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COMPACT-Spezial "Asyl unsere Toten"

Asyl, Unsere Toten Unsere Toten, Unsere Trauer

COMPACT

COMPACT Spezial _ Unsere Toten, unsere Trauer _ Thomas Wawerka war bis August 2016 Pfarrer auf Probe in der evangelischen Landeskirche Sachsen. Sein Vertrag wurde offensichtlich aus politischen Gründen nicht verlängert. Im Interview mit Sezession im Netz äußerte er dazu: «Der Kern war der für mich absurde Vorwurf der ”Menschenfeindlichkeit”. Es gab da einen gut gefüllten Aktenordner, der alle Kommentare enthielt, die ich auf Sezession im Netz, auf Facebook und wohl auch anderswo gepostet habe.» Sein früherer Arbeitgeber zeigte sich empört über den nebenstehend dokumentierten Auftritt auf der Mahnwache für die Opfer des Berliner Terroranschlages. «Der Missbrauch von Amtskleidung auf einer Rechtsaußen-Veranstaltung kurz nach der fürchterlichen Gewalttat von Berlin ist ein wirklicher Affront», kritisierte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Das stille Gedenken wurde von kreischenden Antifa-Rowdys gestört. Foto: picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa Wenn Unschuldige angegriffen und mit Mord und Totschlag bedroht werden, dann gilt nicht das Wort Jesu: «Du sollst die andere Wange hinhalten!» – Dieses Wort gilt dem Jünger, der angegriffen wird, es ist seine Entscheidung, ob er der Jüngerethik Folge leisten und auf Widerstand verzichten will. Wenn aber neben ihm ein Unschuldiger steht und angegriffen wird, dann hat er die Pflicht, den anderen zu verteidigen. Dann gilt das Wort: «Was Ihr selbst für einen der Geringsten getan habt, das habt Ihr für mich getan.» Um es klar zu sagen: Wenn unsere Mitmenschen getötet und verletzt werden, haben wir auch als Christen das Recht, Widerstand zu leisten. Allerdings, wie soll dieser Widerstand aussehen? Wir können ja nicht die Dreschflegel und Mistgabeln aus unserem Keller holen und damit durch die Straßen ziehen. Das funktioniert nicht, das wäre auch nicht aus dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit geboren. Es muss durch das freie und klare Wort geschehen. Wir können und wir sollen beharrlich und beständig, ruhig, fest und ohne Hysterie darauf hinweisen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Es sind politische Fehlentscheidungen getroffen worden, die unter anderem zu diesem Terroranschlag geführt haben. Aber diese Entscheidungen sind keine Gesetze. Man kann sie rückgängig machen, und sie müssen rückgängig gemacht werden. Der Weg, auf dem sich unsere Gesellschaft befindet, ist ein Irrweg, aber wir können umkehren. Darauf können und sollen wir unsere Mitmenschen immer wieder hinweisen, frei, klar, ohne Furcht. Friede oder Grabesruhe? Liebe Mitbürger, es ist Weihnachtszeit – eine Zeit des Friedens. Wir erinnern uns an den Gesang der Engel: «Friede auf Erden und den Menschen sein Wohlgefallen!» – Und wir sind so erschreckend weit davon entfernt! Die weltweite Lage und nun auch die Lage in unserem Land erinnert mich an ein anderes Wort Jesu: «Sie sagen ”Friede!, Friede!”, und es ist doch kein Friede.» Wir haben keinen Frieden. Wir erleben ein Deckeln der Konflikte, ein Aufschieben der Lösungen, ein Ruhigstellen. Im Kochtopf dampft und brodelt es gewaltig, aber wir erleben, dass der Deckel immer nur fester draufgedrückt wird. Echter Friede ist nicht damit erreicht, dass die Waffen ruhen, dass man Konflikte abdämpft, dass man Ruhe erzwingt. Das ist nur eine Art Grabesruhe. Echter Friede ist an Recht geknüpft. Eine funktionierende Rechtsordnung ist die einzig tragfähige Grundlage für echten Frieden, und für eine solche müssen wir uns mit Wort und Tat einsetzen, im Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Echter Friede ist an Recht geknüpft. Lasst uns beten! Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Allmächtiger und barmherziger Gott, sieh uns an und erbarme Dich. Wir sind gekommen mit Trauer, Schmerz und großer Sorge. Wir sind tief erschüttert und fühlen uns machtlos. Herr, gib uns Deinen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit! Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich! Gott, sieh die Opfer dieses Anschlags an und erbarme Dich. Nimm die Verstorbenen in Deinen Frieden auf. Erfülle die trauernden und verzweifelten Angehörigen der Getöteten mit Deinem Trost. Steh auch denen bei, die im Krankenhaus liegen und leiden. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich! 18 Gott, sieh unser Land und unser Volk an und erbarme dich. Hilf, dass wir Spaltung und Hass überwinden und zur Erhaltung und Erneuerung unserer Gesellschaft beitragen können. Halt deine schützende Hand über die Schwachen. Gib Frieden, Gott! Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich! Vater unser…»

