Aufrufe
vor 1 Jahr

COMPACT-Spezial 12

  • Text
  • Partei
  • Compact
  • Fischer
  • Deutschland
  • Spezial
  • Trittin
  • Beck
  • Deutschen
  • Krieg
  • Deutsche

COMPACT

COMPACT Spezial _ Partei der Päderasten «Kindliche Unschuld ist eine Erfindung». Foto: Zeitung «Rosa Flieder», 1981. «Die Sexualität eines Kindes ist etwas absolut Fantastisches». Cohn-Bendit de und juristisch ein schweres Verbrechen ist, und sie in der Regel gerade aus diesem Wissen perverse Lust sogen, kam erst mit den Achtundsechzigern die Lüge in die Welt, bei Kindersex ginge es um eine Befreiung. Was bigotte Konservative nur im Verborgenen taten, praktizierten die neo-linken Revoluzzer am helllichten Tag und trompeteten es auch noch stolz hinaus. Ein Jimmy Savile hat zwar seine Opfer – Hunderte! – zu seelischen Krüppeln gemacht, aber außerhalb eingeweihter Kreise verschwieg er seine teuflische Neigung und behauptete sogar, er möge keine Kinder. Man vergleiche damit Daniel Cohn- Bendit, den zwar bisher kein einziger seiner Schutzbefohlenen aus der Kinderladen-Zeit des Missbrauchs bezichtigt hat, der aber aus seinen schmutzigen Phantasien keinen Hehl machte und sie sogar in einer Talkshow vor einem Millionenpublikum ausbreitete. So sagte der «rote Dany» am 23. April 1982 im französischen Fernsehsender Antenne-2: «Wissen Sie, die Sexualität eines Kindes ist etwas absolut Fantastisches. (…) Wissen Sie, wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, Sie auszuziehen, ist das großartig. Es ist großartig, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.» Ein Pfarrer, der so etwas öffentlich von sich gegeben hätte, wäre exkommuniziert worden. Aber Cohn-Bendit schadeten solche Äußerungen nicht – ganz im Gegenteil: Er hatte da seine Karriere erst noch vor sich! Experimente mit Kindern beeinflussen und sogar verfassen, an die sich alle halten müssen. Auf diese Weise wurden Praktiken, die in den 1970er Jahren nur in linksradikalen Kitas und Jugendzentren ausprobiert wurden, Bestandteile von Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien. Ein Beispiel aus jenem Bundesland, wo die Grüne Sylvia Löhrmann seit 2010 Bildungsministerin ist: «Jungen dürfen in Nordrhein-Westfalen von der achten Klasse an den Führerschein machen. Nicht den für das Kraftfahrzeug, sondern einen anderen: Wer Theorie- und Praxistest besteht, bekommt den Kondomführerschein. Dazu gibt es ein Paket mit Silikon-Penis, Augenbinde, Stiften, Übungs- und Prüfungsbögen, Lösungsbogen und Kondomen.» (Frankfurter Allgemeine, 12.10.2014) Die Gesellschaft für Sexualpädagogik in Kassel gibt die Stichworte für derartige Lehrpläne vor, auch in anderen rot-grünen Bundesländern. Eines ihrer bekanntesten Mitglieder, Elisabeth Tuider, hat mit Kollegen das Standardwerk Sexualpädagogik der Vielfalt verfasst. Jan Fleischauer schrieb im Oktober 2014 auf Spiegel-Online über ihren Ansatz: «Oralsex für Siebtklässler – In ihrem Bemühen, das traditionelle Familienbild zu ersetzen, greift die Sexualpädagogik zu ungewöhnlichen Methoden: Die Fachleute empfehlen für den Unterricht die Beschäftigung mit Vibrator, Handschellen und Lederpeitsche.» Ursula Enders von der Antimissbrauchs-Initiative Zartbitter kritisierte: «Dies ist eine neue Form sexualisierter Gewalt, die zudem sexuelle Übergriffe durch Jugendliche fördert.» In den 1980er Jahren hätten Päderasten Missbrauch und die Missachtung der Grenzen zwischen den Generationen als fortschrittliche Sexualpädagogik verkauft. Heute würden einige Autoren und Erziehungswissenschaftler ver- 66 Bild rechts: Der «pädophile Look» wurde 1967/68 durch das Model Twiggy populär. Foto: picture-alliance/ dpa Was die Achtundsechziger in ihrer Parallelgesellschaft aus Wohngemeinschaften, Kinderläden und Clubs trieben, musste die große Mehrheit des Volkes nicht interessieren. Seit die cleversten der Revoluzzer aber über die grüne Partei in die Institutionen des Staates einsickerten, vor allem seit sie selbst an Regierungen beteiligt sind und Ministerien führen, können sie Verordnungen und Gesetze

