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COMPACT SPEZIAL 9 "Zensur in der BRD"

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Die Liste der verbotenen Autoren

Sonder-Ausgabe Nr. 8 | 8,80 EUR (D) · spezial.compact-online.de Asyl. Das Chaos So kommt der Bürgerkrieg zu uns 9,90 Euro (A), 13 sFr (CH) Multikulti-Land ist abgebrannt | Dschihadisten im Flüchtlingsstrom Morde, Massaker und Migranten | Erdogan und Soros als Schlepper Die Terrorhelfer CIA und Muslimbrüder | Merkels Notstandsdiktatur 44 Einzelheft oder SPEZIAL-Abo unter Tel: 03327-569 86 11 . Fax: 03327-569 86 17 abo@compact-magazin.com . shop.compact-magazin.com Wer COMPACT-Magazin jetzt abonniert, kann COMPACT-Spezial «Asyl. Das Chaos» als Gratis-Prämie dazubestellen.

COMPACTSpezial _ Zensur in der Presse Der Fall Matussek _ von Manfred Kleine-Hartlage Dass der Springer-Konzern einen Autoren feuerte, der in der konservativen Kernleserschaft beliebt war, verweist auf das Dilemma der Leitmedien: Jetzt werden ihnen sogar ihre eigenen Feigenblätter gefährlich. Mitte November 2015 trennte sich Springers Welt von einem ihrer beliebtesten Kolumnisten, dem konservativen Katholiken Matthias Matussek, und dies aus scheinbar nichtigem Anlass: Matussek hatte auf Facebook unter Bezugnahme auf die Pariser Terroranschläge geschrieben, er «schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue, frische Richtung bewegen». Garniert hatte er diesen Satz mit einem Smiley. Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters reagierte darauf prompt, wenig souverän und in schlechtem Deutsch, indem er von einem «durchgeknallten Posting» sprach und die Zusammenarbeit mit dem Autor für beendet erklärte. Wohl um den verheerenden Eindruck ein wenig abzumildern, den eine solche Überreaktion bei den Lesern hinterlassen musste, schob die Welt die Behauptung nach, Matussek habe seinen Chefredakteur in einer Redaktionskonferenz zu diesem Thema als «durchgeknalltes Arschloch» bezeichnet – was Matussek durch seinen Anwalt sofort dementieren ließ. Dabei hatte er nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit postuliert: Dass der anhaltende Zustrom von Fremden aus illiberalen, zum Teil gewaltaffinen Kulturen, darunter auch Agenten des IS und anderer Terrororganisationen, die innere Sicherheit in vieler Hinsicht untergraben würde, war schon vor Paris praktisch jedermann klar gewesen. Gerade weil jeder es wusste, durfte diese Erkenntnis freilich unter keinen Umständen in einem «öffentlichen» Diskurs auftauchen, in dem als «Wer für ein Mainstreamblatt schreibt, erfüllt, ob er will oder nicht, eine Funktion.» 45

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