorpommern erstmals die Fünf-Prozent-Hürde und sind damit in allen 16 Landtagen vertreten. Bei den Wahlen in Baden-Württemberg werden die Grünen mit 30,3 Prozent erstmals stärkste Kraft in einem Bundesland und setzen ihre Regierung mit der CDU fort. Die Partei ist in 15 von 16 Landtagen – außer in Mecklenburg-Vorpommern – und in elf Landesregierungen vertreten. 14 % Euroeinführung 10,7 % Neoliberale Reformen Fukushima Asylchaos 8,6 % 8,1 % 8,4 % 12 % 12 % 10 % 8 % 6,7 % 6 % 1,9 % Proteste gegen Irakkrieg Niedrigstes Wahlergebnis nach 1990 Landtagswahl Thüringen Eurokrise Arabischer Frühling 30,3 % Höchstes Wahlergebnis Landtagswahl Baden-Württemberg 4 % 2 % 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 24. März 1999 Beginn des Jugoslawienkrieges. Die Bundeswehr beteiligt sich erstmals an einem Kriegseinsatz. Fischer und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) setzen die Kriegsbeteiligung mit gefälschten Beweisen für einen angeblichen Völkermord der Serben im Kosovo durch. 11. September 2001 Nach den Anschlägen von New York und Washington erklärt Bundeskanzler Gerhard Schröder die «uneingeschränkte Solidarität» Deutschlands mit den USA. Mit Zustimmung der Grünen wird die Bundeswehr schon im Dezember nach Afghanistan geschickt. 7. Mai 2008 In Hamburg bilden CDU und der Grünen-Landesverband GAL die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene unter Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Die GAL beendete das Bündnis im November 2010, nach eigenen Angaben Aufgrund der Person des Beust- Nachfolgers Christoph Ahlhaus. September 2013 Nach der Bundestagswahl erleben die Grünen einen politischen Umbruch der Bundesführung. Mit den Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin sowie der Co-Parteichefin Claudia Roth verlassen die Vertreter der Gründergeneration die Parteispitze. Ihnen folgen Simone Peter (Partei) sowie Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter (Fraktion). Cem Özdemir verbleibt im Amt. Grafik: COMPACT 7

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