COMPACT Spezial _ Unsere Toten, unsere Trauer Erschlagen, verbrannt, vergessen _ von Jürgen Elsässer/Martin Müller-Mertens Schon vor dem Asyl-Tsunami 2015 haben orientalische Gewalttäter eine Blutspur durch Deutschland gezogen. COMPACT holt die grausamsten Fälle aus der Vergessenheit. Der militante Islam hat Deutschland den Krieg erklärt. Spätestens seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt leben wir mit der Frage: Wann wird es wieder passieren? Die Antworten der Politiker machen wütend. Über deutsche Dschihadisten, die sich zu Hunderten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben, sagte Innenminister Thomas de Maizière im Herbst 2014: «Es sind unsere Söhne und Töchter.» Das ist eine Lüge. Diese Kopfabschneider sind kein Produkt der deutschen Gesellschaft, sondern einer antideutschen Parallelgesellschaft. Politiker wie de Maizière haben diese Struktur in den Ghettos unserer Großstädte zugelassen, anstatt mit pädagogischer, juristischer und polizeilicher Konsequenz dazwischenzuhauen. So hatte es die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig vorgeschlagen, die 2010 unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Die Kanzlerin selbst spuckte auf das Grab der mutigen Frau, als sie 2011 den schier unglaublichen Satz sprach: «Wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.» Müssen wir das wirklich? Der Mord an Jonny Nur ein halbes Jahr richtigen Knast: So viel ist in Deutschland in Menschenleben wert, jedenfalls wenn Migranten es genommen haben. Erst Ende 2014 schlossen sich die Gefängnistore hinter jenen Tottretern, die im Oktober 2012 Jonny K. mitten auf dem Berliner Alexanderplatz den Schädel zerschlugen. Doch bereits seit Frühjahr 2015 können zwei der Täter, Hüseyin I. und Bilal K., wieder durch die Stadt schlendern. Im Juni 2015 wurden sie in den Offenen Vollzug verlegt. Auf Anordnung des Gerichts – gegen den Willen der Gefängnisleitung. «Wir sind alles andere als glücklich über diese richterliche Anweisung, können aber nichts dagegen tun», zitierte der Berliner Kurier einen Mitarbeiter der Justizverwaltung. Der Tod von Jonny K. war in den Augen der Berliner schlichter Mord. «Völlig grundlos» hätten sich die Angeklagten an «Schlägen beteiligt, durch die der Tod eines Menschen verursacht wurde», Jonny K. «einen kräftigen Fußtritt versetzt», ihn attackiert, bis er «mit dem Hinterkopf wuchtig auf das Straßenpflaster aufschlug», die brutalen «Angriffe auf den Geschädigten auch noch fortgesetzt, als dieser schon zu Boden gegangen war», verlas Oberstaatsanwalt Burkhard Zuppe zu Prozessbeginn 2013 die Anklage. Der Mord an Daniel Der Prozess gegen die Schläger vom Alex hatte noch nicht begonnen, da ereignete sich bereits die nächste Gewaltorgie gegen einen Deutschen. Im März 2013 trat der Türke Cihan A. im niedersächsischen Kirchweyhe den 25-jährigen Daniel Siefert zu Tode. Bis auf die Regionalpresse verschwiegen die Medien das Thema, doch Blogeinträge verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Daniel hatte auf der Rückfahrt von einer Disco im Bus einen Streit zwischen zwei Türken schlichten wollen. Die riefen per Handy Verstärkung. An der Haltestelle am Bahnhof von Kirchweyhe sprang Cihan A. mit «menschenverachtendem Vernichtungswillen» Daniel «aus vollem Lauf heraus mit einer Sprungbewegung wie ein Kickboxer» in den Rücken, hieß es später vor Gericht. Während des Prozesses gegen Cihan A. ließ die Staatsanwaltschaft eine zunächst geplante Mordanklage fallen und schloss einen deutschfeindlichen Hintergrund der Tat kategorisch aus. Verurteilt wurde Cihan A. schließlich wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu nur fünf Jahren und neun Monaten Jugendhaft. Zugleich kritisierte der Vorsitzende Richter, dass Cihan A. in der Presse als «Killer» und «Komaschläger»bezeichnet wurde. Jonny K.: Seine Angehörigen mußten sich im Gerichtssaal von den Freunden der Täter verhöhnen lassen. Ilustration: IF «Da wird ein junger Mensch gelyncht, mitten unter uns, weil jemand schlechte Laune hatte.» Daniel Siefert. Ilustration: IF 19

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