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COMPACT SPEZIAL 7 "Asyl, die Flut"

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So wird Deutschland abgeschafft

COMPACTSpezial _ Land unter Ein Pfarrer forderte staatsfinanzierten Bordellbesuch für Asylanten. Foto: Hotel Pascha, Linz «Die wollen nur Geld» Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vucic hat Ende Juli 2015 der Behauptung widersprochen, dass Bürger seines Landes – zumeist handelt es sich um Roma – nach Deutschland flüchteten, weil sie verfolgt würden. «Das sind ja keine Asylbewerber. Die wollen nur deutsches Geld», sagte er der Süddeutschen Zeitung. Schließlich liege der monatliche Durchschnittslohn in Serbien bei 380 Euro. «Wir sind keine Rassisten und keine Nationalisten, (…) es gibt bei uns keine politischen Gegner der Roma», betonte der Premier. Zwangseinquartierungen in Kirchen gibt bislang noch nicht. Aber manche Gemeinde, wie hier die Wiener Votivkirche, öffnet ihre Gebäude freiwillig für Asylbeweber. Foto: Bwag, CC BY-SA 3.0 AT März 2014 in einem Alarmbrief an Innenminister Ralf Jäger (beide SPD). Dabei wollen die Neuankömmlinge doch bestimmt nur spielen… Den kalten Blicken der Deutschen können sich die Flüchtlinge nicht einmal durch Ausflüge in die nähere Umgebung entziehen. Frecherweise verlangen die Nahverkehrsunternehmen Fahrgeld von ihnen. Vorbildlich geht hier der Stadtrat von Karlsruhe voran. Für den dortigen Verkehrsverbund KVV erhalten Asylbewerber seit 1. August 2015 ein kostenloses Kombiticket für alle Busse und Bahnen. Vorgeschlagen hatten dies die Grünen, aber auch SPD-Bürgermeister Frank Mentrup ist erfreut, dass «die Mobilität der Asylbewerber in Karlsruhe verbessert» werden konnte. Damit alles flott und unbürokratisch geht, verzichtete der Stadtrat bei seiner Entscheidung offenbar gänzlich auf die Prüfung der Kosten, jedenfalls waren sie vor Einführung der Gratisfahrkarte nicht bekannt. Der KVV erhält im Gegenzug einen pauschalen Abgeltungsbetrag. Einer fünfköpfigen Flüchtlingsfamilie bezahlte das Jobcenter die Miete von 3.000 Euro pro Monat. Auch die Wirtschaft blickt bereits begierig auf die Asylanten. Erst nach drei Monaten Aufenthalt dürfen sie sich bislang um Arbeit bemühen. Aber 15 Monate lang gilt ein Vorrang für Deutsche oder EU-Bürger bei der Stellenvergabe. Ende Juli 2015 konnte sich die Große Koalition nur dazu durchringen, Geduldeten die Arbeitserlaubnis für berufsund ausbildungsorientierte Praktika zu erleichtern. Sehr zum Leidwesen der Asyllobby. «Statt endlich die bestehenden Arbeitsverbote zu kippen, Flüchtlinge ohne Einschränkung von Anfang an arbeiten zu lassen und die Vorrangprüfung abzuschaffen, macht die Bundesregierung nur einen sehr, sehr kleinen Schritt in die richtige Richtung», empörte sich der Linken-Vorsitzende Manfred Riexinger. Eine Haltung, die selbst in den eigenen Reihen langsam zu Unmutsäußerungen führt. «So passt die Flüchtlingswelle genau zum Interesse der Unternehmen: Sie suchen sich unter den Flüchtlingen die Besten, die möglichst Leistungsfähigen und für geringes Entgelt Leistungsbereiten heraus und bekommen so ihre billigen guten Arbeitskräfte», kommentierte das Neue Deutschland Anfang August. Gratis-Puff gegen Langeweile Vielleicht würden sich die Neuankömmlinge wohler fühlen, wenn sie während der vielen Stunden zwischen warmer und kalter Mahlzeit mehr Unterhaltung hätten? Empörenderweise wurde der Vorschlag des bayrischen Pfarrers Ulrich Wagner vom März 2015, Asylbewerbern freie Bordellbesuche zu ermöglichen, noch immer nicht umgesetzt. Immerhin hatte dieser dabei auch an Berichte über sexuelle Belästigungen von Frauen gedacht, wie er gegenüber dem Münchner Merkur dozierte. Klar, das geht natürlich nur mit Gratis-Puff und nicht anders. Die Damen des Gewerbes könnten daher ein «gutes Werk» verrichten, denn «am Vormittag ist da eh nicht viel los, vermute ich». Doch nicht mal einen Porno im Internet als Ersatz finanziert der sogenannte deutsche Abschiebestaat. Das muss anders werden: «Freies WLAN – auch und gerade für Flüchtlinge», forderte die Bild-Zeitung am 5. Juni 2015. Das Equipment dafür ist schon vorhanden: Ein Pressefoto zeigt beispielsweise die oben erwähnten Gourmets in Markt Indersdorf ausnahmslos mit Smartphones – einer der jungen Männer hält gleich zwei Geräte in seinen Händen. 16 Auch andernorts scheint es nicht an Ausstattung zu mangeln, wie freiwillige Helfer von Aufnahmeeinrichtungen berichten. Im Detail nachprüfbar sind diese Angaben nicht, doch es ergibt sich ein Gesamtbild. Die Flüchtlinge verfügten über «Markensneaker, dickste Handys, Jack Wolfskin Jacken… Nach dem Reinkommen werden Laptops und Tablets ausgepackt», äußert etwa eine kirchliche Helferin, die sich Mary nennt, auf der Webseite Die Killerbiene sagt. Was Deutsche einst trugen, ist den Flüchtlingen dagegen nicht zuzumuten. «Unter anderem kommen viele Menschen und wollen gebrauchte Sachen spenden… die Antwort der Leiterin: Neiiiiiiin, das brauchen

