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COMPACT SPEZIAL 7 "Asyl, die Flut"

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So wird Deutschland abgeschafft

COMPACTSpezial _ Land unter Flüchtlingslobby befiehlt: Deutsche raus! _ von Martin Müller-Mertens 18 Behörden und Hauseigentümer kündigen zunehmend Mieter aus ihren Wohnungen, um Platz für Asylanten zu schaffen. Für Kommunen und Vermieter ist diese Vertreibung ein einträgliches Geschäft. Welcome? Für Deutsche gilt das natürlich nicht. Autonome Asylkämpfer bei einer Demonstration am 30.4.2014 in Berlin-Wedding. Foto: dpa Flüchtlinge sollen in Weitmar auf dem Gelände des städtischen Friedhofs untergebracht werden. Ein Mitarbeiter der Stadt Bochum vermisst eine Freifläche auf dem Gelände. Foto: Ingo Otto Selbst die Toten finden keine Ruhe mehr. Irgendwann in den kommenden Monaten schwingt die Abrissbirne über den Friedhof in Bochum-Weitmar. Die Trauerhalle an der Schloßstraße, von der aus ungezählte Angehörige ihre Liebsten auf deren letztem Weg begleiteten, wird dem Erdboden gleichgemacht. An ihrer Stelle stehen künftig Wohncontainer für zumeist illegale Einwanderer. Auch eine Wiese nahe den Grabstellen soll für die Asylbewerber überbaut werden. Anfang Juli begann die Stadt, das Gelände zu vermessen. Das Entsetzen der Hinterbliebenen, sogar Kritik von Menschenrechtlern interessieren offenbar nicht. Voraussichtlich zu Beginn 2016 ziehen die ersten Illegalen auf das Gelände. Ungebremst ergießt sich die Flut sogenannter Flüchtlinge nach Deutschland. Rund 500.000 erwarten die Behörden in diesem Jahr, doch diese Zahl dürfte weit übertroffen werden. Dass ein Friedhof teilweise eingeebnet wird, ist bislang ein Novum. Nachdem Schulen, Kasernen und Turnhallen überfüllt sind, greifen die Behörden jedoch schon fast routinemäßig zu Einquartierungen. Wie nach einem Krieg und der Besetzung durch fremde Armeen heißt es dann: Deutsche raus aus den eigenen vier Wänden! Flüchtlinge statt Familie Ausgerechnet zu Pfingsten traf es Familie Hejhal aus Niederkassel wie ein Tiefschlag. Mama, Papa und sechs Kinder – seit drei Jahren hat die Großfamilie in der Kleinstadt zwischen Köln und Bonn endlich so etwas wie Privatsphäre. Ein eigenes Haus mit 130 Quadratmetern. Jeweils ein eigenes Zimmer für die ältesten vier Kinder. Für andere normal, doch für die Familie von Berufskraftfahrer Jörg Hejhal bedeutet dies schon Luxus. «Wir haben alles renoviert und halten immer alles in Ordnung», sagt der Papa nicht ohne Stolz. Doch das Gebäude gehört der Stadt, und die hat andere Prioritäten als ihre kinderreichen Bürger. Die Vertreibungsparole heißt Kündigung. «Wir brauchen es für Flüchtlinge», begründet Niederkassels Bürgermeister Helmut Esch die Tragödie der Hejhals lapidar. Tatsächlich war das Haus vor 15 Jahren als Asylunterkunft gebaut, doch später als sozialer Wohnraum vermietet worden. Nun genügen die alten Pläne den Exekutoren als Handhabe. Wo sie künftig unterkommen sollen, wissen die Hejhals nicht. Nicht einmal die Kaution für ein neues Haus könnte sich die Familie leisten. «Dann müsse er sich eben überlegen, das Stadtgebiet zu verlassen», gibt der Kölner Express wieder, was Papa Hejhal als Antwort der Behörden erhielt. Wann genau die Vertreibungen von Deutschen begannen, ist nicht exakt zu recherchieren. Es könnte im Herbst 2013 gewesen sein. Damals mussten die Bewohner der Jahnstraße im meck-