COMPACT Spezial _ Partei der Päderasten suchen, «älteren Kindern und Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit Formen der Sexualität aufzudrücken, die persönliche Grenzen verletzen», so Enders. Es entspreche keineswegs den Fragen von 14 Jahre alten Mädchen und Jungen, wenn sie zum Beispiel für eine Gruppenübung Sexartikel wie einen Dildo, Potenzmittel, Handschellen, Aktfotos und Lederkleidung erwerben sollen. Enders fragt: «Wie mag eine Jugendliche, die im Rahmen von Kinderprostitution verkauft wird, sich wohl fühlen, wenn sie im Sexualkundeunterricht einen ”neuen Puff für alle” planen soll?» (FAS, 12.10.2014) Partei der Minderheiten Ein Widerspruch sticht ins Auge: Während die Grünen auf einigen Gebieten der Sexualität als selbsternannte Tabubrecher und Befreier auftreten, mutieren sie auf anderen zu einer spießigen Verbotspartei. Einerseits begrüßen sie, dass Grundschüler in die Techniken des Oral- und Analsex eingeführt werden, andererseits lassen sie in Kreuzberg Werbeplakate mit knapp bekleideten Frauen als «sexistisch» verbieten. Einerseits laufen ihre schwulen Protagonisten wie der Bundestagsabgeordnete Volker Beck gerne bei Frischfleischparaden der Szene mit, ja selbst ihr verklemmter Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn firmiert beim Christopher Street Day (CSD) als Schirmherr, andererseits verteufeln sie harmlose Fensterln-Gaudis auf bayrischen Volksfesten, weil dadurch Frauen zu Lustobjekten degradiert würden. Wie passt das zusammen? Gefördert wird alles, was den Minderheiten gefällt. Verboten sind die Wünsche der Mehrheit. hat Revoluzzer vom Schlage Cohn-Bendits nie interessiert: Nicht den Unternehmer, sondern den sogenannten Spießer sahen sie als Gegner, und folgerichtig waren Familie und Sexualität für sie die entscheidenden Schlachtfelder der Veränderung – und nicht Wirtschaft und Sozialpolitik. Mit dieser Einstellung aber wurden die Achtundsechziger, allem Oppositionskrakeel zum Trotz, vom Gegner zur Avantgarde des Kapitalismus – eines neuen, der grausamer war als der alte. Nachdem mit ihrer Hilfe die Erwerbsarbeit der Frau als Emanzipation und die Pornographisierung der Kinder als Aufklärung populär geworden waren, entfremdeten sich die Geschlechter und Generationen. Die Familien zerfielen. Das Kapital begrüßte diese Entwicklung, denn aus Singles lässt sich viel mehr Geld ziehen als aus Gemeinschaftsmenschen: Jeder braucht zum Beispiel eine eigene Wohnung. Durch Frühsexualisierung kann man den Konsum noch weiter stimulieren: Junge Mädchen, die sich als Barbienüttchen herausputzen, waren schon immer gute Kunden. Aber wenn sie dank der neuen Lehrpläne auch noch entdecken, dass sie jedes Jahr ihr Geschlecht wechseln können, werden sie ihre Budgets für Mode und Schminken sogar noch erhöhen. Wen kümmert‘s, dass die Kinder sich von diesen Gender-Experimenten nie mehr erholen werden und seelische Krüppel bleiben? Als Ersatz für fehlende menschliche Wärme werden sie noch mehr konsumieren! Die sexuelle Revolution «vernichtete das letzte, was zwischen dem Individuum und dem totalen Markt stand; die Liebe und die Familie», schreibt der französische Romancier Michel Houellebecq. «Wir waren geschockt» «Zum zweiten Mal hat unsere Sekundarschule Binningen einen Pubertätstag mit verschiedenen Workshops veranstaltet. Der Schulnachmittag war für das Thema Aids reserviert. Die Frau, die uns angeleitet und uns alles erklärt hat, ist uns eher negativ in Erinnerung geblieben. Wir hatten sie schon mal das Jahr zuvor bei uns gehabt. Damals erklärte sie uns das Thema Selbstbefriedigung und sagte uns, dass dies ein tolles Erlebnis wäre und wir das tun sollten. Dies fanden wir doch recht speziell, weil das Thema Selbstbefriedigung für uns als teilweise Zwölfjährige schlicht kein Thema war. Wir waren vielmehr sehr geschockt, dass uns jemand zu so etwas aufforderte. Was uns ebenfalls damals sehr speziell vorkam, war, als sie uns erklärte, dass sie Gleitgel als Handcreme benutzen würde.» (Erfahrungsbericht von Schülern, Basler Zeitung, 13.2.2014) Abbildung aus dem vergriffenen Auflkärungsbuch-Buch «Lisa und Jan» (1991). Foto: Beltz Verlag Ganz einfach: Alles wird gefördert, was den Minderheiten gefällt. Alles wird unterdrückt, was die Mehrheit will. Die schrillen Warnungen vor der eingebildeten Homophobie sollen über ihre ganz reale Heterophobie hinwegtäuschen. Ihr Programm heißt nicht Befreiung der Gesellschaft, sondern Zersetzung. An diesem Punkt unterscheiden sich auch die achtundsechziger Linken und ihre grünen Erbverwalter fundamental von der alten Linken, egal ob Sozialdemokraten oder Kommunisten: Deren Parole war immer «Alle Macht dem Volke» gewesen, das bedeutete für sie die Enteignung oder zumindest Zurückdrängung des Kapitals. Das Foto der CSD-Polit-Parade 2014: Lesbische und schwule Lehr kräfte in der GEW. Foto: IG CSD Stuttgart e. V., Alexander Schmitt 67

© COMPACT-Magazin GmbH 2016 Alle Rechte vorbehalten

   Mediadaten  /  Datenschutz  /  Impressum  /  Kommentarregeln  /  Nutzungsbedingungen  /  Widerruf