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COMPACT SPEZIAL 8 "Asyl das Chaos"

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So kommt der Bürgerkrieg nach Deutschland

Ausgabe 8/2015 | 4,95

Ausgabe 8/2015 | 4,95 EUR www.compact-online.de COMPACT Spezial _ In Multikultistan «Dieses Milieu hasst Deutschland» _ Interview mit Seyran Ates Der Tod von Tugce Albayrak hinterlässt die Autorin und Frauen rechtlerin Seyran Ates («Der Multikulti-Irrtum») sprachlos. In COMPACT spricht sie über den tödlichen Ehrbegriff des Täters, Deutschenhass in muslimischen Milieus und das Versagen der Justiz. tigen auch deutsche Jungs – also Intensivstraftäter – Mädchen. Die Frage ist eben, wie verbreitet ist es in dem einen und in dem anderen Milieu. Ich stelle mir die Frage: In welchem Milieu wachsen die auf? Wo kriegen sie Kontakt zu anderen Menschen, und wo gibt es überhaupt die Chancen, anzusetzen, damit sich da etwas verändert? Der Täter wird ja in dieser Situation von seinen Freunden noch verteidigt: Er konnte sich doch nicht von so einer Tussi, einer Frau etwas sagen lassen. Wie menschenverachtend und frauenverachtend ist diese Haltung?! Diese Freunde schreiben, so etwas könne schon passieren, denn Tugce habe schließlich seine Ehre beleidigt … Genau. Das ist noch eine Steigerung. Zum einen ist es eine Frau, und dann hat sie ihn auch noch in seiner Ehre verletzt. 26 Seyran Ates kennt den Fanatismus bestimmter muslimischer Milieus aus eigener Erfahrung. Foto: Archiv Wie wir unsere Heimat verlieren Deutsche raus! Asyl-Lobby vertreibt Mieter Petry Heil? Die AfD nach Lucke Rihanna Amerikas Albtraum Dossier: Der Der verratene Grexit Grexit Merkel, Merkel, Tsipras Tsipras und und der der Euro-Schwindel COMPACT Magazin 8/2015. Foto: COMPACT Wenn sie ihn kriegen, machen sie Schabefleisch aus ihm. Was bedeutet der Tod von Tugce für Sie? Der Fall hat sehr viele Facetten. Zum einen ist es eine junge Frau, die reflexartig etwas getan hat, was rein menschlich ist und von jedem erwartet werden kann. Sicherlich hat sie in diesem Moment gar nicht realisiert, dass sie sich in Lebensgefahr begibt. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch den Täter, der offensichtlich nicht zu kontrollieren war und ist. Es sind so viele Themen, die jetzt hochkommen: Gewalt an Frauen, sexuelle Belästigung, Intensivstraftäter, Jugendliche mit einem solchen Gewaltpotential. Dann das Interkulturelle: Da sind zwei deutsche Mädchen in einem McDonald‘s, die werden geschützt von einem türkischen Mädchen. Dann ist da ein serbischer Täter… Angeblich kosovo-albanisch oder bosnisch … Da und dort wird er als Serbe bezeichnet, aber offensichtlich hat er auch einen muslimischen Hintergrund. Dann sind da noch widerlichste Kommentare auf der Täterfreundschaftsseite. Das macht aus der Tat wieder ein gesellschaftliches Problem. Da ist das gesellschaftliche Problem mit Testosteronbomben, aber auch mit Rassisten und frauenfeindlichen jungen Menschen, die im muslimischen Milieu herangezogen werden. Dann gibt es sofort den Reflex: Gibt es das auch bei deutschen Jungs? Natürlich prügeln auch deutsche Jungs und vergewal- Ich habe diesen Ehrbegriff nie verstanden. Er ist auf keinen Fall mit dem Ehrbegriff zu vergleichen, der aktuell in der deutschen Kultur existiert. Die Ehre ist nicht Bestandteil der eigenen Leistung, sondern das Verhalten eines anderen verletzt dein Ansehen. In diesem Fall ist es eine fremde Frau, und die hat ihn in seiner Männlichkeit verletzt. Aus diesem patriarchalen Denken heraus steht die Frau in ihrer Stellung unter dem Mann. Dieser junge Mann kann sich auf keinen Fall von diesem schwachen Geschlecht, also dieser jungen Frau, irgendetwas sagen, geschweige denn sich aufhalten lassen in seiner Absicht. Er macht ja alles richtig. Er stellt seine Männlichkeit unter Beweis, indem er eine sexuelle Belästigung begeht. Dabei aufgehalten zu werden, das würde er vielleicht von den männlichen Familienmitgliedern dieser deutschen Frauen hinnehmen. Da würde man sich auf Augenhöhe wiederfinden. Aber dass das eine junge Frau war, die unter seinem Stand ist, die nichts zu sagen hat: Da flippt er dann noch mal aus. Da ist bei ihm die Sicherung durchgegangen. Er als Mann, der offensichtlich Intensivstraftäter ist, hat auch einen Freundeskreis, der ihn beobachtet. Und unter dieser Beobachtung nachzugeben, hätte er nie mit seiner Ehre vereinbaren können. Richter ohne Eier Die deutsche Gesellschaft hat sich das jahrelang angeschaut. Gegen den Täter liefen schon 15 Ermittlungen … Im Jugendstrafrecht mit dieser «Du, Du»-Rechtsprechung und dem «Mach das nicht noch einmal» kommen wir bei diesen Intensivstraftätern nicht