COMPACTSpezial _ Land unter die nicht, die bekommen Geld. Die nehmen nichts Gebrauchtes. Die möchten was Modernes. Ich hab' mir die gespendeten Sachen angesehen… Bis auf wenige Teile alles top, ob Kleidung, Spielzeug oder Hausrat. Und letztendlich ist alles in die Tonne gewandert.» «Wir können Sie nicht mehr aufnehmen, da wir so viele Asylanten haben.» Tafel-Mitarbeiter Bunt statt braun wird auch das Leben der etwa 1.500 Einwohner von Damsdorf, einem Ortsteil des brandenburgischen Städtchens Kloster Lehnin. Am 17. Juni 2015 wurden die Betroffenen über ein neues Übergangsheim mit 600 Plätzen informiert. Die eigentliche Entscheidung fiel aber bereits Anfang Juni unter konspirativen Bedingungen. Als die Gemeindevertretung am 29. Mai Kenntnis von der bevorstehenden Vielfalt erlangte, wurden die Bürgervertreter zur Verschwiegenheit verpflichtet. Selbst der örtliche Linken-Landtagsabgeordnete Andreas Bernig monierte in der Märkischen Allgemeinen die Entscheidung, das Zahlenverhältnis von Flüchtlingen und Deutschen sei schlicht unverhältnismäßig. Zeigt das «braune Brandenburg» (Autonome Antifa) wieder seine hässliche Fratze? Keine Sorge: Ortsvorsteher Uwe Brückner (SPD) war ein paar Tage für die Presse nicht zu erreichen, ging offenbar in sich und erkannte die große Chance für das weltoffene Damsdorf. Wenige Tage später wollte er daher eine Willkommensatmosphäre schaffen. «Ich würde mir sehr wünschen, dass aus der Bürgerschaft heraus eine Hilfsinitiative für die Flüchtlinge entsteht», diktierte er den Potsdamer Neuesten Nachrichten. Seit Ende Juli sucht der Landkreis Potsdam-Mittelmark nun feste Unterkünfte für die Bereicherer. «Die Wohnungen müssen für einen dauerhaften Aufenthalt nutzbar und geeignet sein», sich in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, einem Arzt und einer Schule befinden sowie schnellen Zugang zum Nahverkehr haben, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Scharia-Kleiderordnung für Deutsche Doch noch immer haben einige Brandenburger die Weltoffenheit nicht richtig verstanden: Im nahegelegenen Michendorf verweigern Schülerinnen in der sommerlichen Hitze Mantel und Burka als Form dringend gebotener Integration. Dabei hatte der Direktor ihres Wolkenberg-Gymnasiums, Henrik Reinkensmeier, extra kultursensible Verhüllung angemahnt, nachdem Anfang Juni 2015 etwa 100 Flüchtlinge in die Turnhalle gezogen waren. «Ich habe die Schüler belehren lassen, dass sie im Umgang mit Asylbewerbern bestimmte Verhaltensregeln einhalten sollten. Offenherzige Kleidung wie sehr kurze Röcke oder Hosen könnten missverstanden werden. Unter den Asylbewerbern sind 30 Alleinreisende, meist Männer. Sie könnten Kleidung und Blicke junger Mädchen falsch deuten…», erklärte er der Bild-Zeitung. Eigentlich eine bunte Selbstverständlichkeit, doch sofort prasselte es auf den toleranten Pädagogen ein. «Er stößt damit ins selbe Horn wie jene Leute, die Angst vor Flüchtlingen schüren», empört sich der zuständige Landrat Wolfgang Blasig, da Reinkensmeier ebenfalls darum gebeten hatte, aus hygienischen Gründen keine Zigaretten von den Asylbewerbern anzunehmen. Auch die Schulgören zeigten dem Direktor die kalte und sicher nackte Schulter. «Ich lasse mir meine Kleidung nicht von der Schule vorschreiben. Bei der Hitze schon gar nicht», bewies die 17-jährige Janine, wie dringend notwendig in Michendorf wohl Nachhilfeunterricht in Willkommenskultur wäre. Einen anderen Ansatz verfolgten dagegen die Gewerblichen Schulen im badischen Müllheim, in deren Sporthalle seit November 2014 junge Männer aus Eritrea und Nigeria logieren. Leider wurden in dem Gebäude keine Teppiche verlegt, wie Landrätin Dorothea Ritter (CDU) moniert. «Die hätten für etwas heimelige Wärme sorgen können.» Dafür soll nun etwa Kampfsporttraining zu «einer entspannten Atmosphäre» beitragen, so Samuel Gebert vom Flüchtlingshelferkreis. Jeder der Jungmänner erhält eine Erstausstattung, unter anderem bestehend aus einem Handtuch, einem Topf – und einem Messer. Asyllobby und Flüchtlingsaktivisten können vor allem eins: Fordern. Hier während einer Protestaktion in Berlin 2013. Foto: Grüne Jugend Offensives Fordern beherrschen viele Illegale äußerst routiniert. Foto: Archiv «Freies WLAN – auch und gerade für Flüchtlinge.» Bild _ Martin Müller-Mertens ist Chef vom Dienst bei COMPACT-Magazin. 17

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