COMPACTSpezial _ Land unter lenburgischen Friedland ausziehen. Viele von ihnen waren Hartz-IV-Betroffene, die auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben und auf das längst heruntergekommene Gebäude der Stadt angewiesen waren. «Seit 20 Jahren wohne ich in der Jahnstraße, und wie aus dem Nichts muss ich aus meiner Wohnung flüchten. Wie es uns Anwohnern dabei geht, interessiert die da oben doch überhaupt nicht», berichtete eine Mieterin. Auch die vorher offenbar unmögliche Sanierung stellte nun plötzlich kein Problem mehr dar. Mit 450.000 Euro finanzierte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unter anderem neue Türen, Heizungen und Bäder. Angeblich sollte das Land die Kosten später erstatten, doch zunächst floss das Geld aus dem Kreishaushalt, insgesamt 450.000 Euro. Die Asyllobby versucht, jede Debatte im Keim zu ersticken. Etwa ein Jahr später traf es 30 teils langjährige Mieter einer Wohnanlage im Osnabrücker Stadtteil Eversburg. Das Gebäude gehört einer Tochter der Stadtwerke, die es wiederum an den Osnabrücker Sportclub (OSC) als Vermieter verpachtete. Die sonst übliche Frist von drei Monaten bis zum Auszug galt für die Deutschen nicht, innerhalb von drei Wochen sollten sie die ehemalige Landwehrkaserne 2014 verlassen. «Wir waren alle sehr erschrocken», sagte Mieter Dirk Bock zur Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Begründung des Vermieters strotzte vor Menschenverachtung. Er habe die gesetzwidrige kurze Kündigungsfrist ausgesprochen, um «Schwung in die Sache zu bringen», erging sich OSC-Geschäftsführer Peter Abs. Offenbar erst, als regionale Medien nachfragten, ruderte der Vermieter zurück. Nun sollte die Kündigungsfrist doch eingehalten werden. Auch könne der OSC den Betroffenen bei der Entrümpelung helfen. Osnabrücks Stadträtin Rita Maria Rzyski freute sich unterdessen auf das neue Flüchtlingsheim, weil dort alles so «super in Schuss» sei. In Singen entfernten die Behörden deutsche Familien aus ihren Häusern – angeblich waren die Gebäude baufällig. Doch inzwischen zogen Asylanten ein. Das große Abkassieren Wahrscheinlich existieren weitere Fälle, doch zumeist dürften sie unbekannt bleiben. Auffallend ist jedenfalls, dass trotz des in Teilen Deutschlands angespannten Marktes offenbar zigtausende kommunale Wohnungen für die Vergabe an Asylbewerber zur Verfügung stehen. Nach Informationen des Weser-Kurier schließt in Bremen die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba pro Monat etwa 30 Mietverträge mit Flüchtlingen ab. Zumindest nach Angaben der Gewoba-Internetpräsenz hatte das Unternehmen jedenfalls Anfang Juli nur 42 Objekte im Angebot, die zum größten Teil auch nicht sofort zu beziehen sind. Laut einer Presseerklärung des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft brachten die Wohnungsbauunternehmen im Freistaat bis Frühjahr 2014 insgesamt 3.000 Flüchtlinge unter und könnten 1.000 weitere Wohnungen zur Verfügung stellen. «Thüringer Wohnungswirtschaft schafft Willkommenskultur» heißt es in dem Papier. Was für vertriebene Deutsche eine humanitäre Katastrophe ist, gerät für die Asylindustrie zum guten Geschäft. Längst haben Vermieter in Deutschland das Einnahmemodell Flüchtling erkannt – wohl auch in Gestalt der Diözese Würzburg. Die Kirche warf Ende März dieses Jahres 60 Studenten aus dem Wohnheim Christophorus-Haus. Stattdessen zogen 40 Flüchtlinge ein. Bei einem Tagessatz von nach Medienberichten 35 Euro wären dies Einnahmen von etwa 40.000 Euro pro Monat für den kirchlichen Vermieter. Deutlich mehr als bei den Studenten, die demnach lediglich Familie Hejhal aus Niederkassel soll raus aus ihrem Haus. Foto: WHs Hauptziel Deutschland Asylanträge in Europa von 2014 nach Aufnahmeländern 202.645 Deutschland 81.180 64.625 64.310 Schweden Italien Frankreich Quelle: eurostat Basare und Kopftücher dominieren immer mehr deutsche Orte. Foto: blu-news.org Auch im schwäbischen Herbrechtingen mussten Deutsche weichen. «Sicherlich haben Sie bereits erfahren, dass wir das gesamte Objekt an der Bahnhofstraße 21 an das Landratsamt vermietet haben, das dort eine Unterkunft für Asylbewerber einrichten wird», schrieb die Wohnungsbaugesellschaft Bulut den Betroffenen im November 2014. 19

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