COMPACT Spezial _ In Multikultistan weiter. Diese jungen Menschen drehen sich um und lachen die Rechtsprechung aus. Sie lachen das System aus. Sie sind in einem anderen System, in dem sie Männlichkeit erfahren, Achtung erfahren. Nach Auffassung solcher jungen Männer haben solche Staatsanwälte und Richter im Grunde keine Eier in der Hose. Sie sind diejenigen, die keine Kerle sind. In diesen Denkstrukturen ist der Staat schwach. Und dieser schwache Staat bestätigt sich immer wieder durch solche Urteile. Wenn er 15 oder 20 Straftaten begeht und es passiert ihm nichts … Er darf sich immer noch in seinem Clan präsentieren. Man zieht ihn ja nicht aus dieser Lebenssituation raus, er muss sich ja nicht ändern. Wir sagen, das ist deren Kultur, wir mischen uns nicht ein. Das ist Humbug. Man kann die Jungs aber kaum alle aus den Familien und ihrem Umfeld herausnehmen. Doch, kann man. Durch Inobhutnahme. Ich weiß nicht, warum jugendliche Mehrfachstraftäter noch im Haushalt der Eltern leben. Man kann sie tatsächlich aus den Familien rausnehmen. Aber dann muss man wissen, wohin. Wenn es das Milieu ist, müsste man ihnen ein anderes Leben anbieten. Ein paar Monate in einer Umerziehungsanstalt bringen es auch nicht. Sie müssten ein anderes Leben, eine andere Chance haben. Aber zu diesem Zeitpunkt ist das Kind doch schon längst in den Brunnen gefallen. Wir bräuchten sowieso schon im Kindergarten einen Umgang mit dem Thema Gewalt. Es gibt Erzieherinnen, die verzweifelt sind über Jungs, die immer wieder zuschlagen. Dann gibt es Gespräche mit Eltern, die das verdecken und beleidigt sind. Dann geht es in der Grundschule weiter. Dann gibt es Verwarnungen, Verweise, irgendwann schwänzt er die Schule, und dann geht die Karriere los. Die Eltern kommen auch aus diesem Milieu und sagen: Unser Sohn ist ein richtiger Junge, Jungs machen das halt. Die Erzieherinnen halten die Klappe, weil sie Angst vor diesen Eltern haben. Da bedarf es einer Zivilcourage der Gesellschaft. Wir müssen uns einmischen Läuft das unter der Überschrift «Multikulti ist gescheitert»? Die multikulturelle Gesellschaft scheitert nicht, sie existiert. Multikulturalismus ist das Konzept: Lass doch alle so, wie sie sind. Das ist auf jeden Fall gescheitert. Das ist auch ein bisschen die Haltung von Erzieherinnen, Lehrerinnen, Staatsanwältinnen, Richterinnen. Man traut sich doch nicht zu kritisieren und zu sagen: Gewalt ist immer noch ein Erziehungskonzept in muslimischen oder in türkischen Familien. Man muss ja nicht immer auf die Religion abstellen, aber leider Gottes kommen aus diesem Milieu eben viele Straftäter. Wenn man das benennt, ist man sofort in der Rassistenecke. Das ist die Diskussion, die wir immer wieder neu führen und uns dann zurückhalten. Das ist ein junger Mann. Man will den Namen nicht nennen, man So hetzen die Freunde des Täters «Bruder, ich kann das nicht glauben, was die Medien über dich berichten, ich weiß, was für ein Mensch du bist, und du das ganz bestimmt nicht wolltest. Die übertreiben doch sowieso die Lage… keiner ausser dir und das Mädchen wisst in wirklichkeit was abgegangen ist … wir aus Offenbach die dich kennen halten stets zu dir und wir werden dir den rücken stärken … Ich wünsche dir viel glück und viel stärke möge Allah dir beistehen mein bester….» Kevin Binjaku «Bruderherz du schaffst es wir sind noch draussen und wissen das keine von den idioten dich versteht Medien ticken aus Propaganda die Huren! Und alle anderen die es nicht verstehen er war betrunken und nicht im bewusst sein es könnte jede gruppe Jugendliche passieren wenn eine frau die ehre beschmutzt chillt euch mal!!!» Mo Casanova Rechtschreibung und Grammatik im Original. Foto: Facebook Tugce Albayrak. Nach der Prügelattacke am 15.11.2014 wurden die lebenserhaltenden Maschinen am 28.11.2014 abgestellt. Foto: Facebook Der Komaschläger Sanel M. wurde im Juni 2015 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu nur drei Jahren Jugendstrafe verurteilt. Foto: Facebook 27

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