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COMPACT SPEZIAL 7 "Asyl, die Flut"

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So wird Deutschland abgeschafft

COMPACTSpezial _ Die Profiteure Asyl-Putschisten vor dem Reichstag _ von Marc Dassen 64 Sie nennen sich Zentrum für politische Schönheit, ihr Kampf gilt der Hässlichkeit ihrer vermeintlich kaltherzigen Mitmenschen. Ihr Feind ist Deutschland, das durch seine angebliche Abschottungspolitik tausende Flüchtlinge auf dem Gewissen haben soll. Als Sturmtrupp für offene Grenzen tragen sie den Bürgerkrieg in die Hauptstadt. Kriegspropaganda: Gedenkveranstaltung des ZPS im Juli 2009 zum Srebrenica-Jahrestag. Die NATO-Raketen, die den angeblichen Genozid hätten verhindern sollen, werden vor dem Reichstag ausgestellt. Foto: Lara Wilde, Zentrum für Politische Schönheit «Die Herzen der Deutschen mit der Brechstange öffnen». ZPS-Slogan Eine Meute aus 5.000 jungen, meist linksautonomen Aktivisten und Gutmenschen bahnt sich ihren Weg in Richtung Kanzleramt, angeführt von den «Eskalationsbeauftragten» des sogenannten Zentrums für politische Schönheit (ZPS). Allen voran der promovierte Politikwissenschaftler, Theatermacher und Chefideologe Philipp Ruch (34). Ihre Mission: Die Schuld für alle Übel der Welt beim deutschen Tätervolk abladen. «Bringen Sie Blumen, Schaufeln, Steinpickel oder gleich Presslufthämmer mit!», hieß es in Ruchs Aufruf Mitte Juni. Mit Spaten, Skateboards und bloßen Händen rissen die Asyl-Fanatiker Löcher in den Rasen, rammten Kreuze in den Boden, um die «bürokratischen Mörder» in der Bundesregierung für ihre «menschenfeindliche Abschottungspolitik» zu bestrafen. Beim «Marsch der Entschlossenen» am 21. Juni, zu dem man ursprünglich mit einem Bagger am Reichstag vorfahren und echte Flüchtlingsleichen mitbringen wollte, wurde die Grünfläche im Regierungsviertel in ein Schlachtfeld verwandelt. Einige der Aktivisten wurden nach der Zerstörung von Absperrungen und Rangeleien mit den 400 völlig überforderten Ordnungshütern in Gewahrsam genommen, der Sachschaden belief sich auf über 10.000 Euro. Die Organisatoren aber hatten nichts zu befürchten. Für sie war es eine weitere gelungene PR-Kampagne. Dass man die Truppe gewähren ließ, verwundert – wäre ein Anhänger der Friedensbewegung, ein Aktivist für deutsche Souveränität oder ein vermeintlich neurechter Populist mit Eimer und Spaten auch nur in die Nähe der Bannmeile vorgedrungen? Man darf es bezweifeln. Ein Grund für die Milde könnte sein, dass das postulierte Dogma der offenen Grenzen insgeheim voll auf Linie der Bundesregierung liegt, die zwar als Hauptschuldiger an der Misere bezeichnet wird, dadurch aber eine anti-deutsche und pro-europäische Idee gefördert sieht und auf mehr Akzeptanz für die eigene Flüchtlingspolitik hoffen darf. Deutscher Masochismus, wie er leibt und lebt. Humanitätsschwindel mit Kriegsgebrüll Ziel der Aktion «Die Toten kommen» sei es gewesen, «die Herzen der Deutschen mit der Brechstange zu öffnen». Wer – Künstler hin oder her – ein solches Recht beansprucht, mit makabren Inszenierungen Mitgefühl für die Opfer und Hass auf die angeblichen Täter heraufzubeschwören, der spielt mit dem Feuer. Zum einen, weil er die

COMPACTSpezial _ Die Profiteure Toten politisch instrumentalisiert und behauptet, in ihrem Namen zu sprechen, zum anderen, weil er die Empörung gegen Ziele seiner Wahl lenken kann – in dem Fall gegen Deutschland. Die wahren Ursachen der aktuellen Flüchtlingskrise – nämlich US-Interventionen im Irak, in Syrien, Libyen sowie beim arabischen Frühling und die CIA-Unterstützung des Islamischen Staates – werden dabei bewusst ausgeblendet. Unterschlagen wird auch, dass Deutschland an jenen US-Interventionen nicht beteiligt war und die Bundesregierung bekanntlich alles tut, um offene Grenzen für die Zuwanderung zu schaffen – auch gegen den Protest der Bevölkerung. Die Führer des ZPS sind Agenten des Chaos, die Spaltung der Gesellschaft und die Zerstörung des Friedens ist ihr Auftrag. Ihre Desinformation drückt auf die Tränendrüse, appelliert an das schlechte Gewissen, hat aber weder Hand noch Fuß. In einem Video, das im Vorfeld der Aktion im Juni veröffentlicht wurde, heißt es zur Erklärung: «Wir holen das Problem nach Deutschland. Dahin, wo die wichtigsten Entscheidungen gegen die Humanität Europas gefällt werden, die Konsequenzen aber nicht anlanden.» Von wegen: Insgesamt 141.905 Asylanträge sind alleine in den ersten Monaten dieses Jahres in Deutschland eingegangen, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in seiner Statistik vom Mai zeigt. Das ist eine Steigerung um 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur knapp 20 Prozent der Antragsteller kommen aus Syrien. Bei den übrigen liegt die Anerkennungsquote als politische Flüchtlinge bei unter einem Prozent. Trotzdem wird kaum jemand abgeschoben, und alle kommen in den Genuss deutscher Sozialhilfezahlungen, die üppiger sind als in jedem anderen Land der EU. Deutschland wird trotz dieser Fakten als «die Schaltzentrale des europäischen Abwehrregimes» bezeichnet, das sich in eine «unmenschliche Festung» verwandelt habe – eine glatte Verdrehung der Tatsachen. Wölfe im Schafspelz Philipp Ruch, Cheforganisator der Asyl-Extremisten, hat sich das Gesicht mit Kohle geschwärzt, als er den Marsch anführt – «aus Trauer über die Politik der Bundesrepublik», wie sein Kollege Stefan Pelzer angibt. Ruch sieht sich als Vordenker eines «aggressiven Humanismus» und versucht nach Kräften, die Politik «mit hyperrealistischen Aktionen» aufzurütteln. Selbstdarsteller werden hier zu Protagonisten des Tugendterrors, treiben ein gefährliches Spiel mit Menschen und unterwandern die Demokratie. Das erinnert an Pussy Riot und die Femen, die ihren Kollegen von der Asyl-Front mit ihrem «Sextremismus» in puncto Propaganda und Perversion in nichts nachstehen. Auf seiner Internetseite politicalbeauty.de zitiert das ZPS eine Bemerkung aus der Tageszeitung Die Welt, die seine Tätigkeit freundlich zusammenfasst: «Es sind die Mittel des Theaters, mit denen Ruch das politische Beerdigungszeremonie in Berlin- Gatow. Die geladenen Politiker blieben der Inszenierung fern. Foto: Erik Marquardt , CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons Marsch der Entschlossenen – aufgerissene Pseudo-Gräber vor dem Bundestag, 21.6.2015. Foto: sebaso CC0 65

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